Über Uwe Hauth

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Verringerung der Beschmutzung der Kirche

Mitnahmezettel nach dem Gottesdienst zur Verringerung der Beschmutzung der Kirche, aus Bestand: AEKR 4KG 113B  (Kirchengemeinde Simmern-Altweidelbach-Holzbach)

Als Anlage im Revisionsbericht über die Reparaturarbeiten in der Evangelischen Stephanskirche in Simmern von 1833 fand sich nachfolgend abgebildeter Zettel, der zur Mitnahme nach dem Gottesdienst bestimmt war und auch ausgehangen wurde. Vieles hat heute noch Geltung.

“Zur gef. Beachtung!

Die Gemeindeglieder werden angelegentlichst gebeten, darauf zu achten, daß die Kirche nicht muthwillig beschädigt oder verschmutzt wird, namentlich durch Einschneiden in das Holzwerk, Schreiben an die Wände, Auswurf auf den Fußboden u. s. w. Besonders wird auch die Benutzung der Eisen vor der Thür und der Strohmatten am Eingang zur Reinigung des Fußwerks empfohlen.”

Bestand: 4KG113B  Simmern-Altweidelbach-Holzbach

Archivtag Rheinland-Pfalz/Saarland

Teilnehmer bei der Gruppenarbeit/Diskussion, Archivtag Rheinland-Pfalz, Saarland am 14. Mai 2018 im Kommunikationszentrum der Stadt Neunkirchen.

Am 14. Mai 2018 fand im Kommunikationszentrum der Stadt Neunkirchen im Saarland der Archivtag Rheinland-Pfalz statt. Der Archivtag wurde von dem Oberbürgermeister eröffnete und von Dr. Linsmayer vom Landesarchiv Saarbrücken. Prof. Glauert vom Brandenburgischen Landeshauptarchiv in Potsdam referierte über die Archivbenutzung – Entwicklung, Perspektiven und Grenzen.  Als nächstes wurde über die  Benutzerpflichten und den Benutzerservice gesprochen und auch diskutiert. Nach der Mittagspause wurden die ca. 70 Teilnehmer in zwei Gruppen geteilt. Im ersten Workshop ging es um Benutzergruppen und Benutzerbetreuung und den Umgang mit komplizierten Benutzern. Im zweiten Workshop ging es um über die rechtlichen Aspekte der Benutzung von Archivalien und der Schutzfristen gesprochen.  Anschließend gab es eine Zusammenfassung der Ergebnisse mit Diskussion. In der daran folgenden aktuellen Stunde wurde auch über die Arbeitsgemeinschaft Bestandserhaltung in Rheinland-Pfalz gesprochen. Das Programm mit den Referenten und zum Teil den Vorträgen, kann künftig im Gemeinschaftsblog der rheinland-pfälzischen und saarländischen Archive nachgelesen werden.

Biblische Quizkarten

Biblische Quizkarten aus den 60/70er Jahren

Biblische Quizkarten aus den 60/70er Jahren

Zwischen einem Stoß alter Zeitungen die zur Kassation bestimmt waren fand sich ein Bibelquiz über dessen Herkunft nichts bekannt ist. Das Quiz besteht aus 48 Fragekarten mit Antworten. Je nach Schwierigkeit der Frage gibt es 1 bis 4 Punkte. Weiter findet sich auf jeder Quizkarte neben der Nummer ein Datum. Das Deckblatt, ebenso wie die Anleitung sind nicht vorhanden. Es befindet sich in einer Kartenspielbox mit einem transparentem Deckel und einem farbigen Boden. Auf dem Boden steht: „Schmid´s  Münchner  Spielkarten seit 1860.  Die alte deutsche Marken=Spielkarte seit 100 Jahren.“ Wer weiß mehr über dieses Bibelquiz? Gabe es noch andere Ausgaben?

