Über Annika Hansen

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Leichte Sprache – auch in Archiven wichtig

Barrierefreiheit und das Thema „Leichte Sprache“ werden in unserer Gesellschaft zunehmend wichtiger. Es geht darum, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Informationen und Wissen zu ermöglichen. Dies gilt daher ganz speziell für alle Institutionen, Kultureinrichtungen und eben auch für Archive.

Doch was bedeutet „Leichte Sprache“?

Leichte Sprache ist eine speziell geregelte sprachliche Ausdrucksweise des Deutschen, die auf sehr leichte und vereinfachte Verständlichkeit abzielt. Sie hat das Ziel, dass Texte in Leichter Sprache von jeder Person gelesen und verstanden werden können. Sie ist daher nicht mit Alltags- bzw. Umgangssprache zu verwechseln. Sie ist essentiell für die Barrierefreiheit, denn sie zielt speziell auf Menschen mit kognitiven Handicaps (Krankheit, Deutsch Lernende, Sehbehinderung, Lernbehinderung, Analphabetismus oder mangelndes Wissen über Textsorten) ab. Sie soll vor allem dazu benutzt werden, um eben Alltags- oder Fachsprache zu ergänzen. Sie sollte niemals ein Ersatz für Fachsprache sein, sondern lediglich ein ergänzendes Informationsangebot darstellen. Für den Gebrauch ist es zudem wichtig, leichte Wörter zu verwenden die aus wenigen Bausteinen bestehen. Sie sollten möglichst präzise sein, keine Metaphern sein und am besten keine Nebenbedeutung haben. Fremdwörter sollten vermieden werden. Ist dies nicht immer möglich, daher müssen Sie im Folgenden erklärt werden. Weiterhin können Zahlen und Satzzeichen problematisch sein.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass leichte Sprache unerlässlich im Zusammenhang mit Barrierefreiheit ist. Dies gilt sowohl online auf Hompages, aber auch analog bei Flyern oder Informationsmaterial. Viele große Archive wie z.B das Bundesarchiv verwenden auf ihren Internetseiten bereits leichte Sprache. Ziel sollte es sein, dass eben auch alle kleineren Archive im Bereich der Barrierefreiheit nachjustieren.

Als Beispiel für „Leichte Sprache“ ein Auszug von der Hompage der Evangelischen Kirche im Rheinland:

https://www.ekir.de/www/service/in-leichter-sprache-der-neue-vorlese-knopf-16787.php?desktop=1

Auch für Archive zunehmend wichtig: Normdaten und die GND

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsame_Normdatei (13.06.2021)

Normdaten kennt man bereits als wichtige Bestandteile in der bibliothekarischen Arbeit. Aber auch in Archiven werden diese zunehmend wichtiger. Die Normierung von Personennamen, Ortsnamen oder aber auch Sachbegriffen vereinfacht eine eindeutige Identifikation dieser und erleichtert zudem auch die Recherche.

Aber was genau sind eigentlich Normdaten und was ist die GND?

Eine Normdatei ist im Grunde ein festgelegtes Schlagwort, dass dazu dient, eine Person, ein Ort oder einen Sachbegriff genauer zu beschreiben. Es stammt aus dem Bereich der Dokumentation und wird nach bestimmten Regeln festgelegt. Es dient dazu eine Eindeutigkeit festzulegen. Im Zusammenhang damit ist die GND (die Gemeinsame Normdatei, die von der Deutschen Nationalbibliothek gepflegt wird) von großer Bedeutung. Sie dient als eine Sammlung von einzelnen Normdaten.

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Relaunch des Archivportals NRW

Seit Montag, dem 5.10.2020 ist das Archivportal „archive.nrw.de“ (https://www.archive.nrw.de/) im WorldWideWeb freigeschaltet und nach längerem Pausieren wieder frei nutzbar. Das Projekt hat nach dem Relaunch einige Neuerungen zum Ziel für die rund 480 teilnehmenden Archive in NRW. Es bietet 6500 Findmittel zu Beständen, über 3 Millionen recherchierbare Archivalien und mehr als 180.000 Digitalisate von Archivalien.

Das Landesarchiv NRW betreibt das Projekt archive.nrw. seit 1998 zusammen mit der Homepage des Landesarchivs NRW. Beides wurde nun erneuert und ist für die Nutzer um einiges leichter zu handhaben. Weitere Neuerungen erstrecken sich darüber hinaus über weitere Bestandteile des Portals wie beispielsweise der technischen Konzeption, der IT-Sicherheitsanforderung, der Systemarchitektur, der Beständedatenbank samt digitalisiertem Archivgut und das Recherchetool. Auch gab es Veränderungen was das Design des Portals betrifft.

Das Portal fasst die einheitlich gestalteten Seiten fast aller Archive in NRW zusammen und bietet seinen Nutzern daher einen Zugang zu den unterschiedlichsten Archivformen (Stadt-, Kreis-, Kirchen-, Partei-, Wirtschaftsarchive). Ein neues Tool im Archivportal ist dabei die Funktion, nach der Registrierung einen „Merkliste“ anzulegen und den „Warenkorb“ zu nutzen, um dann Archivalien in den Lesesaal des jeweiligen Archivs zu bestellen. Das schöne daran ist, dass der gesamte Service dabei komplett kostenlos nutzbar ist, so auch für alle teilnehmenden Archive.

