Über Ruth Rockel-Boeddrig

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Hitzewelle auch im Sommer 1976

WEG-Artikel während der Hitzewelle im Juni/Juli 1976, in: Der WEG Nr. 29/30/1976, 18.7.1976

Heiße Junitage liegen hinter uns in Düsseldorf. Am 26.6.2019 wurden hier sogar die heißesten Temperaturen in NRW gemessen: 36,8 Grad! Kaum ein Gespräch wurde in diesen Tagen mit einem anderen Thema begonnen. Glücklicherweise startet der Juli jetzt zunächst mal mit moderaten Sommertemperaturen.

Auch im Juni des Jahres 1976 war eine ungewöhnliche Hitzewelle im Rheinland Thema, die sich noch bis in den Juli hinein zog. Nicht weniger als neun Mal werden die Auswirkungen der „Tropenhitze“ – 32 Grad im Schatten am 4. Juli!- in der Ausgabe der Kirchenzeitung Der WEG vom 18. Juli 1976 erwähnt. Weiterlesen

April Challenge #Archive30 – Tag 26: Object

Porzellantasse als Geschenk für Pfarrer Denhard

Geschenktasse der Gemeinde Stolberg für Pfarrer Denhard zum Dank für seinen Verbleib in der Gemeinde, 1791; aus Bestand: AEKR Düsseldorf, 8SL 063 (Sammlung Denhard), Nr. 14

Diese wunderschöne filigrane Porzellantasse erhielt Pfarrer Wilhelm Valentin Denhard von der Gemeinde Stolberg, nachdem er sich entschieden hatte, die Berufung an die Hochdeutsche Gemeinde in Amsterdam nicht anzunehmen und Stolberg treu zu bleiben. Eine Familienlegende besagt, sie sei außerdem mit Golddukaten gefüllt gewesen. Mehr zu diesem Fall von Pfarramts-Poker lesen Sie in diesem älteren Beitrag aus dem Jahr 2015.

April Challenge #Archive30 – Tag 25: Fashion

Ein absolutes Must-have beim Deutschen Evangelischen Kirchentag: der bunte Kirchentagsschal!

33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden, 2011

Eine Auswahl der bunten Accesoires findet sich in der Dokumentationssammlung, die zusammen mit dem Aktenbestand des Landesauschusses Rheinland (1OB 031) an das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland abgegeben wurde.

Die modischen Anwendungs-möglichkeiten sind riesig. Schlicht um den Hals geschwungen, ums Handgelenk geknotet oder als Gürtelersatz… Im Jahr 2011 in Dresden – ein ziemlich warmes Jahr – war besonders der Einsatz als Haarband angesagt. In diesem Jahr gab es den Schal sogar in zwei Varianten, pink und neongrün. Pink war allerdings schon am ersten Tag vergriffen.

Deutscher Evangelischer Kirchentag

Bunte Kirchentagsschals, aus Bestand: AEKR 1OB 031 (Landesausschuss Rheinland des Deutschen Evangelischen Kirchentags)

April Challenge #Archive30 – Tag 23: Food and Drink

Suppe für Kinder von Liebig

Man wiegt 1 Loth Weizenmehl, 1 Loth Malzmehl und 7 1/2 Gran doppelt-kohlensaures Kali (oder 48-50 Tropfen der erwähnten Pottaschenlösung) ab, mischt sie erst für sich, sodann unter Zusatz von 2 Loth Wasser und zuletzt von 10 Loth Milch, und erhitzt unter beständigem Umrühren bei sehr gelinden Feuer, bis die Mischung anfängt, dicklich zu werden; bei diesem Zeitpunkt entfernt man das Kochgefäß vom Feuer und [rührt?] 5 Minuten lang um, erhitzt aufs Neue und setzt wieder ab, wenn eine neue Verdickung eintritt, und bringt zuletzt das Ganze zum Kochen. Nach der Absonderung der Kleie von der Milch durch ein feines Sieb ist die Suppe zum Gebrauch fertig.

