Über Ilona Schröder

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Karneval- und Fastnachtsbräuche: Britzen, Vuujagen, Heringschlaare und Scheibenschlagen

Karnevalssitzung im Rheinland, Fotograf: Hans Lachmann, Datum: ca. 1979, Signatur: AEKR 8SL 046 (Bildarchiv), BRD_1979_2034. CC BY-SA 4.0/Hans Lachmann

Das närrische Treiben ist in vollem Gange und die fünfte Jahreszeit steuert mit Rosenmontag auf seinen Höhepunkt zu. Wie es sich gehört, werden Karnevalssitzungen abgehalten und Büttenreden geschwungen. Man kostümiert sich farbenfroh, man singt, man schunkelt und wappnet sich bei Wind und Wetter für die zahlreichen Straßenumzüge – so ist es nun mal Brauch. Doch auch Bräuche unterliegen dem Wandel. Während sich einige tatsächlich bis in unsere Gegenwart gehalten haben, sind andere hingegen bereits in Vergessenheit geraten.

Das Wort „Karneval“ ist dem italienischen „carnevale“ entlehnt und bedeutet so viel wie „Fleischwegnahme“. Damit war ursprünglich der letzte Tag vor der Fastenzeit umrissen, die mit Aschermittwoch beginnt und mit dem Karsamstag endet. Seit dem 13. Jahrhundert beschränken sich die Feierlichkeiten jedoch längst nicht mehr auf diesen einen Tag, an dem die normale gesellschaftliche Ordnung tüchtig auf den Kopf gestellt wird – oft zum Unmut des klerikalen Standes. Das bunte Treiben beginnt an Altweiberdonnerstag und zieht sich bis zum Veilchendienstag hin. Seit dem 19. Jahrhundert wird die fünfte Jahreszeit zudem bereits am 11. November eingeläutet. In Düsseldorf wird dies beispielsweise an der Symbolfigur des Hoppeditz verdeutlicht, der am 11.11. um 11:11 Uhr erwacht und den Startschuss für die närrische Saison in der Landeshauptstadt gibt.

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Duisburg in den 1920er Jahren – in Ton und Farbe!

Gelegentlich erweist sich der YouTube-Algorithmus doch als ganz praktisch und kann einem auch Interessantes vorschlagen. Zum Beispiel die Seite des Filmschatzarchivs. Dieser Kanal stellt eine wahre Fundgrube alter Filmschätze dar und Liebhaber historischer Bewegtbilder kommen hier bestimmt auf ihre Kosten. Der Kanal selber konzentriert sich auf Aufnahmen des 20. Jahrhunderts aus dem Rheinland, der Städte und Regionen Deutschlands oder der Hauptstädte Europas. Die alten Filmaufnahmen werden eigenen Angaben nach digital restauriert, koloriert und auf YouTube geteilt.

Wer sich also schon immer fragte, wie es z.B. in Duisburg vor 100 Jahren aussah, kann sich nun tatsächlich einen Eindruck verschaffen. Geführt wird der Zuschauer u.a. zu der Ruhrmündung, dem Binnenhafen, der Schwanentor-Brücke, dem Burgplatz, dem Altstadtviertel und den Werften. Viel Spaß dabei!

Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ – 3 neue Folgen

Man kommt ja fast nicht hinterher, so fleißig produziert der Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ seine Beiträge. Letzte Woche erst machten wir auf die sechste und siebte Folge aufmerksam. Nun sind drei neue hinzukommen!

In „Die Hochzeit, die im 16. Jahrhundert einen Krieg auslöste“ geht es um die kriegerischen Folgen eines aus Liebe getätigten Konfessionswechsel im 16. Jahrhundert.

Tersteegens Blutbrief“ zeigt, welche Ausmaße die extreme Hingabe an Gott in einem pietistisch geführten Leben annehmen kann. Zudem wird ein Liebesbrief der etwas anderen Art vorgestellt.