Auch das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland beteiligt sich seit Jahren an dem Portal. Nach einigen Startschwierigkeiten seit dem Relaunch im letzten Jahr haben wir es nun geschafft, unsere Bestandsübersicht und unsere Findbücher zu aktualisieren. Daher kann ab jetzt wieder fleißig recherchiert werden.

https://www.archive.nrw.de/d-evang-kirche-im-rheinland

Von der Heiterkeit der Christen – Ein Beitrag zum Rosenmontag

Karneval in Düsseldorf „Drei tolle Tage“ aus Der Weg, Nr. 9/1960, S. 1
Presseverband 4287 

Fast wäre es in diesem Jahr einfach an uns vorbei gegangen: Karneval ! Am heutigen Rosenmontag wäre die Düsseldorfer Innenstadt eigentlich überfüllt von Menschen anlässlich des Rosenmontagszuges. Dieses Jahr kaum denkbar. Daher hier ein kleiner Ausschnitt aus der Zeitschrift „Der Weg“ aus dem Jahre 1960, der ganz gut zur aktuellen Corona-Situation passt, aber auch Hoffnung verspricht. Auf das wir vielleicht im kommenden Jahr wieder Karneval zelebrieren können:

„Fröhlich warten heißt, den Abstand zwischen Jetzt und Dann nicht übersehen, das Vorläufige nicht mit dem Endgültigen verwechseln, heißt: irgendwo auch heiter nein sagen zu können. Um der geforderten Ganzheit des Ja willen. Heiterkeit und Distanz schließen einander nicht aus, denn Heiterkeit hängt mit Klarheit zusammen, nicht nur im Wetterbericht.— Fröhlich Warten heißt auch; die Geduld nicht verlieren, nach dem Gott so viel Geduld an uns wendet. Geduld in Bezug auf die Zeit des Wartens, Geduld in Bezug auf unser Sein mit anderen. Wahrer Humor ist der Liebe verwandt und von guter, herzlicher Art. Die Heiterkeit des Christen stellt Zeichen und Praxis mitmenschlicher Solidarität dar.“

AEKR 8SL046 (Bildsammlung)/Fotografen Hans Lachmann: Karneval in der Düsseldorfer Altstadt

Das Archiv der EKiR wünscht allen Karnevalisten einen schönen Rosenmontag.

Bis nächstes Jahr…

Wir schauen zurück auf ein turbulentes Jahr 2020. Die Corona Pandemie hat auch uns im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland schwer getroffen und unseren Arbeitsalltag massiv verändert. Dennoch haben wir es mit viel Engagement und Kreativität geschafft, neue Wege und Methoden zu finden, um den Arbeitsalltag weiterhin gestalten zu können. Wir konnten unser Bildarchiv in diesem Jahr weiter ausbauen, unser Social Media Angebot erweitern und auch unseren Blog weiterhin pflegen. Auch die Kommunikation zwischen den Mitarbeitern ging in diesen Zeiten dank der heutigen Technik nicht verloren und so war ein Zusammenarbeiten zu jeder Zeit gegeben.
Auch Mitarbeiterkonferenzen und die wöchentliche Teilnahme an der hausinternen Andacht waren Dank Videoschalten möglich. Gleiches gilt auch für Fortbildungen. So war es uns Kolleginnen möglich, immerhin virtuell an Schulungen und auch an einer Fortbildung des LVR-AFZ teilzunehmen. Dies funktionierte (bis auf den einen oder anderen technischen Fehler) weitestgehend sehr gut. Daher sind wir guter Dinge, dass sich im neuen Jahr daran anknüpfen lässt. Man wird sehen, wie lange uns die Pandemie noch begleiten wird.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen guten Start in das neue Jahr 2021. Bleiben Sie gesund!

Jahresrückblick 2020 (Bilder AEKR)

Heiße Sommertage: Probleme für das Klima im Archivmagazin

Bestandserhaltung im Archiv ist ein wichtiges und präsentes Thema. Um eine dauerhafte Aufbewahrung und Erhaltung von Archivgut zu gewährleisten sind die in den Magazinen herrschenden Temperatur- und Feuchtigkeitswerte von essentieller Bedeutung. Ein Raumklima, das nicht an die dort gelagerten Archivalien angepasst ist, beeinträchtigt die Haltbarkeit, schädigt diese und reduziert somit die Lebensdauer maßgeblich. Weiterhin kann eine zu hohe Luftfeuchtigkeit und eine zu hohe Raumtemperatur dazu führen, Schimmel zu erzeugen und den chemischen Abbauprozess von Papier deutlich zu beschleunigen. Daher ist die Schaffung eines geeigneten und konstanten Magazinklimas eine zentrale Aufgabe im Archiv.

Archivmagazin K29
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Fotodigitalisierung im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland

Unser Bildarchiv umfasst eine Vielzahl von Abbildungen, die zum Teil digitalisiert und mit Metadaten versehen sind und auf die Sie über Datenbanken und Kataloge zugreifen können. Dennoch ist der Großteil unserer Fotosammlung noch nicht digital abrufbar.

Die Corona-Krise hat uns aktuell dazu veranlasst den Prozess der Bilddigitalisierung im Homeoffice gleich mit mehreren Mitarbeitern voran zu treiben und Arbeitsprozesse zu überdenken und zu optimieren. Unsere Fotos befinden sich verteilt in drei Magazinräumen. Wir haben uns dazu entschieden, den Fotobestand im Keller 33 zunächst fortzusetzen. Hier befindet sich die Fotosammlung des Fotografen Hans Lachmann mit einer Unmenge an Bildmaterial, verpackt in Schachteln und alphabetisch nach Themen sortiert. Hinzu kommt, dass das Archiv die Verwertungsrechte an diesem Bestand besitzt und die Veröffentlichung der Bilder somit rechtlich gesehen unkompliziert ist.

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