Das Jahr neigt sich dem Ende, damit auch der Dezember und die Reihe mit den Koch-und Backrezepten aus dem Düsseldorf des 18. Jahrhunderts.
Zum Abschluss möchte ich Ihnen daher ein Rezept reichen, mit dem Sie ja vielleicht das neue Jahr einläuten.
Koch- und Backrezepte 18. Jh., Bestand: AEKR, 4KG 005 (Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf – Bestand Düsseldorf I), 296
Neujahr Kuchen zu Mergen
vorerst nimpt man Milch und macht die warm, thut darein Zucker und ein wenig mehl und gember (niederländisch für Ingwer) und ein wenig Saltz und thun ein ey oder drey darein und ein wenig muscaten blumen und gestoschen Knell etwaß von einer Zetron schall und dann ein Stiche oder 5 born und schmilst die und thut die noch dazu
Viel Spaß und Backfreude mit diesem Rezept!

Das ist echt ein interessantes Rezept, nur leider fehlen die Mengenangaben. Da muss ich dann wahrscheinlich etwas experimentieren und viel probieren. Wie sich wohl der Ingwer im Kuchen machen wird? Ich bin gespannt 🙂
Ich habe bei der Internetsuche nach historischen Rezepten diese Sammlung entdeckt. Vielen Dank für die Veröffentlichung und die Übersetzung. Zum Neujahrskuchen habe ich eine Frage: Was ist „Knell“? Meine Internetsuche konnte mir nicht weiterhelfen. Beste Grüße
Liebe Maren, vielen Dank für die Frage. Was „Knell“ (das lesen wir hier zumindest heraus) genau bedeutet, können wir nicht sagen. Wir vermuten, dass es sich hier eventuell um Nelke handeln könnte. Nelke findet ja heute noch als Gewürz beim Backen Verwendung, z.B. in Gewürzkuchen oder Lebkuchen. Das würde ja auch für die Winterzeit passen. Daher vielleicht einfach mal Nelke ausprobieren? Beim Nachbacken wünschen wir aber jetzt schon mal viel Spaß! Über Fotos würden wir uns sehr freuen!
Herzliche Grüße