Über Uwe Hauth

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Beschaffung von Abendmahlsoblaten und Abendmahlswein im Kriegsjahr 1942

Rundschreiben des Rheinischen Konsistoriums betr. Beschaffung von Abendmahlsoblaten und Abendmahlswein, 27.03.1942, aus Bestand: AEKR Boppard 8SL 055B (Anordnungen-Rundschreiben-Merkblätter)

Im Kriegsjahr 1942 war es für die Kirchen nicht einfach Abendmahlsoblaten und Abendmahlswein zu beschaffen.
Da das Wetter 1941 nicht besonders gut war, bis zum Mai war es regnerisch und kalt, blieben die Erträge in der Landwirtschaft und Weinbau hinter den Erwartungen zurück.
Dies führte dazu, dass verschiedene Kirchengemeinden nachfragten, ob es möglich wäre, Bezugsscheine für diese Produkte zu bekommen, um Oblaten selber herzustellen und Wein für das Abendmahl zu haben. In den überwiegend landwirtschaftlich geprägten Regionen war es kein so großes Problem wie in den Städten. Hinzu kam auch das Problem bei der Ernte, das sich viele Männer als Soldaten an der Front befanden und somit für die Arbeit auf den Feldern und im Weinberg nicht zur Verfügung standen.
Das Evangelische Konsistorium der Rheinprovinz erließ ein Schreiben, das die Probleme darlegte, aber auch gleichzeitig Lösungen aufzeigte.
Auszüge aus dem Schreiben: „Unter Bezugnahme auf obiges Schreiben…..teile ich mit, dass ich die Getreidewirtschaftsverbände angewiesen habe, auf Antrag den Kirchengemeinde Mehlbezugscheine auszustellen. Mit Rücksicht darauf, dass ein höher ausgemahlenes Weizenmehl für die Herstellung von Oblaten nicht geeignet ist,….habe ich mich damit einverstanden erklärt, für diese Zwecke Dunst zur Verfügung zu stellen.“
Unter „Dunst“ ist der zwischen Gries und Mehl stehende Ausmahlungsgrad des Getreidekorns zu verstehen.
In einem weiteren Erlass gibt der Evangelische Oberkirchenrat bekannt, dass er sich mit den hier und dort entstandenen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Abendmahlwein befassen will.
Die Kirchenkanzlei empfahl deshalb, die Pfarrämter anzuweisen, mit dem vorhandenen und dem in nächster Zeit zu erwerbenden Abendmahlswein äußerst sparsam umzugehen und ihn gegebenenfalls nur noch mit Wasser gemischt zu gebrauchen. Von einer Wiederverwertung nicht gebrauchten Weins aus Abendmahlkelchen sei dabei jedoch selbstverständlich aus hygienischen Gründen grundsätzlich abzusehen.

Gottesdienstplakat

Ankündigung evangelischer und katholischer Gottesdienste in der Stadt Linz am Rhein

Plakat, Ankündigung evangelischer und katholischer Gottesdienste in der Stadt Linz am Rhein, von A. Schulte in Linz; aus Bestand: AEKR Boppard Sammlung R. W. Schmidt (unverzeichnet)

In der noch nicht ganz erschlossen Sammlung von Dr. K. W. Schmidt in der Evangelischen Archivstelle Boppard findet sich ein Plakat, auf dem die katholische und die evangelische Pfarrkirche ihre Gottesdienste ankündigen. Das Plakat stammt vermutlich aus der Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts und hat die Größe von DIN A3.  Es zeigt Abbildungen beider Kirchen sowie Telefonnummern beider Pfarrämter. Umrandet wird das Plakat von Motiven des ausgehenden Jugendstils. Der Druck erfolgte durch A. Schulte in Linz, vermutlich im Auftrag der Stadt. In der Stadt Linz am Rhein scheint es ein friedliches Miteinander der beiden Konfessionen gegeben zu haben. 

Weiß jemand die genaue Datierung?

Aufbau der Landeskundlichen Dokumentation in der Evangelischen Archivstelle in Boppard

Neuer Sammlungsbestand mit Faltblättern und andere Informationen

Landeskundliche Dokumentation im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Archivstelle Boppard. Bestand: AEKR Boppard 8SL 085B ( Landeskundliche Sammlung)

Immer wieder findet man in Aktenbeständen oder Kirchengemeinden usw. Faltblätter von Gebäuden und Orten oder Informationen zu Veranstaltungen und vieles mehr. Da diese manchmal keinen Bezug zu dem Aktenbestand haben, werden diese nun in einem eigenen neuen Sammlungsbestand aufgenommen:  8SL 085B Landeskundliche Sammlung.

Diese Sammlung von Faltblättern, Prospekten und Informationen umfasst den Zeitraum von 1950 bis heute. Diese sind nach folgenden Obergruppen schematisch gegliedert: Kirchen und Klöster; Orte; Landesgeschichte; Burgen, Festungen und Schlösser; Landschaften; Gedenkstätten und Museen; Bibliotheken; Archive; Vereine und Stiftungen; Kirchliche Einrichtungen; Landeskirchliche Informationen; Judentum; Persönlichkeiten; Kultur- und Baudenkmäler. Die Faltblätter und Informationen können zur Ergänzung von Ausstellungen, aber auch als Vorlage für Veröffentlichungen usw. dienen. Diese Sammlung umfasst das gesamte Gebiet der Evangelischen Kirche in Deutschland und teilweise das angrenzende Ausland und den deutschsprachigen Raum, da einige der Informationen einen Bezug zu dem Gebiet der EKD bzw. EKiR haben. Der Schwerpunkt liegt aber auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland, das Teile der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen umfasst.

