Über Uwe Hauth

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Schuldscheine für den Erweiterungsbau des Krankenhauses in Traben-Trarbach

1887 wurde in Traben-Trarbach ein Gründungskomitee für den Bau eines Krankenhauses in Trarbach ins Leben gerufen. Durch großzügige Spenden konnte bereits mit dem Bau 1898 begonnen werden. 1900 erfolgte dann die Eröffnung. Im selben Jahr schloss die Krankenhausverwaltung mit der Stadt Trarbach und der Gemeinde Traben einen Nutzungsvertrag. 1901 entschied sich die Evangelische Kirchengemeinde Trarbach mit dem Evangelischen Diakonieverein Zehlendorf einen Vertrag auf Gestellung von Schwestern für das Krankenhaus zu schließen. 1922 erfolgte die Übernahme der wirtschaftlichen und rechtlichen Verwaltung durch die Stadt Traben-Trarbach. Um den Fortbestand des Krankenhauses zu sichern, wurde das Evangelische Krankenhaus 1951 und in den folgenden Jahren mit Hilfe des Vereins zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser e.V. Berlin gründlich umgebaut. Aus dieser Zeit stammen auch die vorliegenden Schuldscheine zu DM 100 und DM 500.

Diese Schuldscheine wurden allerdings nie herausgegeben. Beim Räumen des ehemaligen Büros der Kirchengemeinde Trarbach 1992 wurde die Schuldscheine noch ungeöffnet gefunden und bis auf wenige Exemplare kassiert. Die Schuldscheine wurden in der Bundesdruckerei Berlin gedruckt. Im Krankheitsfalle konnte der Darlehnsgeber diesen Schuldschein zur Begleichung der Krankenhaus- und Behandlungskosten verwenden. Im unteren Teil des Schuldscheins steht: Die Evangelische Kirchengemeinde Trarbach und die Stadt Traben-Trarbach treten dieser Schuldurkunde nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarung mit dem Verein zur Errichtung evangelischer Krankenhäuser e.V. bei. Der Schuldschein zeigt eine stilisierte Zeichnung des Krankenhauses. Links sieht man das alte Gebäude und rechts den neuen Anbau. Weitere Akten zu dem Krankenhaus finden sich im Bestand der Evangelischen Kirchengemeinde Trarbach: Signatur 4KG058B.

Vordrucke

Der Vordruck ist in der kirchlichen Verwaltung ein Schriftstück, das die wesentlichen Merkmale eine Rechtshandlung vorgibt, aber erst durch das Ausfüllen seine Rechtskraft erlangt.

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Europaatlas und Tageszeitung

In den Jahren 1937-1938 waren auf den Quittungen der Kölner Tageszeitung „Der Neue Tag“ Landkarten abgedruckt. Diese konnten in den Sammelatlas der Zeitung eingeklebt werden. Dieser enthielt 16 Seiten und konnte für 40 Pfennig beim Austräger der Zeitung erworben werden. In der Anzeige steht weiter, das man sich zugleich ein billiges Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch erwirbt. Die Landkarten haben eine Größe von B: 11 cm und L: 17 cm. Auf der abgebildeten Karte kann man zum Teil die linksrheinischen Gebiete unserer Landeskirche sehen wie Duisburg, Düsseldorf oder Trier. Die Karten finden sich in der unter der Signatur 8SL 050 im Archiv der Evangelischen Karte im Rheinland.

Landkartenausschnitt aus Kölner Tageszeitung „Der Neue Tag“, 1937-1938, Bestand: AEKR 8SL 050(Karten)

Kirchenlieder auswendig lernen? Musste das sein?

Die Kreissynode der Kirchenkreises Simmern, beschloss am 3. August 1853, welche Kirchenlieder in den Schulen auswendig zu lernen sind. Insgesamt waren es 30 Lieder, mit all ihren Strophen. Auf der Liste sind alle Lieder aufgeführt mit ihrer Nummer, die diese im Elberfelder Gesangbuch und dem Berliner Gesangbuch hatten, die damals im Gebrauch waren. Bis auf zwei Lieder finden sich in dem heutigen „Evangelischen Gesangbuch (EG)“ wieder, das seit dem 1. Advent 1996 in der Evangelischen Kirche im Rheinland in Gebrauch ist. Die Lieder in dem heutigen Gesangbuch Nummer 1 – 535 finden sich im Stammteil der Gesangbücher aller Evangelischen Kirchen in Deutschland wieder. Die Lieder unserer Landeskirche haben die Nummern 536 – 695. Die zwei fehlenden Lieder finden sich heute unter den Nummern 662 „Wie groß ist des Allmächt´gen Güte „ und 694 „Alle Menschen müssen sterben“. Durch den Beschluß der Kreissynode musste es also sein.

Kirchenführer Bad Bertrich, klein aber fein

Kirchenführer Bad Bertrich, S. 1 u. S. 4
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Bestrafung bei Schulversäumnissen im Jahr 1845

Der heutige Blogbeitrag handelt von Strafmaßnahmen bei Schulversäumnissen in den Elementarschulen der Rheinprovinz 1845, welche in Auszügen hier wiedergegeben wird. Der Katalog der Strafmaßnahmen reicht hier über Geldstrafen bis zur Gefängnisstrafe als ultima ratio.

Dort liest man dann:

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Fahrscheine: Archivwürdig? Was macht man damit?

Was soll mit diesen Fahrscheinen geschehen?

In einem Sammelsurium, einer Art „Restekiste“ des geräumten Pfarrhauses in Horn fand sich ein Umschlag mit verschiedenen Pappfahrkarten, auch Billets genannt. Diese Fahrscheine gab es an einzelnen kleineren Bahnhöfen noch bis 1982. Diese Art der Fahrscheine wurde von dem Engländer Edmondson aus den ursprünglichen Zettelfahrscheinen entwickelt (Wikipedia: Edmondsonsche Fahrkarte). Die Fahrscheine wurden auf einem festen Karton gedruckt, mit Seriennummern versehen und die Entwertung konnte durch eine einfache Lochung oder eine Stempelung mit Datum entwertet werden. Durch ihr kleines Format von 30,5 x 57 mm konnten diese im Porte­mon­naie gut mitgenommen werden. Jetzt stellt sich die Frage, was macht man mit einem solchen Fund. In den Unterlagen fand sich kein Hinweis, warum der Pfarrer diese Fahrscheine aufgehoben hat. Hat er mit diesen Fahrscheinen selber Fahrten unternommen oder war es seine Frau oder ein Gemeindeglied?  Für mich als Archivar stellte sich die Frage: „Was soll mit diesen Fahrscheinen geschehen“? Sollen diese bei den Akten verbleiben oder nicht? Wie ich feststellen konnte, fanden sich keine Unterlagen, die Auskunft über die Verwendung der Fahrkarten gaben. Also bleibt normalerweise nur die Kassation oder aber die kostenlose Abgabe an einen Sammler oder ein Museum, das sich mit Eisenbahngeschichte beschäftigt.