Am 24. Dezember des Jahres 1944 wurde die Stadt Bitburg durch einen alliierten Fliegerangriff fast gänzlich zerstört. Auch die evangelische Gemeinde wurde bei diesem Angriff hart getroffen.

So zählten zu den zerstörten Gebäuden der Stadt Bitburg, die fast gänzlich zerstört worden war, auch die Gustav-Adolf-Kapelle und das ansässige Pfarrhaus. Besonders tragisch erscheint hierbei, dass auch der Weihnachtsschmuck der Gustav-Adolf-Kapelle dem Luftangriff zum Opfer fiel. Zusätzlich zu diesem Umstande war ein Ausweichen in die benachbarte Kyllburger Kirche unmöglich, da diese ebenfalls bei einem Artilleriebeschuss zerstört wurde. Folglich suchte die evangelische Gemeinde eine neue, provisorische Heimat, die sich in der Kapelle des kath. Krankenhauses der Stadt Bitburg fand. Die Gottesdienste der Gemeinde Bitburg wurden in den Jahren 1945-1950 in jener Kapelle gefeiert, ehe in den 1950er Jahren ein neues Pfarrhaus errichtet wurde. Der Neubau wurde erst 1951 fertiggestellt und inkludierte erhalten gebliebene Teile des Altbaus. Die Weihung der neuen Kirche hingegen erfolgte erst am 28. September 1952, womit die Gemeinde Bitburg fast acht Jahre ohne eigene Kirche auskommen musste und somit auch die Weihnachtsfeste in der „Diaspora“ gefeiert wurden.
Literatur:
Festschrift 125 Jahre Evangelische Kirche Kyllburg. 100 Jahre Evangelische Kirche Bitburg (28. Oktober 2000)
Rosenkranz, Albert: Das Evangelische Rheinland, in: Schriftenreihe des Vereins für Kirchengeschichte, Nr. 7, Bd. 1, 1956.
