Über Ruth Rockel-Boeddrig

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Goldene Worte zu Weihnachten

Das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland wünscht allen Nutzern und Freunden des Archivs fröhliche und gesegnete Weihnachten!

aus Bestand: 8SL 049 Plakatsammlung, Nr. 1833

In diesem Jahr tun wir das mit einem Plakat aus der Serie der Goldenen Worte aus dem Jahr 1957 mit einem Zitat des württembergischen Theologen Karl Heim (1874-1958).
Heim ist vor allem für seine philosophische Auseinandersetzung mit Naturwissenschaft und Theologie bekannt, die er in seinem mehrbändigen Werk „Der evangelische Glaube und das Denken der Gegenwart“ niedergelegt hat. Ein Thema, dass auch 60 Jahre später noch aktuell ist.

Bei der Gestaltung des Plakats blieben die Herausgeber ihrer Philosophie treu und verzichteten auf aufwendige Grafikelemente, um das Wort in den Mittelpunkt zu stellen. Mehr zur Serie und zu den Goldenen Worten in der Plakatsammlung unseres Archivs finden Sie hier. Die Serie erscheint bis heute im Kreuz Verlag.

Meilenstein der Fotografie: Bilder aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg in einer Ausstellung in Hilden

Ausstellung „Im Felde verwundet“, zu sehen im Wilhelm-Fabry-Museum Hilden, © Library of Congress Prints and Photographs Division/Michael Ebert

Noch bis zum 4. Februar 2018 zeigt das Wilhelm-Fabry-Museum in Hilden die Ausstellung „Im Felde verwundet – Bilder aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg„.

Neben der gesamthistorischen Bedeutung, ist das auch mediengeschichtlich hoch interessant. Es ist der erste Krieg, der im großen Stil fotografisch dokumentiert wurde. Sicher auch einer der Gründe, warum der Konflikt zwischen Nord und Süd nicht nur in der amerikanischen Alltagskultur heute noch so präsent ist. In einem Exkurs beschäftigt die Ausstellung sich auch mit Technik und Arbeitsweise der frühen Kriegsfotografen, die nicht selten selbst zu Opfern des von ihnen dokumentierten Krieges wurden. Weiterlesen

Emotionaler Abschied von einer Glocke

Glockenabschied, Predigt von Johannes Hanke (1887-1958), 8.7.1917, erste Seite;
aus: 7NL 009

„Lieber Freund! Heute will jemand von uns Abschied nehmen, der 27 Jahre unserer Gemeinde treu gedient hat, nun aber auch des Königs Ruf folgen muß. Unsere Vaterunserglocke! Sie, die kleinste unserer 3 Glocken, ist für tüchtig befunden, ihre eherne Stimme in vielfachen Schrei aufgelöst über das Schlachtfeld erschallen zu lassen.Sie, die einsam soll hinein gezerrt werden ins nächste Schlachtgewühl. Sie, die dem Dienste Gottes gedacht war, soll mithelfen im sündengeborenen Streit der Völker dieser Erde. Sie, die wie mit Kinder Stimme freundlich und friedvoll, entsang im Chor ihrer großen Schwestern soll nun in andrer Gestalt Schmerzensschreie auslösen und Herzen zerreißen. Sie, die erhaben über den Raub der Erde mit ihrem Klang nur einziehen wollte in den Frieden der Ewigkeit, soll nun Tod und Verderben speien“

Mit diesen martialischen Worten beginnt die Predigt des Pfarrers Johannes Hanke am 8. Juli 1917 in Eckardtsheim, einer Zweiganstalt der von Bodelschwing’schen Anstalten Bethel. Weiterlesen

Die Geschichte des Einkaufswagens

Einer der größten Vorzüge des Archivarsberuf ist, dass es beinahe täglich etwas Neues zu lernen gibt. Zugegeben: es ist nicht immer die große Geschichte und noch nicht mal immer Kirchengeschichte, wie man es im Landeskirchenarchiv erwarten könnte.
Aber manchmal sind auch die ganz alltäglichen Dinge interessant, ganz einfach aus dem Grund, dass man sich noch nie tifergehend darüber Gedanken gemacht hat.

So bin ich bei der Verzeichnung der Fotosammlung des Presseverbandes auf dieses scheinbar völlig banale Foto gestoßen.

Frauen mit Einkaufswagen im Selbstbedienungsladen, aus Bestand 8SL 069 (Fotosammlung Presseverband), © Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland/ Hans Lachmann, in: Der Weg 41/1964

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Schule hat wieder angefangen!

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern – und natürlich auch den Eltern – einen guten Start ins neue Schuljahr!

Muster für ein Einladungsschreiben zur Schulanfängerandacht,
aus: Walter Geißler, Die Schulanfänger-Andacht, Berlin 1934, Archivbibliothek Sig. C II a 044

Den ganzen Text des Musters gibt es hier: DieSchulanfängerandachtS23

Als die Zukunft noch statisch war

Im Februar berichtete Herr Dühr über das 20-jährige Jubiläum der Internetpräsenz der Rheinischen Landeskirche. Heute kann man sich das Leben kaum noch ohne Internet vorstellen. Erste Schritte im Bereich der „neuen Techniken im Medienbereich“ ging die EKiR aber bereits noch einmal fast 20 Jahre früher: Am 1. Juni 1980 startete der Bildschirmtext (BTx) in Deutschland: ein Medium zur Textkommunikation über den Bildschirm.