Einen Schnelleinstieg in das Thema Diakonissengemeinschaften, Mutterhaus und weibliche Arbeitsfelder im 19. und 20. Jahrhundert gibt es mit der 10. Folge „Wie Diakonissengemeinschaften Frauen das Ausüben eines Berufes ermöglichten„.

Viel Spaß beim Reinhören!

Neue Folgen des Podcasts „Rheinische Kirchengeschichte(n)“

Der Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ wartet mit zwei neuen Folgen auf! In der sechsten Folge „Paul Schneider (1897-1939) und der Schulstreik“ geht es um die Überlegungen und die Intention des Hunsrücker Pfarrers, mit einem Schulstreik ein Zeichen gegen die Politik des NS-Regimes zu setzen.

Der Nachlass von Paul Schneider, verwahrt im Archiv der EKiR, liegt größtenteils auch digitalsiert vor. Auf unserer Homepage steht er Interessierten zur Verfügung.

In der siebten Folge „Christsein in der NS-Zeit – Die Gründung der Bonner Evangelischen Studentengemeinde (ESG)“ wird ein Schlaglicht auf die Studierendenschaft der Bonner Universität geworfen. Hier wird der Frage nachgegangen, wie sich die Studierenden im Dritten Reich positionierten.

Alle Folgen des Podcast können gerne nochmal nachgehört werden. Den Link gibt es hier.

Ernteeinsatz statt Schulferien 1942

In Nordrhein-Westfalen genießen Schülerinnen und Schüler zur Zeit die Herbstferien. Sei es im Urlaub mit den Eltern, bei den Großeltern oder zu Hause mit Freunden. Hauptsache ist, man hat endlich etwas Freizeit und keine Hausaufgaben oder sonstig lästige Schulpflichten.

Für Mädchen der Julius-Stursberg-Schule galt das im Jahre 1942 nicht. Die Mädchen der 5. und 6. Klasse sollten zum Ernteeinsatz „eingezogen“ werden. So schrieb die Mädelführerin Pabst des Bannes Moers 237, einer regionalen Gliederungseinheit der Hitler-Jugend für den Bereich Moers, am 15. Mai 1942 dem Schulleiter mit der Bitte, ihr Schülerinnenlisten für den Ernteeinsatz im Herbst zu kommen zu lassen.

AEKR 2LR 020 – Nr. E20b
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Das neue Schuljahr startet!

In Nordrhein-Westfalen beginnt das neue Schuljahr 2025/2026. Das Team des Archivs der EKiR wünscht allen Schülerinnen und Schülern einen tollen Start und allen Erstklässlerinnen und Erstklässlern zudem prall gepackte Schultüten!

Wer in alten Bildern zum Thema Schule, Schulstart, Unterricht o.Ä. stöbern möchte, kann das in unserem Medienpool oder in unserer Slide-Show „Schulbeginn in NRW – eine Zeitreise in Bildern“ tun.

Schulkind mit Tornister in der Gemeinde Quierschied; Fotograf: Hans Lachmann; Datum: ca. 1956; Ort: Saarbrücken ; Signatur: AEKR 8SL046 (Bildarchiv), BRD_1956_1180; Schachtel BRD 29(16/1362).

Einen schönen Ferienstart!

Letzter Schultag und Sommerferienbeginn in NRW! Ab heute werden Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen in die Ferien entlassen und folgen damit ihren Altersgenossen auf dem Gebiet der EKiR in Hessen, dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Diese genießen nämlich bereits schon seit dem 7. Juli die Sommerferien.

Wohin es für alle Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und andere Urlaubsreisende in den Ferien auch hingehen mag, das Archiv der EKiR wünscht allen einen schönen Sommer und gute Erholung!

Ferien – Wasser. Familienfreizeit auf der Insel Borkum, Familie mit 5 Kindern in einem Strandkorb. Fotograf Hans Lachmann; Sg. AEKR 8SL 046 (Bildarchiv), 80069_047.