Über Ilona Schröder

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„Warum?“ – Terroranschläge am 11. September 2001

Es ist ein trauriges Jubiläum, das sich an diesem Tag zum 20. Mal jährt. Vor genau 20 Jahren entführten am 11. September 2001 Mitglieder der terroristischen Gruppierung al-Qaida vier Passagierflugzeuge, um diese auf zivile und militärische Ziele in den USA zu lenken. Um 8:45 Uhr Ortszeit raste ein Flugzeug in den nördlichen Turm des World Trade Centers in New York, um 9:05 Uhr in den Südturm. Ein drittes Flugzeug stürzte um 9:39 Uhr über dem Pentagon in Arlington im Bundesstaat Virginia und um 10:29 Uhr auch das vierte in der Nähe der Stadt Pittsburgh ab. Es ist wohl dem mutigen Einsatz der Passagiere zu verdanken, dass die vierte Maschine ihr Ziel, das Weiße Haus in Washington, nicht erreichte.

Diese Terroranschläge forderten über 3.000 Tote, doppelt so viele wurden verletzt. Auf der ganzen Welt standen Menschen unter Schock. Die Vereinigten Staaten von Amerika antworteten ihrerseits mit dem „war on terror“, dem Kampf gegen den Terrorismus. Die Folge waren die Kriegseinsätze in Afghanistan 2001 und Irak 2003.

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Das FFFZ im Rückblick – eine kleine Chronik

In meinem Beitrag vom 20. Mai berichtete ich bereits, dass unsere Kollegen vor einiger Zeit im ehemaligen FFFZ vor Ort gewesen sind, um noch dort befindliche Akten und Ordner einzusammeln und zu sichern, bevor das Gebäude abgerissen wird. Ein Blick in den Bestand brachte den interessanten Fund einer kleinen Chronik hervor, die sich dem Schaffen und Wirken des ersten Jahrzehnts des Film Funk Fernseh Zentrums, also der Jahre 1993 bis 2003, widmet.

Aufnahme des Eingangs des FFFZ-Gebäudes. Fotograf: Hans Lachmann Ort: Düsseldorf

Ende der 1980er Jahre zeichnete sich deutlich ab, dass das Medienzentrum den Räumlichkeiten des Hauses der Diakonie entwuchs. Wollte man mit den fortschreitenden Entwicklungen in der Medienwelt hinsichtlich Technik, Anforderungen und Möglichkeiten mithalten, so galt es aufzurüsten. Die Notwendigkeit eines Neubaus war gesetzt. Mit dieser Zukunftsperspektive keimte in der Kirchleitung der EKiR auch die Idee des Baus eines zusätzlichen Gästehauses „als Ort der Begegnung und des Dialogs“ bzw. eines „modernen Forums für die Begegnung von Welt und Evangelium“ auf. Nach langen Diskussionen und Ringen um den Standort, die Kosten, die Finanzierung, das Gästehaus und (so die Anekdote) um ein Schwimmbad, legte die Kirchenleitung der Landessynode 1990 schließlich die Vorlage für die Errichtung eines integrierten Medien-und Kommunikationszentrums vor.

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Wenn Archivare ausrücken… Das Ende des FFFZ in Stockum

Wenn Archivare ausrücken, können mehrere Gründe vorliegen. Anlass für eine Aktivität außerhalb des Büros kann eine Fortbildung, eine Tagung, ein Beratungsgespräch vor Ort im Sinne der Archivpflege oder das Einsammeln von potentiellem Archivgut sein.
So geschehen vor einigen Wochen. Drei Kollegen des Archivs der Ev. Kirche im Rheinland begaben sich zum ehemaligen Film Funk Fernseh Zentrum (FFFZ) in der Kaiserswerther Straße 450 in Stockum. Die Mission: alle verbliebenen Ordner, sprich das oben bereits erwähnte potentielle Archivgut, in Umzugskartons zu verpacken. Diese wurden dann ins Zwischenarchiv nach Moers gebracht, wo sie nun auf ihre spätere Bearbeitung warten. In solchen Momenten tritt übrigens der (nicht zu unterschätzende) physische Aspekt archivarischer Tätigkeit zu Tage und Muskelkraft ist gefragt!

Verräumen der letzten Aktenordner im FFFZ – AEKR
Verräumen der letzten Aktenordner im FFFZ – AEKR

Hintergrund dieser Umbettungsaktion ist der bevorstehende Abriss des ehemaligen FFFZ Gebäudes, welches 1993 eingeweiht wurde. Nach fast ca. 30 Jahren schließt sich damit das Kapitel des FFFZ am Standort in der Kaiserswertherstraße. Dabei war es gerade die Standortfrage, die vor drei Jahrzehnten für hitzige Diskussionen sorgte. 1990 wurde auf der Landessynode der Beschluss gefasst, ein neues kirchliches Medienzentrum zu errichten. Denn die Räumlichkeiten des Hauses der Diakonie in der Lenaustraße 41, in welchem das Medienzentrum seit 1967 untergebracht war, erfüllten nicht mehr die Kriterien an eine moderne und zeitgemäße kirchliche Medienarbeit. Raumnot und eine unzulängliche räumliche sowie technische Ausstattung erforderten einen dringend benötigten Neubau.

