Über Annika Hansen

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Stetige Erweiterung unseres digitalen Angebots – Archivportal unterstützt die Recherche

In den letzten Monaten haben wir wieder eine ganze Reihe neuer Findbücher im Archivportal NRW online gestellt. Damit wächst unser digitales Angebot stetig weiter – und das Recherchieren im Archiv wird immer einfacher und ergiebiger.

Gerade unser Online-Archiv bietet viele praktische Funktionen: Recherchen sind archivübergreifend möglich, man kann sich Trefferlisten individuell zusammenstellen oder gezielt in bestimmten Beständen suchen. Es lohnt sich also, regelmäßig reinzuschauen und so einen Besuch in unserem Archiv optimal vorzubereiten. Auch für uns Archivare stellt das Portal eine Arbeitserleichterung dar, wenn Nutzende im Vorfeld schon wissen, welche Bestände für sie von Interesse sind. Auch in Zukunft ist mit weiteren Optimierungen in der Handhabung und im Hinblick auf die Nutzerfreundlichkeit der Plattform zu rechnen.

Unterstützend hat das Landesarchiv NRW wirklich hilfreiche Erklärvideos bei YouTube eingestellt, die dem Nutzenden das Portal erklären und einem das Suchen nach Quellen vereinfachen.

YouTube Kanal des NRW Landesarchivs, abgerufen am 14.08.2025

Für die überregionale Suche empfehlen wir außerdem das Archivportal-D, das Recherchen in Archiven aus dem gesamten Bundesgebiet ermöglicht.

Wir freuen uns über alle, die unser digitales Angebot in Anspruch nehmen und stehen bei Fragen gerne zur Verfügung!

Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit im Fokus – Der 58. Rheinische Archivtag in Viersen

Der Rheinische Archivtag in der Festhalle Viersen

Der 58. Rheinische Archivtag fand am 26. und 27. Juni 2025 in Viersen statt. Die Veranstaltung stand unter dem Leitthema „Archive – nachhaltig und zukunftsfähig?“ und bot ein vielfältiges Programm zu aktuellen Herausforderungen im Archivwesen. Rund 200 Fachkolleg:innen aus dem Rheinland und darüber hinaus nahmen teil.

Das Team Archiv der EKiR ante portas.

Nach der offiziellen Eröffnung durch Vertreter:innen des LVR und des Kreises Viersen folgte eine Podiumsdiskussion zum Positionspapier „Eine freiheitliche Gesellschaft braucht starke Archive“.
Im Anschluss lag der Fokus auf baulichen Fragen. Besonders die Umnutzung der Kirche St. Paul zum Diözesanarchiv Aachen war ein gelungenes Praxisbeispiel für nachhaltige Archivarchitektur. Weitere Beiträge zeigten, wie sich durch Kooperationen neue Lösungen für Lagerung und Nutzung entwickeln lassen – ein Thema, das in vielen Häusern an Aktualität gewinnt.

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29. Archivwissenschaftliches Kolloquium der Archivschule Marburg

Aus dem Flyer der Archivschule Marburg, abgerufen am 23.05.2025

Künstliche Intelligenz – kaum ein Thema ist derzeit so präsent und gleichzeitig so umstritten. Auch in den Archiven ist das Schlagwort längst angekommen. Beim 29. Archivwissenschaftlichen Kolloquium der Archivschule Marburg wurde es zur zentralen Fragestellung: Wie verändert KI unsere Arbeit, unsere Werkzeuge und unsere Haltung als Archivarinnen und Archivare?

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Tag der Archive – Ein Jahr später: Planung für den Tag der Archive 2026 im Stadtarchiv Düsseldorf

Vor gut einem Jahr fand der letzte Tag der Archive statt, der zahlreichen Interessierten die faszinierende Welt der Archive und eine Vielzahl historischer Quellen näherbrachte. Diese Veranstaltung bot eine einmalige Gelegenheit, das wertvolle Kulturgut, das in den Archiven schlummert, zu entdecken und die spannende Arbeit der Archivare kennenzulernen.

