Der heutige Reformationstag soll zum Anlass genommen werden an den polarisierenden Evangelischen Jugendtag in Herne im Jahre 1971 zu erinnern. „Help, Hope und Halleluja“ stand unter der Schirmherrschaft des Kreisjugendpfarrers Bernd Schlottoff. Am 25. und 26. September 1971 veranstaltete die sogenannte Jesus Generation ein Festival in der Sporthalle Herne, an der über 3000 junge Menschen teilnahmen. Neben den deutschen Gospel-Bands Fietz Team (Siegen) und St. Stephans (Wanne-Eickel) traten auch zwei Gesangsgruppen aus London auf. Pauline and The People und The Settlers spielten Bekenntnis- und Erweckungslieder. Auch die US-amerikanische Mitbegründerin der Children of God-Bewegung Faith Dietrich war geladen, um zu evangelisieren.
Die platte Missionsveranstaltung rief eine Gegenbewegung auf den Plan, die eine kritische Auseinandersetzung mit der Jesus-Bewegung forderte. Der Arbeitskreis Kritische Jugend Herne organisierte mithilfe des CVJM-Diakon Rolf Schubeius eine Demonstration gegen das Jesus-Festival. Die Demonstranten torpedierten die Eröffnungsrede des Superintendenten und Missionars Fritz Schwarz und protestierten gegen die Veranstaltung mit Plakat- und Sprechaktionen. „Show verzaubert – Analyse entzaubert“ oder „Hier werden Verhältnisse verschleiert“ war auf den Plakaten zu lesen.
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