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Der 15. Mai ist Internationaler Tag der Familie

Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.“
Adolph Kolping, Priester und Begründer des Kolpingwerks

Reproduktion der Fotografien einer deutschen großbürgerlichen Familie – Fotograf: Hans Lachmann, Datum: ca. 1920er? Filmnummer: 26A/25777

Seit 1993 gilt der 15. Mai den Vereinten Nationen offiziell als Internationaler Tag der Familie. Dieser Gedenktag wurde ins Leben gerufen, um weltweit auf das Thema Familie und all seiner Implikationen aufmerksam zu machen. Politische Entscheidungsträger, Wirtschaftsvertreter Repräsentanten von NGOs, die breite Öffentlichkeit im Allgemeinen – sie alle sollten für familiäre Belange, Bedürfnisse und Probleme sensibilisiert werden. Denn es sind ihre Handlungen, Beschlüsse, Agenden, Einstellungen oder auch nur Ideen, die eine eminente Beinflussung auf das Leben von Familien ausüben.

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150 Jahre Reichsgründung oder „…siehe was der Herr an uns gethan…“

Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) – AEKR 8SL 046, D. Julius Disselhoff, Kaiserbüchlein oder Kaiser Wilhelms Lehr- und Meisterjahre, 4. Aufl., Kaiserswerth ca. 1890.

Heute vor genau 150 Jahren wurde 1871 im Spiegelsaal von Versailles – dem Herzen Frankreichs – das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. Der preußische König Wilhelm I. wurde zum deutschen Kaiser proklamiert und die Deutsche Einheit begründet.
Der 18. Januar avancierte damit zu einem geschichtsträchtigen Datum, welches besonders in der Historiographie des 19. und frühen 20. Jahrhunderts positiv konnotiert war. Damalige Historiker sahen „den 1871 gegründeten, von Preußen dominierten Nationalstaat als den natürlichen, unvermeidlichen und bestmöglichen Endpunkt der historischen Entwicklung Deutschlands seit der Reformation“ (Clark, Christopher: Preußen, 20083, S.10). Ähnlich dachte und fühlte wohl die deutsche Bevölkerung. Ganz euphorisch von raschen Feldsiegen und Staatswerdung störte es sie nicht, dass die Geburt des Nationalstaates „von oben“ inszeniert wurde oder dass in Versailles gewählte Volksvertreter fehlten.

Einblicke in die Stimmungslage im Rheinland, namentlich seitens kirchlicher Vertreter, gewähren die Protokolle der Kreissynoden des Jahres 1871, die im Rahmen der Dankgottesdienste am 18. Juni 1871 gehaltenen Predigten oder Feldpredigten aus dem deutsch-französischen Feldzug.

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12 neue Findbücher online!

Auf der Website des Archivs der Ev. Kirche im Rheinland kann von nun an in 12 weiteren Findbüchern recherchiert werden.

Unter ‚Landeskirchliche Ämter und Einrichtungen‘ sind folgende Bestände zu finden:

2LR 002 Pfarrerdienst beim Evangelischen Konsistorium der Rheinprovinz, Konsistorialrat Helmut Rößler,
2LR 013M Evangelische Landvolkshochschule Altenkirchen,
2LR 036B Evangelische Studentengemeinde Bonn,
2LR 037B Evangelische Studentengemeinde Köln,
2LR 045 Kirchliche Hochschule Wuppertal (KiHo).

Zur Bestandsgruppe ‚Selbständige Werke und Einrichtung“ kamen hinzu:

5WV 005 Bergische Bibelgesellschaft,
5WV 014M Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Im Bereich der ‚Handakten‘ sind nun auch die des ehemaligen Präses Peter Beier einsehbar:

6HA 030 Präses D. Dr. phil. h.c. Peter Beier.

Eine Erweiterung erfuhr auch die Bestandsgruppe der ‚Nachlässe‘:

7NL 038 Pfarrer Wolfgang Scherffig,
7NL 094 Pfarrer Dr. Hermann Korth,
7NL 098 Superintendent Hermann Becker.

Innerhalb der ‚Sammlungen‘ ist die der Handschriften recherchierbar.

8SL 048 Handschriften.

Transkribus jetzt zahlungspflichtig!

In unserem Blog haben wir ja schon mehrmals über Transkribus berichtet. Eine Plattform, die Aspekte der Texterkennung, Layout-Analyse und Transkription von historischen Texten und Dokumenten vereint. Bisher war das Programm für Interessierte und Benutzer kostenfrei, da Transkribus durch das EU-Förderprogramm Horizon2020 (dt: Horizont2020) subventioniert wurde. Dieses ist nun ausgelaufen. Um die Plattform weiterhin anbieten und weiterentwickeln zu können, steigt Transkribus nun auf ein bezahlungspflichtiges Modell um.

Der Transkribus-User muss fortan sogenannte „credit packages“ erwerben, mit denen die „Dienstleistung Transkription“ bezahlt wird. Eine Übersicht über die Transkribus Credits sowie weitere Informationen finden sie hier.

Ein Trostpflaster gibt es für Studierende, Promovierende und Lehrkräfte. Diese sollen unter Umständen „free credit packages“ bekommen bzw. zu vergünstigteren Preisen. Unter „Are you a student?“ bzw. „Are you a teacher?“ kann man sich auf der Homepage für die vergünstigte Transkribus-Version unter Angabe eigener Projekte bewerben.