Verringerung der Beschmutzung der Kirche

Mitnahmezettel nach dem Gottesdienst zur Verringerung der Beschmutzung der Kirche, aus Bestand: AEKR 4KG 113B  (Kirchengemeinde Simmern-Altweidelbach-Holzbach)

Als Anlage im Revisionsbericht über die Reparaturarbeiten in der Evangelischen Stephanskirche in Simmern von 1833 fand sich nachfolgend abgebildeter Zettel, der zur Mitnahme nach dem Gottesdienst bestimmt war und auch ausgehangen wurde. Vieles hat heute noch Geltung.

„Zur gef. Beachtung!

Die Gemeindeglieder werden angelegentlichst gebeten, darauf zu achten, daß die Kirche nicht muthwillig beschädigt oder verschmutzt wird, namentlich durch Einschneiden in das Holzwerk, Schreiben an die Wände, Auswurf auf den Fußboden u. s. w. Besonders wird auch die Benutzung der Eisen vor der Thür und der Strohmatten am Eingang zur Reinigung des Fußwerks empfohlen.“

Bestand: 4KG113B  Simmern-Altweidelbach-Holzbach

Archivtag Rheinland-Pfalz/Saarland

Teilnehmer bei der Gruppenarbeit/Diskussion, Archivtag Rheinland-Pfalz, Saarland am 14. Mai 2018 im Kommunikationszentrum der Stadt Neunkirchen.

Am 14. Mai 2018 fand im Kommunikationszentrum der Stadt Neunkirchen im Saarland der Archivtag Rheinland-Pfalz statt. Der Archivtag wurde von dem Oberbürgermeister eröffnete und von Dr. Linsmayer vom Landesarchiv Saarbrücken. Prof. Glauert vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam referierte über die Archivbenutzung – Entwicklung, Perspektiven und Grenzen.  Als nächstes wurde über die  Benutzerpflichten und den Benutzerservice gesprochen und auch diskutiert. Nach der Mittagspause wurden die ca. 70 Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. Im ersten Workshop ging es um Benutzergruppen und Benutzerbetreuung und den Umgang mit komplizierten Benutzern. Im zweiten Workshop ging es um über die rechtlichen Aspekte der Benutzung von Archivalien und der Schutzfristen gesprochen.  Anschließend gab es eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit Diskussion. In der daran folgenden aktuellen Stunde wurde auch über die Arbeitsgemeinschaft Bestandserhaltung in Rheinland-Pfalz gesprochen. Das Programm mit den Referenten und zum Teil den Vorträgen, kann künftig im Gemeinschaftsblog der rheinland-pfälzischen und saarländischen Archive nachgelesen werden.

Biblische Quizkarten

Biblische Quizkarten aus den 60/70er Jahren

Biblische Quizkarten aus den 60/70er Jahren

Zwischen einem Stoß alter Zeitungen die zur Kassation bestimmt waren fand sich ein Bibelquiz über dessen Herkunft nichts bekannt ist. Das Quiz besteht aus 48 Fragekarten mit Antworten. Je nach Schwierigkeit der Frage gibt es 1 bis 4 Punkte. Weiter findet sich auf jeder Quizkarte neben der Nummer ein Datum. Das Deckblatt, ebenso wie die Anleitung sind nicht vorhanden. Es befindet sich in einer Kartenspielbox mit einem transparentem Deckel und einem farbigen Boden. Auf dem Boden steht: „Schmid´s  Münchner  Spielkarten seit 1860.  Die alte deutsche Marken=Spielkarte seit 100 Jahren.“ Wer weiß mehr über dieses Bibelquiz? Gabe es noch andere Ausgaben?

Rätselhafte Handzeichnungen in einem Büchlein

Rätselhafte Handzeichnung im Pfarr-Gefälle Büchlein von 1647, eingebunden mit einer Urkunde, vermutlich ehemalige Wolfer Kloster, aus Bestand: AEKR 4KG 110B (Kirchengemeinde Enkirch),

In dem Bestand 4KG 110B der Evangelischen Kirchengemeinde Enkirch, der in der Archivstelle Boppard neu zugegangen ist und derzeit bearbeitet wird, findet sich ein Pfarr-Gefälle Büchlein von 1647. Es ist mit einer Urkunde eingebunden, die vermutlich aus dem Bestand des ehemaligen Wolfer Kloster stammt.

Beschreibung der Zeichnung: Oben links steht der Schriftzug eines Namens, man kann gut lesen Andreas Tr…..(Rest nicht eindeutig zu entziffern, ich bitte um Hilfe).
Im oberen Teil des Blattes finden sich Notenlinien mit Buchstaben und Noten. Darunter ist ein „Kopfähnliches Symbol“  (Totenkopf) gemalt, dessen Bedeutung ich noch nicht erkennen konnte. Weshalb ich auch hier um Hilfe bitte.

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