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Man kommt ja fast nicht hinterher, so fleißig produziert der Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ seine Beiträge. Letzte Woche erst machten wir auf die sechste und siebte Folge aufmerksam. Nun sind drei neue hinzukommen!
In „Die Hochzeit, die im 16. Jahrhundert einen Krieg auslöste“ geht es um die kriegerischen Folgen eines aus Liebe getätigten Konfessionswechsel im 16. Jahrhundert.
„Tersteegens Blutbrief“ zeigt, welche Ausmaße die extreme Hingabe an Gott in einem pietistisch geführten Leben annehmen kann. Zudem wird ein Liebesbrief der etwas anderen Art vorgestellt.
Einen Schnelleinstieg in das Thema Diakonissengemeinschaften, Mutterhaus und weibliche Arbeitsfelder im 19. und 20. Jahrhundert gibt es mit der 10. Folge „Wie Diakonissengemeinschaften Frauen das Ausüben eines Berufes ermöglichten„.
Der Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ wartet mit zwei neuen Folgen auf! In der sechsten Folge „Paul Schneider (1897-1939) und der Schulstreik“ geht es um die Überlegungen und die Intention des Hunsrücker Pfarrers, mit einem Schulstreik ein Zeichen gegen die Politik des NS-Regimes zu setzen.
Der Nachlass von Paul Schneider, verwahrt im Archiv der EKiR, liegt größtenteils auch digitalsiert vor. Auf unserer Homepage steht er Interessierten zur Verfügung.
In der siebten Folge „Christsein in der NS-Zeit – Die Gründung der Bonner Evangelischen Studentengemeinde (ESG)“ wird ein Schlaglicht auf die Studierendenschaft der Bonner Universität geworfen. Hier wird der Frage nachgegangen, wie sich die Studierenden im Dritten Reich positionierten.
Alle Folgen des Podcast können gerne nochmal nachgehört werden. Den Link gibt es hier.
In Nordrhein-Westfalen genießen Schülerinnen und Schüler zur Zeit die Herbstferien. Sei es im Urlaub mit den Eltern, bei den Großeltern oder zu Hause mit Freunden. Hauptsache ist, man hat endlich etwas Freizeit und keine Hausaufgaben oder sonstig lästige Schulpflichten.
Für Mädchen der Julius-Stursberg-Schule galt das im Jahre 1942 nicht. Die Mädchen der 5. und 6. Klasse sollten zum Ernteeinsatz „eingezogen“ werden. So schrieb die Mädelführerin Pabst des Bannes Moers 237, einer regionalen Gliederungseinheit der Hitler-Jugend für den Bereich Moers, am 15. Mai 1942 dem Schulleiter mit der Bitte, ihr Schülerinnenlisten für den Ernteeinsatz im Herbst zu kommen zu lassen.
In Nordrhein-Westfalen beginnt das neue Schuljahr 2025/2026. Das Team des Archivs der EKiR wünscht allen Schülerinnen und Schülern einen tollen Start und allen Erstklässlerinnen und Erstklässlern zudem prall gepackte Schultüten!
Schulkind mit Tornister in der Gemeinde Quierschied; Fotograf: Hans Lachmann; Datum: ca. 1956; Ort: Saarbrücken ; Signatur: AEKR 8SL046 (Bildarchiv), BRD_1956_1180; Schachtel BRD 29(16/1362).
Letzter Schultag und Sommerferienbeginn in NRW! Ab heute werden Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen in die Ferien entlassen und folgen damit ihren Altersgenossen auf dem Gebiet der EKiR in Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Diese genießen nämlich bereits schon seit dem 7. Juli die Sommerferien.
Wohin es für alle Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und andere Urlaubsreisende in den Ferien auch hingehen mag, das Archiv der EKiR wünscht allen einen schönen Sommer und gute Erholung!