Nun, ein Jahr später, trafen sich die teilnehmenden Archive erneut im Stadtarchiv Düsseldorf, um die Planungen für den Archivtag 2026 zu starten. Seit Jahren spielt dieser Tag eine zentrale Rolle dabei, das Bewusstsein für die Bedeutung von Archiven in unserer Gesellschaft zu schärfen, und wird auch 2026 wieder einen festen Platz im kulturellen Kalender einnehmen. Archive sind weit mehr als bloße Aufbewahrungsorte für Dokumente – sie sind das Gedächtnis der Gesellschaft. Sie bewahren Geschichte, Identität und kulturelles Erbe eines Landes. Der Archivtag soll das Verständnis fördern, wie essenziell die Arbeit der Archive ist. Besonders im Fokus steht dabei der regionale Bezug zu Düsseldorf. Ziel ist es, die Bedeutung der Archive als Orte der Erinnerung und Geschichte zu stärken und gleichzeitig der Öffentlichkeit ihre Relevanz im digitalen Zeitalter zu verdeutlichen.

Bei unserem Auftakttreffen wurden daher zunächst die wichtigsten Eckpunkte festgelegt, allen voran das Datum. Wie in den vergangenen Jahren wird es in Düsseldorf wieder eine „Woche der Archive“ geben, um allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, mehrere Archive und Veranstaltungen zu besuchen. Diese findet in der Woche ab dem 9. März 2026 statt. Merken Sie sich das Datum also gerne schon jetzt in Ihrem Kalender vor!

In den kommenden Monaten geht es dann in die inhaltliche Planung, um auch im nächsten Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Alle Informationen dazu finden Sie wie gewohnt auf dem Blog zum Tag der Archive.

Jahresrückblick 2024

Das Jahr 2024 neigt sich dem Ende zu und wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr voller Fortschritte, Veranstaltungen und neuer Digitalisierungsprojekte zurück. Unser Archiv hat in den letzten Monaten einiges zu bieten gehabt, sowohl in Bezug auf die Aufarbeitung historischer Bestände als auch auf die Vermittlung unseres Wissens und unserer Quellen an die Öffentlichkeit. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse und Entwicklungen:

1. Fertigstellung der Ortsakten: Ein kleiner Meilenstein für das Archiv

Ein besonders bedeutender Schritt war die Fertigstellung der Ortsakten, die seit 2022 in unsere Archivsoftware überführt und in 15157 laufende Nummern, verteilt auf 3520 Archivkartons, aufbereitet wurden. Nunmehr nach fast zwei Jahren intensiver Arbeit ist das vollständige Findbuch online einsehbar. Diese Akten beinhalten eine Fülle historischer Daten und Dokumente, die fortan digital zugänglich sind und eine wertvolle Quelle für Forschungen und die Archivarbeit darstellen.

2. Tag der Archive: Eine gelungene Veranstaltung

Am 7. März 2024 fand unsere Veranstaltung zum „Tag der Archive“ statt, in Zusammenarbeit mit der Düsseldorfer Neanderkirche auf der Bolkerstraße. Unter dem diesjährigen Motto „Essen und Trinken“ konnten Besucherinnen und Besucher an drei Stationen ausgewählte Quellen zur Geschichte der evangelischen Gemeinden in Düsseldorf entdecken. Besonders spannend war die Präsentation historischer Koch- und Backrezepte aus dem 18. Jahrhundert. Dabei wurde ein traditionellen Kuchenrezepts nachgebacken, das bei den Gästen für Begeisterung sorgte. Begleitend dazu stellten wir Reproduktionen und Transkriptionen der Originalquellen zur Verfügung, die mit nach Hause genommen werden konnten.
Diese Veranstaltung war für das Archiv besonders bedeutend, da sie ursprünglich für 2020 geplant war, aber aufgrund der Coronapandemie damals nicht stattfinden konnte. Umso mehr freuten wir uns, sie nun nachholen zu können. Ein herzliches Dankeschön geht an Pfarrerin Antje Brunotte und ihr Team, die uns bei der Durchführung der Veranstaltung tatkräftig unterstützt haben.

