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Bevor wir unseren Archivleiter, Dr. Stefan Flesch, in den wohlverdienten Ruhestand schicken und der Staffelstab offiziell weitergegeben wird, begleiten wir ihn auf seiner letzten Archivführung. Aber entscheiden Sie selbst für sich und wählen die KISS1 Variante mit einem Augenzwinkern oder alternativ die längere Fassung mit Archivalien „en détail” weiter unten.
Wer es ausführlicher mag, schaut gerne hier vorbei:
Apronym aus dem Marketing mit der Bedeutung „Keep It Short and Simple“ / „Gestalte es kurz und einfach“ ↩︎
Soldat vor einem Wegweiser; Signatur: AEKR 8SL046, 93_0007_SoldatWegweiser
Über den Fotografen Hans Lachmann haben wir im Blog schon mehrfach berichtet. Sein Schaffen erweitert stetig unseren Bildarchivbestand 8SL046 welcher hier abrufbar ist. Die Materialsammlung Lachmann dient hier als Quelle mit ca. 500.000 Aufnahmen. Hauptsächlich besteht die Sammlung aus KB-Negativen, Positiven und Dias im Schwerpunkt als s/w Aufnahme.
Über eine Recherche sind wir auf eine Rarität in der Materialsammlung gestoßen: Negative im Format 45x60mm, die man schon zum Mittelformat zählt. Die Negative stammen aus den Jahren 1934 bis Ende 1942, also auch genau der Zeit, in der Hans Lachmann als Kriegsberichter von der Ostfront berichtete, wo er im Winter 1941/42 schwer verwundet wurde. 12.9.42 ist im Register des kürzlich digitalisierten Fotoalbums auf der ersten Seite vermerkt. Aus den Motiven geht hervor, dass es sich u. a. um Aufnahmen aus einem Lazarett handelt. Leider kann hier aufgrund fehlender Ortsangaben nur der Zeitraum angegeben werden, und man kann nur mutmaßen, ob es sich in Russland, Polen oder Österreich befindet, also den Orten, in welchen Lachmann nach seiner Verwundung behandelt wurde. Allerdings handelt es sich bei dem hier aufgenommenen Soldaten nicht um Hans Lachmann persönlich.
Die Negative haben trotz entsprechender Aufbewahrung im Foto-Album mit Pergaminhüllen schon etliche Kratzer, welche auf dem Filmmaterial sichtbar sind. Gleichwohl: Filmmaterial ob in der Sicherungsverfilmung als Microfiche oder Negativ zeigt hier mal wieder das trotz der über 80 Jahre dauernden Aufbewahrung eine gute Übertragung ins Digitale mühelos gelingt.
Mit einem Foto aus unserem Bildarchiv 8SL046 und Vers 46 aus Kapitel 12 des Johannes Evangeliums wünscht das Archivteam der Evangelischen Kirche im Rheinland allen ein frohes Weihnachtsfest.
Diakonisse mit einem Kind auf dem Arm bewundern einen an der Decke angebrachten Weihnachtsstern. Aus Bestand: AEKR 8SL046 (Bildarchiv), 7_000412
Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.(JOH 12,46)
Der Gemeindebrief ist nach wie vor das Medium um in der Kirchengemeinde über alle relevanten Themen von Veranstaltungen, Berichten, Terminen bis zu Geburten, Taufen und Todesfällen zu informieren.
Nachrichtenblatt der evangelischen Kirchengemeinde Baumholder. Ausgabe Nr. 9, Juni 1956.
Eine kürzliche Abgabe an unsere Gemeindebriefsammlung 8SL 047 führt in einer Ausgabe eine eher ungewöhnliche Rubrik. Die Ausgabe Nr. 9 des „Nachrichtenblatt der evangelischen Kirchengemeinde Baumholder“ vom Juni 1956 führt die Rubrik „Fundbüro“ auf Seite 3 des insgesamt 4-seitigen Gemeindebriefes die folgenden Gegenständen auf: 1 Paar rote Lederhandschuhe 1 Paar braune Lederhandschuhe 1 Paar grüne Lederhandschuhe 1 rote Mütze 4 Gesangbücher
Rubrik Fundbüro aus „Nachrichtenblatt der evangelischen Kirchengemeinde Baumholder“, Nr. 9, Juni 1956.
