Das Hauptarchiv der v. Bodelschwinghschen Stiftung Bethel und das Landeskirchliche Archiv der Ev. Kirche von Westfalen luden vom 27.-28. April zum diesjährigen Ev. Kirchenarchivtag nach Bielefeld. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Schwerpunkt besonders auf die Archivierung digitaler Datenbestände sowie den archivischen Umgang mit Personalakten gelegt. Ziel war es, den Teilnehmenden wertvolle Impulse für die Arbeit in ihren Archiven mitzugeben.

Schon in seinem Eröffnungsvortrag hat Martin Kamp vom Archiv der EKvW einen interessanten Erfahrungsbericht zum Thema Retrodigitalisierung geliefert. Die Online-Bereitstellung von analogem Archivgut gewinnt für Archive zunehmend an Bedeutung. Einerseits kann hier die Sichtbarkeit archivischer Institutionen erhöhrt werden, andererseits spiegelt sie die Erwartungshaltung vieler Nutzender wider. In diesem Bereich besteht jedoch signifikanter Nachholbedarf. Eine Anaylse der im Archivportal NRW verfügbaren Digitaliste ergab, dass lediglich 1% davon aus kirchlichen Archiven stammt. Zum Vergleich sei angemerkt, dass kommunale Archive auf 5% und das Landesarchiv NRW auf stolze 93% bereitgestellter Digitalisate verweisen können.
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