3. Digitaler Einblick ins Archiv

Als Ergänzung zum Tag der Archive haben wir unseren Interessierten einen digitalen Einblick in unser Archiv ermöglicht. Auf YouTube ist seither ein Video verfügbar, das einen Blick hinter die Kulissen unseres Archivs gewährt. Es bietet spannende Einblicke in die Arbeit und die umfangreichen Bestände, die wir pflegen und bewahren.

4. Neue Digitalisate: Ein wertvoller Bestand wird zugänglich

Auch im Bereich der Digitalisierungen haben wir Fortschritte gemacht. Ein besonders wichtiger Neuzugang war das „Kriegstagebuch aus Boppard“ der Stiftung Bethesda – St. Martin, das nun als Digitalisat zur Verfügung steht. Dieses Dokument bietet einzigartige Einblicke in eine bewegte Zeit und ist nun für die Forschung und für Interessierte zugänglich.

5. Besuch aus dem Rundfunkreferat NRW

Im Mai hatten wir besonderen Besuch aus dem Rundfunkreferat NRW. Vier Mitarbeitende des Referats erhielten im Rahmen eines Beratungstermins mit unserem Archiv die Möglichkeit, sich die Archivbestände zur Rundfunkarbeit anzusehen. Neben der fachgerechten Lagerung der Altbestände konnten sie sich auch über die Vielfalt der weiteren Quellen im Archiv informieren. Wir haben uns sehr über das Interesse und die Wertschätzung unserer Arbeit gefreut und freuen uns auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen.

6. Seminar zur Notfallvorsorge

Im Herbst nahm unser Archiv an einem Seminar mit Workshop zur Notfallvorsorge in Archiven, Bibliotheken und Museen teil, das in Brauweiler stattfand. Der Workshop bot wertvolle Einblicke und praktische Übungen zum Umgang mit Krisensituationen und zur Sicherstellung der langfristigen Erhaltung von Archivbeständen.


7. Transkription des Anstaltstagebuchs von Schwester Amalie Göschen

Ein weiteres Highlight des Jahres war die Transkription des Anstaltstagebuchs von Schwester Amalie Göschen, das nun online abrufbar ist. Dieses wichtige Dokument gibt einen einzigartigen Einblick in die Arbeit der Schwester und ist nun in digitalisierter Form für alle Interessierten zugänglich.

8. Neues Bildarchiv: Eine visuelle Schatzkammer

In diesem Jahr haben wir unser Bildarchiv komplett überarbeitet und online zugänglich gemacht. Diese Sammlung umfasst eine Vielzahl historischer Fotografien, die nun in digitaler Form für die Öffentlichkeit zugänglich sind und spannende Einblicke in die Geschichte unserer Region gewähren.

9. Erster Teil der Kirchenkampfakten von Joachim Beckmann als Digitalisat

Zum Abschluss des Jahres haben wir den ersten Teil der Kirchenkampfakten von Joachim Beckmann als Digitalisat online gestellt. Diese Quellen sind von unschätzbarem Wert für die Forschung und dokumentieren die schwierige Zeit des Kirchenkampfes im 20. Jahrhundert.

Fazit

Das Jahr 2024 war für uns ein Jahr voller Herausforderungen, aber auch großer Erfolge. Wir konnten zahlreiche Projekte abschließen, wichtige Bestände digitalisieren und interessante Veranstaltungen durchführen. Der stetige Ausbau unserer digitalen Angebote ermöglicht es uns, unseren Fundus für die Zukunft zu bewahren und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Wir freuen uns auf die kommenden Aufgaben und darauf, auch im nächsten Jahr unser Archiv weiter zu entwickeln.

Bleiben Sie gespannt auf die weiteren Entwicklungen in unserem Archiv und besuchen Sie regelmäßig unsere Homepage für aktuelle Neuigkeiten und neue Digitalisate!