Lederhandschuhe und Mütze deuten eher auf einen Verlust im Winter oder Frühjahr hin, finden sich aber in der Juni Ausgabe des Gemeindebriefes. Ob die Gegenstände bereits in einer der vorherigen Ausgaben Erwähnung gefunden haben und entsprechend lange auf Abholung gewartet haben kann nicht beantwortet werden, da die Ausgaben nicht vorliegen.
Die Gemeindegliederzahl der Ev. Kirchengemeinde Baumholder ist für das Jahr 1957 im Gemeindeverzeichnis mit 4500 angegeben. Einen besseren Weg als über die Reichweite des Gemeindebriefes die EignerInnen der verlorenen Gegenstände zu benachrichtigen gab es für die damalige Zeit wohl kaum. Ob die Vermittlung des verlorenen Besitzes erfolgreich war bleibt offen.
Einen Einblick in die durchaus problematische Zeit der 1950er-1960er Jahre in Baumholder bietet folgender Beitrag.
Mit dem Gedicht „Christnacht“ von Robert Eduard Prutz wünscht das Team des Archivblogs frohe Weihnachten!
Weihnachtsgruß mit Gedicht von Robert Eduard Prutz im Dezember 1923. Quelle: Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, ZK 065, Düsseldorfer Sonntagsblatt. Kirchlicher Anzeiger der evangelischen Gemeinden zu Düsseldorf, Ausgabe 52/1923 vom 23. Dezember, S. 1
Düsseldorfer Sonntagsblatt Weihnachtsnummer. 23. Dezember 1923.
Nummer 52. – 4. Advent.
Christnacht.
Heilge Nacht, auf Engelschwingen Nahst du leise dich der Welt, Und die Glocken hör ich klingen, Und die Fenster sind erhellt. Selbst die Hütte trieft von Segen, Und der der Kindlein froher Dank Jauchzt dem Himmelskind entgegen, Und ihr Stammeln wird Gesang.
Mit der Fülle süßer Lieder, Mit dem Glanz um Tal und Höhn, Heilge Nacht, so kehrst du wieder, Wie die Welt dich einst gesehn? Da die Palmen lauter rauschten, Und versenkt in Dämmerung Erd und Himmel Worte tauschten, Worte der Verkündigung;
Da mit Purpur übergossen, Aufgetan von Gottes Hand, Alle Himmel sich erschlossen, Glänzend über Meer und Land;
Da der Frieden zu verkünden Sich der Engel niederschwang, Auf den Höhen, in den Gründen Die Verheißung wiederklang;
Da, der Jungfrau Sohn zu dienen Fürsten aus dem Morgenland In der Hirten Kreis erschienen, Gold und Myrrhen in der Hand; Da mit seligem Entzücken Sich die Mutter niederbog, Sinnend aus des Kindleins Blicken Nie gefühlte Freude sog.
Heilge Nacht, mit tausend Kerzen Steigst du feierlich herauf: O so geh in unserm Herzen, Stern des Lebens, geh uns auf! Schau, im Himmel und auf Erden Glänzt der Liebe Rosenschein: Friede solls noch einmal werden Und die Liebe König sein! Robert Prutz
In unserem Blog haben wir uns schon einmal mit einem Foto der Familie Garschagen befasst. Dieser weihnachtlichen Szenerie möchten wir uns noch einmal widmen, allerdings in etwas veränderter Form. Einige Fehler haben sich in das Bild eingeschlichen, können Sie alle finden?
Familie Garschagen
um Weihnachten 1852
v.l.n.r.: Friedrich Wilhelm, Christiane Wilhelmine, Peter Karl, Lebrecht, Julius, Wilhelmine, Peter Carl, Richard
zwischen ihnen ein Tisch mit Geschenken und einem Weihnachtsbaum
Bestand: 7NL 142, Nr. 49
Friede auf Erden – Weihnacht 1945
Postkarte: Josef B. Scholz, Wuppertal-Elberfeld DRP
Bestand: AEKR 7NL120, Nachlass Johannes Mehrhoff, Nr. 113
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