Über Uwe Hauth

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Hat Luther existiert?

Beweis, daß Luther nie existiert hat – Eine Satire auf alte und neue „Christusmythen“

Diesen Buchhinweis fand ich in einem Konvolut von Sammlungsgut, das noch erschlossen werden muss. Neugierig geworden sah ich mir diesen „Flyer“ in Postkartenformat genauer an.

Im Internet fand ich dann folgenden Hinweis auf diese Veröffentlichung: Bratenvorlesung beim Luther-Schiller Festmahle am 10. November 1837 in Berlin, gehalten von Professor Friedrich Heinrich von Hagen.

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Bericht aus Bad Neuenahr: Bergung von Akten aus dem Gemeindearchiv.

Einige Tage nach dem schlimmsten Hochwasser im Ahrtal, wurden wir als Landeskirchliches Archiv von der Ev. Kirchengemeinde Bad Neuenahr um Unterstützung bei der Bergung ihres Archivguts gebeten. Schon bei der Anreise hatte ich den Eindruck durch ein „Kriegsgebiet“ zu fahren. An solche Bilder muss man sich erst mal gewöhnen. Ich wohne zwar an der Mosel und kenne Hochwasserlagen, aber das was ich sah, war einfach unvorstellbar.

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Sammlung von Dankesgrüßen auf Postkarten

In dem Bestand der Kirchengemeinde Meisenheim, der noch nicht in Acta Pro verzeichnet ist (Erschlossen 1977), fand sich bei der Überprüfung und Durchsicht des Bestandes ein Album, das selbst hergestellt wurde. In diesem wurden 158 Feldpostkarten gesammelt, diese haben eine Laufzeit von 1916-1917. Inhaltlich geht es um die Dankesgrüße der Soldaten des 1. Weltkrieges, die von dem Vaterländischen Frauenverein Meisenheim Geschenke erhalten hatten.

Der Vaterländische Frauenverein wurde von der preußischen Königin und späteren Kaiserin Augusta 1866 gegründet. Der vollständige Name des Vereins lautete: „Deutscher Frauenverein zur Pflege und Hilfe für Verwundete im Kriege.“ Im Laufe der Zeit bildeten sich in vielen Gemeinden Ortsvereine. Die Tätigkeit ergibt sich aus dem Wortlaut des Vereinsnamens. 1937 wurde der Vaterländische Frauenverein von den Nationalsozialisten aufgelöst und in das Rote Kreuz überführt.

Feldpostkarten, um 1917, Vorderseiten
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Suchtprobleme gab es schon immer!

In Zeiten von „Corona“ hat der Alkoholkonsum in Deutschland zugenommen. Zum Teil haben Menschen mit dem vermehrten Alkoholkonsum etwas Schwierigkeiten. Aber schon in früheren Zeiten gab es Probleme mit den Suchterkrankungen. Durch die Abgabe des Archivs des Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland an das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf bekamen die Bibliotheken einen großen Zuwachs an Literatur die sich mit dem Suchtproblem beschäftigt. Die „kleinen Schriften“ bzw. „graue Literatur“ aus dieser Abgabe, wird oder ist bereits schon im Bibliotheksbestand des Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland eingegliedert und ist somit für jeden interessierten Zugänglich. Auf der Seite der: Diakonie Deutschland Infoportal, Arbeitsfelder im historischen Verlauf; Suchtkrankenhilfe, hat der Autor Stefen Meyer sich mit der Suchtproblematik beschäftigt und einen Bericht darüber geschrieben. Er ist Mitarbeiter der Historische Kommunikation/Archiv der Dachstiftung Diakonie mit Sitz in Gifhorn und hat mir erlaubt seinen Bericht zu verwenden.

Schuldscheine für den Erweiterungsbau des Krankenhauses in Traben-Trarbach

1887 wurde in Traben-Trarbach ein Gründungskomitee für den Bau eines Krankenhauses in Trarbach ins Leben gerufen. Durch großzügige Spenden konnte bereits mit dem Bau 1898 begonnen werden. 1900 erfolgte dann die Eröffnung. Im selben Jahr schloss die Krankenhausverwaltung mit der Stadt Trarbach und der Gemeinde Traben einen Nutzungsvertrag. 1901 entschied sich die Evangelische Kirchengemeinde Trarbach mit dem Evangelischen Diakonieverein Zehlendorf einen Vertrag auf Gestellung von Schwestern für das Krankenhaus zu schließen. 1922 erfolgte die Übernahme der wirtschaftlichen und rechtlichen Verwaltung durch die Stadt Traben-Trarbach. Um den Fortbestand des Krankenhauses zu sichern, wurde das Evangelische Krankenhaus 1951 und in den folgenden Jahren mit Hilfe des Vereins zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser e.V. Berlin gründlich umgebaut. Aus dieser Zeit stammen auch die vorliegenden Schuldscheine zu DM 100 und DM 500.

Diese Schuldscheine wurden allerdings nie herausgegeben. Beim Räumen des ehemaligen Büros der Kirchengemeinde Trarbach 1992 wurde die Schuldscheine noch ungeöffnet gefunden und bis auf wenige Exemplare kassiert. Die Schuldscheine wurden in der Bundesdruckerei Berlin gedruckt. Im Krankheitsfalle konnte der Darlehnsgeber diesen Schuldschein zur Begleichung der Krankenhaus- und Behandlungskosten verwenden. Im unteren Teil des Schuldscheins steht: Die Evangelische Kirchengemeinde Trarbach und die Stadt Traben-Trarbach treten dieser Schuldurkunde nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarung mit dem Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser e.V. bei. Der Schuldschein zeigt eine stilisierte Zeichnung des Krankenhauses. Links sieht man das alte Gebäude und rechts den neuen Anbau. Weitere Akten zu dem Krankenhaus finden sich im Bestand der Evangelischen Kirchengemeinde Trarbach: Signatur 4KG058B.

Vordrucke

Der Vordruck ist in der kirchlichen Verwaltung ein Schriftstück, das die wesentlichen Merkmale eine Rechtshandlung vorgibt, aber erst durch das Ausfüllen seine Rechtskraft erlangt.

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Europaatlas und Tageszeitung

In den Jahren 1937-1938 waren auf den Quittungen der Kölner Tageszeitung „Der Neue Tag“ Landkarten abgedruckt. Diese konnten in den Sammelatlas der Zeitung eingeklebt werden. Dieser enthielt 16 Seiten und konnte für 40 Pfennig beim Austräger der Zeitung erworben werden. In der Anzeige steht weiter, das man sich zugleich ein billiges Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch erwirbt. Die Landkarten haben eine Größe von B: 11 cm und L: 17 cm. Auf der abgebildeten Karte kann man zum Teil die linksrheinischen Gebiete unserer Landeskirche sehen wie Duisburg, Düsseldorf oder Trier. Die Karten finden sich in der unter der Signatur 8SL 050 im Archiv der Evangelischen Karte im Rheinland.

Landkartenausschnitt aus Kölner Tageszeitung „Der Neue Tag“, 1937-1938, Bestand: AEKR 8SL 050(Karten)