Neues Findbuch zum Bestand der Landeskirchenmusikschule jetzt online!

Schüler der Landeskirchenmusikschule in Düsseldorf, Fotograf: Hans Lachmann, Bestand: AEKR, 2LR 007

Auf der Website des Archivs lässt sich fortan das Findbuch zum Bestand 2LR 007 Landeskirchenmusikschule online einsehen.

Die Landeskirchenmusikschule (LKMS) wurde 1949 ins Leben gerufen, um Kirchenmusiker professionell ausbilden zu können. Der Bedarf an qualifizierten Organisten, Chorleitern und Kantoren für den Dienst in evangelischen Gemeinden sollte auch langfristig und vor allem weitgehend selbst gestillt werden. Gab es innerhalb der Rheinischen Kirche vor dem Krieg ca. 25 hauptamtliche Stellen für Kirchenmusiker, so stieg die Anzahl der Stellen bis in die 1970er Jahre an die 300 an!

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Die Spanische Grippe 1918 in Düsseldorf: Eine statistische Auswertung anhand der Kirchenbücher

Meine Urgroßmutter starb im Herbst 1918 im saarländischen Industrierevier als junge Frau. Sie hinterließ eine zwölfjährige Tochter, meine Großmutter, von der ich als Jugendlicher erfuhr, ihre Mutter sei wie viele andere damals an einer grassierenden Grippeepidemie innerhalb von nur drei Tagen gestorben. Warum starb man als junger kräftiger Erwachsener an einer Grippe? Erst viel später fand ich historische Literatur zum Thema und verstand die Zusammenhänge: Die nur zufällig so benannte Spanische Grippe forderte weitaus mehr Opfer als der Erste Weltkrieg und zählt zu den schwersten Pandemien der Geschichte. Allein im Deutschen Reich sind 1918-1920 zwischen 300.000 und 600.000 Menschen an der Grippe gestorben. Weltweit belaufen sich die vorsichtigsten Schätzungen auf 25 Milionen Grippetote, kalkuliert wird auch mit der doppelten bis dreifachen Zahl.

Auf der Grundlage der Sterberegister der evangelischen Kirchengemeinde Düsseldorf (damals mit ca. 90.000 Gemeindegliedern eine der größten Kirchengemeinden im gesamten Reich) soll die Dramatik des Geschehens an einem regionalen Beispiel veranschaulicht werden.

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60 – 40 – 30. Eine Zwischenbilanz im Archivdienst

Heute werde ich 60 Jahre alt. Mir kam die Idee einer kleinen Zwischenbilanz. Nach dem Abitur stand zunächst ein großes „?“. Eine Berufsberatung gab den Hinweis auf den Archivdienst. Interesse für Geschichte war vorhanden, wenn ich auch keinen Leistungskurs in Geschichte gewählt hatte. 1979 wurden Anwärter für den Gehobenen Archivdienst im Nordrhein-Westfälischen Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf eingestellt. Erfahrungen eines Praktikums und eine gute Beurteilung konnten von Vorteil sein; Zeit hatte ich ja. Der damalige Leiter des Stadtarchivs Duisburg, Dr. Milz, stimmte einem knapp halbjährigen Praktikum zu. Schnell war ich von der abwechslungsreichen Tätigkeit dort begeistert. Eine Stelle hatte man dort nicht für mich, aber die Einstellung im Landesdienst gelang. Das ist bald 40 Jahre her.

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Brutalismus light – Die Architektur des Landeskirchenamtes Düsseldorf

Mitte der 1960er Jahre herrschte in dem gründerzeitlichen Dienstgebäude des Landeskirchenamtes an der Düsseldorfer Inselstraße drangvolle Enge. Der 1936 vom damaligen Konsistorium bezogene Bau war nur für die Hälfte der nunmehr erreichten Mitarbeiterzahl ausgelegt. Es herrschte Konsens, einen „nüchternen“ Verwaltungsbau neu auf kirchlichem Grundstück im Stadtteil Derendorf zu errichten, „dem man nicht ansehen sollte, dass es sich um ein Landeskirchenamt handelt“ (so die entsprechende epd-Pressemitteilung).

Landeskirchenamt der EKiR und Archiv in Düsseldorf- damals und heute, Collage mit Fotos u.a. Harro Bleckmann und Hans Lachmann

Die 1965 für den Bauwettbewerb einberufene Preisjury war hochkarätig besetzt. Ihr gehörten an u. a. der für den Wiederaufbau Rotterdams maßgebliche niederländische Architekt Jo van den Broek,  die prominenten deutschen Architekten Dieter Oesterlen und Oswald Mathias Ungers sowie -last but not least- der einflussreiche Düsseldorfer Baudezernent Friedrich Tamms. Der ehemalige Mitarbeiter Albert Speers hatte Düsseldorf in dem Jahrzehnt zuvor konsequent im Sinne der „autogerechten Stadt“ umgestaltet. Von den 76 (!) eingereichten Entwürfen erhielt der Kölner Architekt Ulrich von Bonin den mit 12.000 DM dotierten ersten Preis. Weiterlesen

Neuerscheinung: „Düsseldorfer Erinnerungsorte“

Was haben die Königsallee, Heinrich Heine, Fortuna Düsseldorf und das Kom(m)ödchen gemein? Sie können Menschen als identitätsstiftende Erinnerungsorte („lieux de mémoire“) dienen, ganz so wie es das anregende Konzept des französischen Historikers Pierre Nora in den 1980er Jahren entwickelt hat. Über 120 solcher Orte, Personen oder Ereignisse bündelt ein neues Buch, das von Benedikt Mauer (Stadtarchiv) und Enno Stahl (Heine-Institut) herausgegeben worden ist.

Der Abschnitt „Evangelisch sein in Düsseldorf“ thematisiert dabei neben den üblichen Verdächtigen wie der Neander- und der Johanneskirche auch Unbekannteres, so das Pfarrhaus von Joachim Beckmann im Stadtteil Bilk. Zum evangelischen Markenkern Düsseldorfs gehört selbstverständlich auch das Diakonissenmutterhaus in Kaiserswerth.

Das reich bebilderte Buch ist im Klartext Verlag Essen erschienen und ab sofort zum Preis von 19,90 Euro im Handel zu erwerben.

Presse zum Tag der Archive in Düsseldorf

Die Presse hat heute über den Tag der Archive in Düsseldorf berichtet, der morgen Abend um 18 Uhr im Hetjens-Museum beginnt.

Den Artikel der Rheinischen Post finden Sie hier.

Etwas ausführlicher beschreibt der Artikel in der Westdeutschen Zeitung den kirchlichen Beitrag beim Tag der Archive.

 

Tag der Archive Düsseldorf 2018 – Das Programm ist da!

Am 3. März fällt der Startschuss für den Düsseldorfer Tag der Archive 2018. Eine ganze Woche lang präsentieren die Düsseldorfer Archive aller Sparten ein vielfältiges Programm aus Führungen, Vorträgen, Ausstellungen und einigem mehr.

Den vollständigen Programmflyer zum Stöbern gibt es hier.
Aktuelle Infos gibt es auf der eigenen facebook-Seite des Tags der Archive in Düsseldorf.