Start des Bildschirmtext-Angebots der Evangelischen Kirche am 1.6.1980, Fernseher mit aufgerufener Informationsseite über die Institutionen der Evangelischen Kirche;
Der Weg 22/1980, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 069 (Fotosammlung Presseverband)

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Immer eine Schlagzeile wert

Die Einführung einer Frau ins Pfarramt in den frühen 1970er Jahren

Zeitungsartikel über die Einführung von Ilse Heinemann in Hilden; AEKR Düsseldorf Archivbibliothek ZK 070, Der Weg 47/1973

Immer mal wieder stößt man beim Blättern in der Kirchenzeitung Der WEG aus den 1960er und 1970er Jahren auf Artikel wie diesen über die Einführung der Pastorin Ilse Heinemann.

In jedem dieser Artikel finden sich Passagen, die in der heutigen Zeit seltsam anmuten. Weiterlesen

Ein Blick in die eigene Vergangenheit

Titelblatt Der WEG, Nr. 36/ 1979, 9.9.1979; aus Bestand: AEKR Düsseldorf Archivbibliothek ZK70

Die Titelseite der Ausgabe vom 9. September 1979 widmeten die Herausgeber der Kirchenzeitung Der WEG einem Artikel über die Landeskirchlichen Archive in Bielefeld und Düsseldorf. Darauf zu sehen ist der westfälische Landesarchivrat Dr. Hans Steinberg in einem Archivmagazin in Bielefeld.

In einem doppelseitigen Artikel werden die Archive in Bielefeld und Düsseldorf näher vorgestellt. 530 laufende Regalmeter umfassten die Bestände im Düsseldorfer Archiv  damals. Heute sind es mehr als 7000. Ein Teil davon lagert mittlerweile in einem Außenmagazin in Moers. Neben Archivdirektor Dr. Dietrich Meyer waren damals noch ein Bibliothekar und eine Sekretärin für die Betreuuung der Unterlagen zuständig.Heute sind alleine am Düsseldorfer Standort außer Archivleiter Dr. Stefan Flesch noch fünf Mitarbeiter beschäftigt.
(Ganzer Artikel: DerWEG36_1979_Archivartikel)
Vieles hat sich in den beinah 40 Jahre verändert, das Ziel archivischer Arbeit ist aber gleich geblieben: Weiterlesen

Goldene Worte zu Ostern

Plakat mit Osterbotschaft von Christoph Blumhardt 16.4.1987, aus Bestand: AEKR Düsseldorf     8 SL 049 (Plakatsammlung) Nr.1938, © Herder Verlag

Wir wünschen allen Nutzern und Freunden des Archivs fröhliche und gesegnete Ostern!

In diesem Jahr tun wir das mit Worten des württembergischen Theologen Christoph Blumhardt (1842-1919), festgehalten auf einem Plakat der Serie Goldene Worte aus dem Jahr 1987. Blumhardt war ein Vertreter der religiös-sozialen Bewegung und schon zu Lebzeiten bekannt für seine wortgewaltigen Predigten. Seine Hinwendung zum Sozialismus und der Eintritt in die SPD führten aber dazu, dass er sein Pfarramt aufgeben musste.
Heute erfahren die geistlichen Einflüsse Blumhardts weitreichende Würdigung. Die EKD gedenkt seiner am 2. August.

Bei der Gestaltung des Plakats blieben die Herausgeber ihrer Philosophie treu und verzichteten auf aufwendige Grafikelemente, um das Wort in den Mittelpunkt zu stellen. Mehr zur Serie und zu den Goldenen Worten in der Plakatsammlung unseres Archivs finden Sie hier. Die Serie erscheint bis heute im Kreuz Verlag.

Reformatorinnen zu Besuch im Landeskirchenamt

Auf der Parkbank mit Argula von Grumbach

Seit dem 8.3. ist die Ausstellung „Reformatorinnen. Seit 1517“ – passend zum Internationalen Frauentag – im Landeskirchenamt zu sehen.

In dieser Wanderausstellung stellt die Gender- und Gleichstellungsstelle der EKiR exemplarisch 17 Frauen aus fünf Jahrhunderten vor, die als Schriftstellerinnen, Liederdichterinnen, Pfarrfrauen, Predigerinnen und Herrscherinnen unsere Kirche zu dem machten, was sie heute ist. Es begegnen sowohl bekannte Namen wie Katharina von Bora als auch weniger bekannte wie Wibrandis Rosenblatt. Abgerundet wird der biografische Zugang durch Ausstellungstafeln zu Querschnittsthemen wie dem Zugang zu Bildung, dem Wandel von Frauenrollen und Lebensformen und dem Thema Frauenordination.

Eine Besonderheit der Ausstellung sind die lebensgroßen Holzfiguren, die es dem Besuchern ermöglichen, den vorgestellten Persönlichkeiten auf Augenhöhe im öffentlichen Raum zu begegnen. Weiterlesen