Über Uwe Hauth

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Suchtprobleme gab es schon immer!

In Zeiten von „Corona“ hat der Alkoholkonsum in Deutschland zugenommen. Zum Teil haben Menschen mit dem vermehrten Alkoholkonsum etwas Schwierigkeiten. Aber schon in früheren Zeiten gab es Probleme mit den Suchterkrankungen. Durch die Abgabe des Archivs des Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland an das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf bekamen die Bibliotheken einen großen Zuwachs an Literatur die sich mit dem Suchtproblem beschäftigt. Die „kleinen Schriften“ bzw. „graue Literatur“ aus dieser Abgabe, wird oder ist bereits schon im Bibliotheksbestand des Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland eingegliedert und ist somit für jeden interessierten Zugänglich. Auf der Seite der: Diakonie Deutschland Infoportal, Arbeitsfelder im historischen Verlauf; Suchtkrankenhilfe, hat der Autor Stefen Meyer sich mit der Suchtproblematik beschäftigt und einen Bericht darüber geschrieben. Er ist Mitarbeiter der Historische Kommunikation/Archiv der Dachstiftung Diakonie mit Sitz in Gifhorn und hat mir erlaubt seinen Bericht zu verwenden.

Schuldscheine für den Erweiterungsbau des Krankenhauses in Traben-Trarbach

1887 wurde in Traben-Trarbach ein Gründungskomitee für den Bau eines Krankenhauses in Trarbach ins Leben gerufen. Durch großzügige Spenden konnte bereits mit dem Bau 1898 begonnen werden. 1900 erfolgte dann die Eröffnung. Im selben Jahr schloss die Krankenhausverwaltung mit der Stadt Trarbach und der Gemeinde Traben einen Nutzungsvertrag. 1901 entschied sich die Evangelische Kirchengemeinde Trarbach mit dem Evangelischen Diakonieverein Zehlendorf einen Vertrag auf Gestellung von Schwestern für das Krankenhaus zu schließen. 1922 erfolgte die Übernahme der wirtschaftlichen und rechtlichen Verwaltung durch die Stadt Traben-Trarbach. Um den Fortbestand des Krankenhauses zu sichern, wurde das Evangelische Krankenhaus 1951 und in den folgenden Jahren mit Hilfe des Vereins zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser e.V. Berlin gründlich umgebaut. Aus dieser Zeit stammen auch die vorliegenden Schuldscheine zu DM 100 und DM 500.

Diese Schuldscheine wurden allerdings nie herausgegeben. Beim Räumen des ehemaligen Büros der Kirchengemeinde Trarbach 1992 wurde die Schuldscheine noch ungeöffnet gefunden und bis auf wenige Exemplare kassiert. Die Schuldscheine wurden in der Bundesdruckerei Berlin gedruckt. Im Krankheitsfalle konnte der Darlehnsgeber diesen Schuldschein zur Begleichung der Krankenhaus- und Behandlungskosten verwenden. Im unteren Teil des Schuldscheins steht: Die Evangelische Kirchengemeinde Trarbach und die Stadt Traben-Trarbach treten dieser Schuldurkunde nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarung mit dem Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser e.V. bei. Der Schuldschein zeigt eine stilisierte Zeichnung des Krankenhauses. Links sieht man das alte Gebäude und rechts den neuen Anbau. Weitere Akten zu dem Krankenhaus finden sich im Bestand der Evangelischen Kirchengemeinde Trarbach: Signatur 4KG058B.

Vordrucke

Der Vordruck ist in der kirchlichen Verwaltung ein Schriftstück, das die wesentlichen Merkmale eine Rechtshandlung vorgibt, aber erst durch das Ausfüllen seine Rechtskraft erlangt.

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Europaatlas und Tageszeitung

In den Jahren 1937-1938 waren auf den Quittungen der Kölner Tageszeitung „Der Neue Tag“ Landkarten abgedruckt. Diese konnten in den Sammelatlas der Zeitung eingeklebt werden. Dieser enthielt 16 Seiten und konnte für 40 Pfennig beim Austräger der Zeitung erworben werden. In der Anzeige steht weiter, das man sich zugleich ein billiges Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch erwirbt. Die Landkarten haben eine Größe von B: 11 cm und L: 17 cm. Auf der abgebildeten Karte kann man zum Teil die linksrheinischen Gebiete unserer Landeskirche sehen wie Duisburg, Düsseldorf oder Trier. Die Karten finden sich in der unter der Signatur 8SL 050 im Archiv der Evangelischen Karte im Rheinland.

Landkartenausschnitt aus Kölner Tageszeitung „Der Neue Tag“, 1937-1938, Bestand: AEKR 8SL 050(Karten)

Kirchenlieder auswendig lernen? Musste das sein?

Die Kreissynode der Kirchenkreises Simmern, beschloss am 3. August 1853, welche Kirchenlieder in den Schulen auswendig zu lernen sind. Insgesamt waren es 30 Lieder, mit all ihren Strophen. Auf der Liste sind alle Lieder aufgeführt mit ihrer Nummer, die diese im Elberfelder Gesangbuch und dem Berliner Gesangbuch hatten, die damals im Gebrauch waren. Bis auf zwei Lieder finden sich in dem heutigen „Evangelischen Gesangbuch (EG)“ wieder, das seit dem 1. Advent 1996 in der Evangelischen Kirche im Rheinland in Gebrauch ist. Die Lieder in dem heutigen Gesangbuch Nummer 1 – 535 finden sich im Stammteil der Gesangbücher aller Evangelischen Kirchen in Deutschland wieder. Die Lieder unserer Landeskirche haben die Nummern 536 – 695. Die zwei fehlenden Lieder finden sich heute unter den Nummern 662 „Wie groß ist des Allmächt´gen Güte „ und 694 „Alle Menschen müssen sterben“. Durch den Beschluß der Kreissynode musste es also sein.

Kirchenführer Bad Bertrich, klein aber fein

Kirchenführer Bad Bertrich, S. 1 u. S. 4
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Bestrafung bei Schulversäumnissen im Jahr 1845

Der heutige Blogbeitrag handelt von Strafmaßnahmen bei Schulversäumnissen in den Elementarschulen der Rheinprovinz 1845, welche in Auszügen hier wiedergegeben wird. Der Katalog der Strafmaßnahmen reicht hier über Geldstrafen bis zur Gefängnisstrafe als ultima ratio.

Dort liest man dann:

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