Ein Jahr geht poetisch zu Ende

Silvester-Gedicht von Heinrich Weisgerber (1798-1868);
in: 7NL 019, Nr. 301

Wir verabschieden das alte Jahr mit diesem wunderbaren Silvester-Gedicht aus der Liedersammlung von Heinrich Weisgerber.

Silvester!

Andachtsvoll stehn an der Jahreswende
wir, und schauen zurück,
das Jahr, das lange, ja es ist zu Ende
und flüchtig werfen wir noch einen Blick
aufs Jahr, das uns so lang nicht schien,
es ist vorüber – es ist hin! –

Das alte Jahr, es schwand in die Äonen
in die Vergangenheit, der man gedenkt,
doch sieh‘ wie jetzt in unser stillen Zonen
sich nun ein neues Jahr herniedersenkt,
wer wird im neuen Jahr uns denn geleiten?
Wir treten kühn in dessen Pforten ein!
Wir sind ja still, der Herr wird für uns streiten
Er wird im neuen Jahr auch mit uns sein!
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Kochrezepte aus dem 18. Jh. – Teil V.

Das Jahr neigt sich dem Ende, damit auch der Dezember und die Reihe mit den Koch-und Backrezepten aus dem Düsseldorf des 18. Jahrhunderts.
Zum Abschluss möchte ich Ihnen daher ein Rezept reichen, mit dem Sie ja vielleicht das neue Jahr einläuten.

Koch- und Backrezepte 18. Jh., Bestand: AEKR, 4KG 005 (Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf – Bestand Düsseldorf I), 296

Neujahr Kuchen zu Mergen
vorerst nimpt man Milch und macht die warm, thut darein Zucker und ein wenig mehl und gember (
niederländisch für Ingwer) und ein wenig Saltz und thun ein ey oder drey darein und ein wenig muscaten blumen und gestoschen Knell etwaß von einer Zetron schall und dann ein Stiche oder 5 born und schmilst die und thut die noch dazu

Viel Spaß und Backfreude mit diesem Rezept!

Frohe Weihnachten!

Bild

Weihnachtsgruß des Duisburger Sonntagsblattes für innere Mission, Weihnachten 1889, 40. Jahrgang, Nr. 51

Mit der Titelseite des „Duisburger Sonntagsblattes für innere Mission“ des Jahres 1889 und dem dort abgebildeten Engelschor wünscht das Team des Archivblogs frohe Weihnachten: „Nun singet und seid froh!“

Kochrezepte aus dem 18. Jh. – Teil IV.

Der Weihnachtskarpfen gilt vielen Menschen in Deutschland – wie auch in Mittel- und Osteuropa – als ein traditionelles Weihnachtsgericht. Dieses darf dann selbstverständlich an den Feiertagen nicht auf der Festtafel fehlen.
Da Weihnachten nun sprichwörtlich schon „kurz vor der Tür steht“, möchte ich Ihnen aus diesem Anlass zwei Zubereitungsvarianten des hierzulande beliebten Fisches vorstellen.

1. Karpfenrezept

Carp mit dem Blut zukochen
schrab den Carp und thu ihn
auff und nimb was eßig
und wasch das blott aus und
dan get saltz und rotten wein
darauff dan nimpt get wasser
und ölig und las daß kochen
und dan den Carp mit dem
Blodt darein getahn und woll
Botter Blum beschaten gemer
peper negel
(Nelke) und
was drugen weck daß die Brut was sein wirdt und dan gessen.

Koch- und Backrezepte 18. Jh., Bestand: AEKR, 4KG 005 (Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf – Bestand Düsseldorf I), 296

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Neues Findbuch zum Bestand der Landeskirchenmusikschule jetzt online!

Schüler der Landeskirchenmusikschule in Düsseldorf, Fotograf: Hans Lachmann, Bestand: AEKR, 2LR 007

Auf der Website des Archivs lässt sich fortan das Findbuch zum Bestand 2LR 007 Landeskirchenmusikschule online einsehen.

Die Landeskirchenmusikschule (LKMS) wurde 1949 ins Leben gerufen, um Kirchenmusiker professionell ausbilden zu können. Der Bedarf an qualifizierten Organisten, Chorleitern und Kantoren für den Dienst in evangelischen Gemeinden sollte auch langfristig und vor allem weitgehend selbst gestillt werden. Gab es innerhalb der Rheinischen Kirche vor dem Krieg ca. 25 hauptamtliche Stellen für Kirchenmusiker, so stieg die Anzahl der Stellen bis in die 1970er Jahre an die 300 an!

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Kochrezepte aus dem 18. Jh. – Teil III.

Nach Frikadellen und Zuckererbsen wechseln wir diese Woche wieder zu einer Nachspeise, nämlich zu einem Backrezept.

Diesmal geht es beim Rezept um einen roten Kuchen, was – vom Namen zumindest her – doch schon mal zu der Weihnachtszeit passt.

Koch- und Backrezepte 18. Jh., Bestand: AEKR, 4KG 005(Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf – Bestand Düsseldorf I), 296
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Regionale Handbücher der evangelischen Kirchenbauten im Rheinland. Teil 3

In diesem dritten Teil sollen die Übersichten über die Kirchenbauten in den Gemeinden des nordrheinischen Teils unserer Landeskirche in den Kirchenkreisen Essen, Gladbach-Neuss und Jülich behandelt werden.

Kirchenkreis Essen

Kirchen, Kapellen, Synagogen in Essen; ISBN 3-922785-52-2

Der 1998 von Heinz Dohmen und Eckhard Sons vorgelegt Band Kirchen, Kapellen, Synagogen in Essen ist ein Beispiel für ökumenisch und sogar interreligiös angelegte Handbücher der Gotteshäuser einer Region oder Stadt. Das reich bebilderte, großformatige Buch widmet jeder Kirche meist eine Seite.

Ein Gemeindebuch ist im Kirchenkreis Essen in den 1950er Jahren offensichtlich nicht erschienen. Jedoch hat die Kreissynode ein Jahrbuch 1950 herausgegeben, dass nach einer 50seitigen Darstellung der Kirchengeschichte Essens eine knappe Übersicht über die Kirchengemeinden gibt. Jede Kirche ist nur mit der Anschrift und meist auch mit einer Abbildung aufgeführt.

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