Ferien – Wasser. Familienfreizeit auf der Insel Borkum, Familie mit 5 Kindern in einem Strandkorb. Fotograf Hans Lachmann; Sg. AEKR 8SL 046 (Bildarchiv), 80069_047.
Ostern kann mit vielen Dingen in Verbindung gebracht werden. Ob man dabei an Osterhasen, bunte Eier, Eiersuchen, Schokolade, Hefegebäck, Schulferien, Ratschen oder Palmstöcke denkt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. An Ostern feiert man die Auferstehung Jesu Christi und somit seinen Sieg über den Tod. Für die Christenheit ist Ostern das wichtigste Fest im Kirchenjahr.
Für die einen mag Ostern nun damit die Zeit der Besinnung und Ruhe sein. Für andere hingegen ist Ostern die Zeit des Protests und der Demonstration, genauer gesagt die Zeit der Ostermärsche.
Ostermärsche haben ihren Ursprung in der Nachkriegszeit in Großbritannien. Die Campaign for Nuclear Disarment (CND) protestierte 1958 zum ersten Male gegen die atomare Aufrüstung. Von London aus marschierten Aktivisten nach Aldermaston (Aldermaston March), wo ein Kernforschungszentrum angesiedelt war. Der Protestzug fiel dabei mit dem Osterfest zusammen, was keineswegs ein Zufall war. Man entschied sich viel mehr bewusst für den kirchlichen Feiertag, um die symbolische Bedeutung von Ostern, als Fest der Auferstehung, des Friedens und der Hoffnung, verstärkt in die Welt hinauszutragen.
Die Protestbewegung stieß international auf breite Resonanz. Bereits an Karfreitag 1960 fand auch in Deutschland der erste Ostermarsch statt. Die Ostermärsche entwickelten sich schnell zu einer Massenbewegung, die von vielen verschiedenen Friedensinitiativen und politischen Gruppen getragen wurde. Protestiert wurde gegen Atom- und Massenvernichtungswaffen, generell gegen Aufrüstung und Krieg (Vietnamkrieg) und für Frieden, Völkerverständigung, Menschenrechte und Umweltschutz.
Reformierte Kirchengemeinde, Entstehung, Verfasung, Bekenntnisstand, enthält: Kirchenbau betreffend in der Eselsgasse zu vgl. die Konsistorialrechenbücher 1588 ff. Schreiben zwischen Pfalzgraf Johann Casimir und der Stadt Aachen, 29. Februar 1588, 3. März 1588, mit Baurechnungen; Bestand: AEKR 4KG 004 (Kirchengemeinde Aachen), Nr. 48 Teil 1
Ergänzend sind nun Akten (Az. 0) zugänglich, die die reformierte Kirchengemeinde, ihre Entstehung, Verfassung und ihren Bekenntnisstand zum Inhalt haben, Nr. 47 und 48. Sie umreißen den Zeitraum Mitte des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts und werfen ein Schlaglicht auf das Leben der Reformierten in Aachen in der Frühen Neuzeit.
Daneben finden sich unter den Nummern 49, 50 und 51 die ersten Teile der Korrespondenzserie von Pfarrer Wenningius, die ihn in seiner Rolle als Beobachter und Vertreter bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück und Münster, die schließlich zum Westfälischen Frieden führten, dokumentieren.
Georg Ulrich Wenning (1615-1696) nimmt eine bedeutende Stellung in der Geschichte der reformierten Gemeinde Aachens ein. Über die Kindheit des aus Eschenbach in der Oberpfalz stammenden Wenning ist nichts bekannt. In Quellen tritt er als Student erstmals in Erscheinung. So kann zumindest nachverfolgt werden, dass er in Wittenberg, Zerbst und Bremen Theologie studiert hat, wobei er v.a. in Bremen theologisch besonders geprägt wurde. 1642 kam Wenning an die Leidener Universität und ab 1645 trat er vertretend als Prediger in Amsterdam auf.
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