Rätselhafte Handzeichnungen in einem Büchlein

Rätselhafte Handzeichnung im Pfarr-Gefälle Büchlein von 1647, eingebunden mit einer Urkunde, vermutlich ehemalige Wolfer Kloster, aus Bestand: AEKR 4KG 110B (Kirchengemeinde Enkirch),

In dem Bestand 4KG 110B der Evangelischen Kirchengemeinde Enkirch, der in der Archivstelle Boppard neu zugegangen ist und derzeit bearbeitet wird, findet sich ein Pfarr-Gefälle Büchlein von 1647. Es ist mit einer Urkunde eingebunden, die vermutlich aus dem Bestand des ehemaligen Wolfer Kloster stammt.

Beschreibung der Zeichnung: Oben links steht der Schriftzug eines Namens, man kann gut lesen Andreas Tr…..(Rest nicht eindeutig zu entziffern, ich bitte um Hilfe).
Im oberen Teil des Blattes finden sich Notenlinien mit Buchstaben und Noten. Darunter ist ein „Kopfähnliches Symbol“  (Totenkopf) gemalt, dessen Bedeutung ich noch nicht erkennen konnte. Weshalb ich auch hier um Hilfe bitte.

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Das Matthäusevangelium für Blinde

Neu im Bibliotheksbestand AEKR Boppard: Das Evangelium S. Matthäi – zum Gebrauch für Blinde, Stuttgarter Verlag der Privilegierten Bibelanstalt 1857/1858

In den übernommen Büchern der ehemaligen Evangelischen Kirchengemeinde Enkirch, die in den Bibliotheksbestand der Archivstelle Boppard eingegliedert werden, findet sich das Matthäusevangelium für Blinde. Aber nicht in der bekannten Brailleschrift (Punktschrift) für Blinde (Blog LWL), sondern als erhaben geprägte Buchstaben. Ungefähr im 18. Jahrhundert begann man mit der Entwicklung von tastbaren Schriften für Blinde. Diese Schriften in Form von erhabenen geprägten Buchstaben aus dickem Papier waren zwar einigermaßen zu gebrauchen, viele Buchstaben fühlten sich aber ähnlich an. Das erschwerte das Lesen. In dem uns vorliegenden Buch, sind alle Texte in Großbuchstaben geprägt. Das Evangelium liegt in 2 Bänden gebunden vor und hat insgesamt 223 Seiten (Format: 27,5 x 22 cm).

Weitere Informationen finden sich unter folgendem Link im Blindenmuseum Berlin.

Reformationsansprache 1916/1917

Reformationsansprache, aus Bestand: AEKR Boppard Sammlung R. W. Schmidt (unverzeichnet)

In der noch nicht vollständig erschlossenen Sammlung von Dr. R.W. Schmidt in der Evangelischen Archivstelle in Boppard, fand ich bei der Durchsicht folgendes Dokument des Deutschen Evangelischen Kirchenausschuss zu Berlin. In dieser Reformationsansprache an die Gemeinden beim bevorstehenden Jahreswechsel 1916 / 1917 findet sich auch der Bezug auf den 1. Weltkrieg, der 1918 erst zu Ende war und den Deutschland bekanntlich verloren hat, der Satz: „Noch wissen wir nicht, ob das beginnende Jahr uns den Frieden bringt, der eine umfassendere Feier gestattet…”. Das dem nicht so war ist bekannt.

 

 

Theologen im Quartett

Das Theologen-Quartett, ein Spiel der Evangelischen Verlagsanstalt in Leipzig

Der Besuch der Buchmesse dieses Jahr in Frankfurt, führte mich auch zu den Ständen der evangelischen Verlage. Die Evangelische Verlagsanstalt in Leipzig hatte ein Theologen-Quartett ausliegen, das man nach Rücksprache mitnehmen konnte. Ich fragte mich: „ Was mache ich mit einem Quartett?“ Zu Hause angekommen betrachtete ich dieses Kartenspiel mal genauer und stellte fest, dass es sehr interessant und lehrreich ist. Von dem Kirchenvater Tertullian geb. um 160 v. Chr. bis Gerhard Ebeling geb. 1912 werden insgesamt 48 Theologen vorgestellt.  

