Wer ist Azombo Nsomoto Victor?

Brief von Azombo Nsomoto Victor an Präses Joachim Beckmann, 21.12.1959, Seite 1 (Ausschnitt);
aus: 1OB 017I, Nr.256

Am 8. Januar 1960 erreichte ein Schreiben aus dem fernen Douala, der größten Stadt Kameruns, Präses Joachim Beckmann. In französischer Sprache und sorgfältiger Handschrift fordert der Briefschreiber eindringlich zur ökumenischen Unterstützung der protestantischen Kirchen in Kamerun auf. Der Absender: Azombo Nsomoto Victor. Weiterlesen

Die Frauen halten letztlich den Laden zusammen: Neues zur Geschichte der Rheinischen Frauenhilfe

Mitgliedskarte der Frauenhilfe Rheydt mit Protrait der Kaiserin. (Archiv der Ev. Kirche im Rheinland, 801071_123)

Die 1899 in Berlin gegründete “Evangelische Frauenhülfe” geht auf eine Initiative der Kaiserin Auguste Viktoria zurück. Bereits 1912 hatte sie reichsweit über 250.000 Mitglieder und bildete somit die größte evangelische Frauenorganisation.

Den Werdegang des rheinischen Zweigverbandes der Frauenhilfe hat nun Dr. Annett Büttner in einem Beitrag für das Portal Rheinische Geschichte anschaulich beschrieben. Einige der zahlreichen Abbildungen stammen auch aus dem Archiv der EKiR. Leider ist die Altregistratur der Rheinischen Frauenhilfe bei der Zerstörung ihres Vereinsheimes in Wuppertal-Barmen 1943 restlos vernichtet worden. Eine erstaunlich dichte Gegen- bzw. Ersatzüberlieferung bietet wiederum der Bestand Ohl, hier Nr. 2136-2150.

Ergänzend hinzuweisen ist noch auf weitere Facetten kirchlicher Frauenarbeit wie den gleichfalls im Kaiserreich entstandenen Deutschen Evangelischen Frauenbund (DEF). Dieser war gesellschaftspolitisch aufgeschlossener als die Frauenhilfe; exemplarisch erhalten ist das Archiv des DEF-Ortsverbandes Boppard von seiner Gründung an. Schließlich hat auch der rheinische Gustav-Adolf-Verein eine eigene Frauenarbeit geleistet.

Verringerung der Beschmutzung der Kirche

Mitnahmezettel nach dem Gottesdienst zur Verringerung der Beschmutzung der Kirche, aus Bestand: AEKR 4KG 113B  (Kirchengemeinde Simmern-Altweidelbach-Holzbach)

Als Anlage im Revisionsbericht über die Reparaturarbeiten in der Evangelischen Stephanskirche in Simmern von 1833 fand sich nachfolgend abgebildeter Zettel, der zur Mitnahme nach dem Gottesdienst bestimmt war und auch ausgehangen wurde. Vieles hat heute noch Geltung.

“Zur gef. Beachtung!

Die Gemeindeglieder werden angelegentlichst gebeten, darauf zu achten, daß die Kirche nicht muthwillig beschädigt oder verschmutzt wird, namentlich durch Einschneiden in das Holzwerk, Schreiben an die Wände, Auswurf auf den Fußboden u. s. w. Besonders wird auch die Benutzung der Eisen vor der Thür und der Strohmatten am Eingang zur Reinigung des Fußwerks empfohlen.”

Bestand: 4KG113B  Simmern-Altweidelbach-Holzbach