Digitales Gemeindebrief-Archiv

Digitalisierte Gemeindebriefausgaben als PDF. Abrufbar auf der homepage der Lutherkirchengemeinde, Düsseldorf.

In einem beispielgebendem Projekt der Evangelischen Lutherkirchengemeinde Düsseldorf ist ein digitales Gemeindebrief-Archiv entstanden welches nahezu den gesamten Bestand der gedruckten Gemeindebriefausgaben der Lutherkirchengemeinde Düsseldorf enthält, beginnend mit der ersten Ausgabe im Jahr 1950, bis zur aktuellen Ausgabe.

Unter der technischen Leitung von Herrn Andreas Weiner(ehrenamtlich) wurden die Gemeindebriefe digitalisiert und bearbeitet und letztlich auf der website der Lutherkirchengemeinde für die Öffentlichkeit abrufbar gemacht.

Der Gemeindebrief in gedruckter Form stellt auch im Jahr 2020 das Mittel der Wahl in der Breitenkommunikation der Kirchengemeinden mit Ihren Mitgliedern im Bereich der Evangelischen Kirche im Rheinland dar. Der Trend und die Nutzung von smartphone, tablet & Co. lassen vermuten, dass die Tage der gedruckten „analogen“ Gemeindebriefe gezählt sind. Dementgegen steht allerdings das individuelle Nutzer/Leserverhalten. So manches Gemeindemitglied hat die neuesten Informationen aus der Kirchengemeinde lieber in gedruckter Form vorliegen und blättert gern darin. Andere „wischen“ lieber auf ihrem smartphone, tablet od. reader von Seite zu Seite…

Die Elektronischen Gemeindebriefausgaben als PDF sind häufig begleitend zur aktuellen Gemeindebriefausgabe auf den websites vieler Kirchengemeinden abrufbar. Ein derart umfassender digitaler Bestand wie im Fall der Lutherkirchengemeinde findet sich leider noch selten. Hoffen wir, dass es mehr werden.

Archiv der EKiR beteiligt sich am Projekt Time Machine

Das Big-Data-Projekt Time Machine will nichts weniger als ein „Google der Vergangenheit“ schaffen. Mittels KI sollen riesige Mengen digitalisierter historischer Quellen, aber auch etwa 3D-Aufnahmen von Bauwerken so verlinkt werden, dass virtuelle Spaziergänge durch die europäische Geschichte möglich sind. Eine fünfteilige Dokumentation auf ARTE zeigt anschaulich einige Anwendungsbeispiele.

Dies klingt -zumal für nüchterne Archivare- erst einmal arg visionär. Es birgt aber erhebliches Potential, zumal viele renommierte Forschungseinrichtungen beteiligt sind. Immerhin hatte es das Projekt in die Finalrunde des EU-Flaggschiff-Programms geschafft. Nach dessen Abschaffung wird sich 2020 entscheiden, ob und in welchem Volumen Time Machine künftig gefördert wird.

Unser Archiv ist schon seit einigen Jahren Mitglied des Netzwerkes Icarus. In dessen Portal Matricula werden auch rheinische Militärkirchenbücher unserer Archivstelle Boppard eingestellt. Icarus ist bei Time Machine engagiert. Wir haben uns aufgrund der guten Erfahrungen daher entschieden, auch hier reguläres Mitglied zu werden. Dies ist zur Zeit mehr als bescheidene Geste der Unterstützung zu verstehen, kann aber je nach Projektfortschritt auch praktische Bedeutung gewinnen.

Am 10./11. Oktober 2019 findet in Dresden die erste Time Machine Conference statt.