Heute vor 75 Jahren: Die Zerstörung des Provinzialkirchlichen Archivs in Bonn

Provinzialkirchenarchiv in Bonn, vorderer Archivraum, um 1935, Aufnahme: Kugler, AEKR 8SL046 (Bildarchiv), 28_00005

Der Dies ater in der mittlerweile 166-jährigen Geschichte unseres Archivs ist der 18. Oktober 1944: An jenem Tag verloren bei dem schweren Luftangriff auf Bonn mehr als 300 Menschen ihr Leben. Auch das Archivgebäude in der Hofgartenstraße 7 wurde völlig zerstört. Wie war das Archiv aber überhaupt nach Bonn gekommen? Welche Überlieferungsverluste sind eingetreten? Und vor allem: Hätte sich das Archiv nicht besser vorbereiten müssen?

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Neues Online-Findbuch Bestand 6HA 003 – Handakten Präses Prof. D. Dr. Joachim Beckmann

Prof. D. Dr. Joachim Beckmann, aus Bestand: AEKR 8SL 046 (Bildarchiv)

In seiner 1958 beginnenden 13-jährigen Amtszeit als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland sind etliche Meter Handakten angefallen. Der Bestand gliedert sich in 2 Serien, A und B.

Die A-Serie bildet eine chronologische Korrespondenzserie im Zeitraum 1946 – 1973. Die Korrespondenzpartner sind prominente Vertreter aus Kirche und Politik: Hans Asmussen, Professor Karl Barth, Präsident des Deutschen Bundestages Hermann Ehlers, Bundespräsident Gustav W. Heinemann, Helmut Thielicke, Landesbischof Hanns Lilje um nur einige aufzuführen.

Die B-Serie umfasst v.a. die Handakten der Präseskanzlei. Hier finden sich die Themenpaletten der zahlreichen Ämter von Präses Prof. D. Dr. Joachim Beckmann wieder. Sein Engagement reicht hier vom Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Weltmission, Beauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für Fragen der Kriegsdienstverweigerung und Ersatzdienstleistung, stellv. Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche der Union, Mitglied des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands bis zum stellv. Vorsitzenden der Arnoldshainer Konferenz.

Der Bestand 6HA 003 mit über 46 lfm. bildet so umfassend das vielfältige Engagement von Prof. D. Dr. Joachim Beckmann vor, während und nach seiner Amtszeit als Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland ab.

Elternbeirat der evangelischen Volksschule Düren wollte 1926 den Reichsbahnfahrplan beeinflussen

Schreiben Reichsbahndirektion Köln, 1926, aus Bestand AEKR 1OB 008 (Ortsakten Düren AZ. 2)

Wussten Sie, dass es bereits 1926 so etwas modern anmutendes wie einen Elternbeirat einer Schule gab? Ich nicht, und fand besonders interessant, wofür sich der Elternbeirat der evangelischen Volksschule Düren 1926 eingesetzt hat (Archivbestand 1OB 008 – Ortsakten Düren Az. 2).

Südlich von Düren liegt das Gebiet der Voreifel, das damals noch weit überwiegend katholische Bewohner*innen hatte. Dieses wird durch die Eisenbahnlinie Düren – Nideggen – Heimbach erschlossen. Diese Strecke diente auch evangelischen Schüler*innen und Gemeindegliedern als Verbindung zur evangelischen Volksschule oder Gemeinde in Düren. Jedoch hatten die Eltern der Schulanfänger*innen ein Problem: Es fuhr kein Zug zur rechten Zeit!

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Neue Kollegin im Archiv der EKiR

Archivarin Ilona Schröder, Archiv der Evangelische Kirche im Rheinland – Düsseldorf

Wir begrüßen Frau Ilona Schröder als neue Mitarbeiterin im Archivteam.

Frau Schröder hat das Studium der Staatswissenschaften mit dem M.A. abgeschlossen und sammelte ihre erste archivische Praxis im GLA Karlsruhe und im Bistumsarchiv Passau. Frau Schröder unterstützt uns fortan in den Bereichen Digitalisierung, Erschließung und archivische Öffentlichkeitsarbeit.