Digitalisate der Kirchengemeinden Kleve, Krefeld und Moers online

Im Rahmen eines Digitalisierungsprojekts hat das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland wichtige Quellen aus den Beständen der rheinischen Kirchengemeinden Kleve (4KG013), Moers (4KG007) und Krefeld (4KG008) einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Projekt, welches in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) realisiert wurde, hatte das Ziel, historische Dokumente aus der Frühneuzeit zu bewahren und für die Forschung, sowie für interessierte Bürger*innen online verfügbar zu machen.

Die Quellen aus den rheinischen Kirchengemeinden sind von historischer Bedeutung, da sie wichtige Zeugnisse des religiösen und gesellschaftlichen Lebens der Region über mehrere Jahrhunderte hinweg enthalten. Insbesondere die Quellen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert bieten wertvolle Einblicke in die Geschichte der Gemeinden und das Leben der Menschen in dieser Epoche. Insgesamt wurden rund 30 Archivkartons mit einer Vielzahl von historischen Quellen ausgewählt, die für die Digitalisierung vorbereitet wurden. Diese bestanden sowohl aus gebundenen Akten als auch aus losen Blättern, was den Aufwand und die Komplexität der Digitalisierung erheblich steigerte. Insgesamt wurden mehr als 30.000 Seiten gescannt und aufbereitet. Die Durchführung des Projekts war dank der finanziellen Förderung des Landschaftsverbandes Rheinland möglich. Der LVR unterstützt innovative Projekte im Bereich der Kultur- und Geschichtspflege und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur digitalen Erschließung von Quellen, die für die wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung von Bedeutung sind. Durch die Förderung konnte die Digitalisierung der rund 30.000 Seiten nicht nur technisch durchgeführt werden, sondern auch die Aufbereitung und Bereitstellung der Daten in benutzerfreundlicher Form, sodass sie online leicht zugänglich sind.
Wir freuen uns, diese historischen Zeugnisse nun online zur Verfügung stellen zu können und laden alle Interessierten ein, die Quellen zu entdecken. Die digitalisierten Quellen aus den rheinischen Kirchengemeinden Kleve, Moers und Krefeld sind ab sofort als PDF-Dokumente auf der Website des Archivs der EKiR verfügbar.

Erster Teil der Kirchenkampfakten von Joachim Beckmann online

Joachim Beckmann, AEKR 8SL046 (Bildarchiv)

Wilhelm Joachim Beckmann (1901–1987) war ein herausragender Wegbereiter und führender Vertreter der Bekennenden Kirche im Rheinland. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte er als Hochschullehrer und Chronist des Kirchenkampfes, sowie ab 1958 als Präses der jungen rheinischen Landeskirche große Bekanntheit. Neben seiner Arbeit als Präses der rheinischen Landeskirche war Beckmann auch als Schriftsteller und Theologe aktiv. Seine Schriften und Reden trugen entscheidend dazu bei, das historische Erbe des Kirchenkampfes zu bewahren und das kirchliche Leben in der Nachkriegszeit zu gestalten.

Seine umfassenden Handakten zum Kirchenkampf (6HA004 Kirchenkampfakten Joachim Beckmann), die als bedeutende Quelle für die Zeitgeschichte gelten, gehören zu einem Archivbestand, der regelmäßig von Forschenden eingesehen wird. Aus diesem Grund haben wir in diesem Jahr begonnen, diese Akten schrittweise zu digitalisieren und sie als PDF-Dateien auf unserer Website einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir freuen uns, dass nun der erste Teil A, „Schriftwechsel 1938–1945“, zum Download bereitsteht.
Die Digitalisierung der Kirchenkampfakten ist Teil eines größeren Projekts, das darauf abzielt, die Geschichte des Widerstandes in der Kirche zu bewahren und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In den kommenden Monaten werden weitere Akten und Dokumente aus dem Archiv digitalisiert und online gestellt, um ein noch umfassenderes Bild des Kirchenkampfes zu vermitteln.