Die Abbildungen zeigen den Deckel der Verpackung und drei Karten. Der Text stammt aus der Beilage der Spielbeschreibung.

Theologen-Quartett von Wilfried Engemann

 

Glockengießer

Erschienen im Heft „Musik und Kunst“ 20. Jahrgang, 1950 September/Oktober

Konkurrenz oder Mitanbieter, diese Frage stellt sich einem, wenn man die Werbung der Glockengießer in der Veröffentlichung des Heftes „Musik und Kunst“ 20. Jahrgang, 1950 September/Oktober sieht. Dort werben 12 Hersteller von Bronzeglocken um Kunden. In diesen Anzeigen findet man auch Hinweise auf weitere Produkte, die diese Firmen produzieren: dazu zählen Läutewerke, Glockenstühle und Turmuhren.

Spruchkärtchen als Lesezeichen

Spruchkärtchen mit Bibelversen, die ehemals als Lesezeichen benutzt wurden. Bestand: AEKR Boppard Sammlung Dr. Schmidt (unverzeichnet)

Immer wieder finden sich in Büchern oder zwischen Archivalien Spruchkärtchen mit Bibelversen, die als Lesezeichen gedient haben. Bei den Texten auf diesen Kärtchen handelt es sich in der Regel um ein Zitat aus der Bibel oder eine Vers. Diese Kärtchen können aufwendig gestaltet sein und werden mit verschiedenen Drucktechniken hergestellt. Diese Kärtchen dienen der Erbauung, dem moralischen Zuspruch oder erinnern an ein Ereignis. Die hier abgebildeten Kärtchen befinden sich in der noch nicht verzeichneten Sammlung der Evangelischen Archivstelle Boppard, die von Dr. Schmidt angelegt wurde. In diesem Sammlungskonvolut finden sich auch noch Totenzettel und Kärtchen mit Bildnissen der katholischen Kirche.

Back to the roots – von Papier zu Stein

CC0 Public Domain/ Pixabay

Im September 1906, sendet die Königliche Regierung,  Abteilung für Kirche- und Schulwesen ein Schreiben an alle Gemeinden, das aufgrund der erstatteten Berichte, der letzten drei Jahre und die seither gemachten Erfahrungen, es der Förderung der Schreibens dient, wenn man von dem Schreiben auf der Schiefertafel auf das Schreiben in Hefte umstellt.

 

Wegfall der Schiefertafel an Volksschulen, Koblenz 20.09.1906; aus Bestand: AEKR Boppard (Sammlung Dr. Schmidt), unverzeichnet.

Zuerst sollte der Wegfall der Schiefertafel für die Schüler der drei oberen Altersjahre erfolgen.Wo es aber die Verhältnisse gestatten, darf diese Anordnung schon vom Beginn des vierten Schuljahres ab durchgeführt werden. Auf den Schiefertafeln wurde mit einem Griffel geschrieben. Am dem Holzrahmen waren in der Regel eine Griffel- und eine Schwammdose angebracht. Die Benutzung der Schiefertafel war in früheren Zeiten dem Mangel an Papier geschuldet. Ebenso hat man mit Schwamm und Wasser eine einfache Möglichkeit Fehler wegzuwischen. Heute werden in einigen Grundschulen schon wieder Schiefertafel verwendet, da man festgestellt hat, das durch das Schreiben auf der Tafel die Schüler eine schönere Handschrift entwickeln und der Papierverbrauch rückläufig ist, da man alles wegwischen kann und die Fläche neu beschriften. Auf der einen Seite der Schiefertafeln waren Schreiblinien aufgemalt und auf der anderen Seite Karos für die Rechenaufgaben.