Rezept für Suppe für Kinder von Liebig, ca. 1880; aus Bestand  7NL 142 (Pfarrerfamilie Garschagen), Nr.3

Dieses Rezept für eine Milchsuppe für Kinder stammt aus dem Nachlass der Pfarrerfamilie Garschagen.
Klingt für Sie nicht besonders appetitlich? Auf der zweiten Seite beteuert der unbekannte Autor des Rezepts (Liebig?):

Die richtig zubereitete Suppe ist süß wie Milch und hat einen weiteren Zuckerzusatz nicht nöthig.[…] Die Suppe hat einen schwachen Mehl oder Malzgeschmack, an den sich die Kinder bald so gewöhnen, das sie diese Speise jeder anderen vorziehen!

Probieren Sie es aus!

April Challenge #Archive30 – Tag 19: Handwriting

Stellungnahme von OKR Erich Dalhoff – Neuordnung des Landesbeamtenrechts, 1954, Konzept und Reinschrift,  aus Bestand AEKR 1OB 017 (Landeskirchenamt Sachakten 1: Az. 11-13), 615

Es sind nicht nur die Schriften der frühen Neuzeit oder stenografische Mitschriften die Archivarinnen und Archivare bisweilen vor große Herausforderungen stellen. Auch die handschriftlichen Konzepte vieler Mitarbeitender des Landeskirchenamtes, wie sie sich zuhauf in den Sachakten der Jahre 1948 bis 1971 finden, sind äußerst mühsam zu entziffern.

Dalhoff, Erich, Dr., Konsistorialrat jur., Oberkirchenrat
Foto: Hans Lachmann; Bestand: AEKR 8SL 046 (Bildarchiv), 010_0080

Eine besonders harte Nuss ist dabei die Handschrift von Oberkirchenrat Dr. Erich Dalhoff. Er war von 1947 bis 1976 als Jurist im Landeskirchenamt tätig, seit 1962 hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung und ab 1971  juristischer Dirigent und maßgeblich an der Gesetzgebung der noch jungen rheinischen Landeskirche beteiligt.

Glücklicherweise sind den meisten Konzepten fertige Reinschriften von geübten Mitarbeitenden Dalhoffs beigefügt.

April Challenge #Archive30 – Tag 14: Friendship

Gedicht über die Freundschaft, unbekannter Autor, ca. 1880; in: AEKR Düsseldorf, 7NL 142 (Pfarrerfamilie Garschagen), Nr.3

Freundschaft!

Selbst des Nachts in meinen Träumen,
lebt ich auf Hilmarens See,
sprach zu ihm von Nebelschäumen
und wie sie ihm brächten Weh.
Treue Freundschaft, o du wahre,
Gottesgab aus Himmels Höhen,
hilft mir stets bis hin zur Bare,
bis zum Scheiden fest zu stehen!

Dieses hübsche Gedicht über die Freundschaft aus unbekannter Feder stammt aus dem Nachlass der Pfarrerfamilie Garschagen.

April Challenge #Archive30 – Tag 5: Favourite Item

Diese charmante Entwurfszeichnung für eine spezielle Amtstracht der Vikarinnen aus dem Jahr 1946 ist eine der gefragtesten Archivalien unseres Archivs in den vergangenen Jahren. Sie wurde in mehreren Ausstellungen gezeigt (siehe z.B. Ausstellung „Pionierinnen im Pfarramt“) und in zahlreiche Publikationen zum Thema Frauenordination aufgenommen. Deshalb hat sie sich definitiv das Prädikat #Lieblingsstück verdient!

Vikarinnen, Amtstracht, ca. 1946; in Bestand: 7NL 084 (Pastorin Änne Kaufmann), Nr. 7
1946

Die damaligen Vikarinnen fanden die Entwürfe übrigens gar nicht so charmant. Sie erinnerten sie eher an „modische Morgenröcke“ als an die angemessenen Amtstracht eines Geistlichen. Realisiert wurde schließlich eine schlichte Form des Talars mit einem weißen Schutzkragen anstatt des Beffchens, das den männlichen Pfarrern vorbehalten blieb (Übrigens ganz ähnlich auch in der württembergischen Kirche).