Tagungshinweis: Kritik der digitalen Vernunft

Schon einmal etwas von Modellathons und Poster Slams gehört oder geschweige denn teilgenommen? Der Verband DHd – “Digital Humanities im deutschsprachigen Raum” veranstaltet vom 26. Februar bis zum 2. März 2018 seine fünfte Jahrestagung unter dem Titel “Kritik der digitalen Vernunft”. Tagungsort ist die Universität Köln, alle Informationen findet man hier.

Das ungemein facettenreiche Programm bietet Workshops und weitere innovative Tagungsformate zu allen Themengebieten der digitalen Geisteswissenschaften. Aus archivischer Sicht hervorzuheben sind die Veranstaltungen zur automatischen Texterkennung mit Transkribus, zu digitalen Editionen, zur Nutzung von Wikidata sowie zu kollaborativen Erschließungsprojekten.

Registratur von Präses Held (1948-1957) für Forschung neu erschlossen

© Markus Feger Düsseldorf / EKiR: Eröffnung des Wandportraits des ehemaligen Präeses Heinrich Held. Das Porträt von Held (1897 – 1957) vor dem Martin-Luther-Saal im Düsseldorfer Landeskirchenamt stammt von der Münchner Künstlerin Celina Szelejewska-Pigulla.

An seinem 120. Geburtstag wurde Heinrich Held, der erste Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, im Rahmen der Aktion “Kirchenköpfe” mit einer künstlerisch ansprechenden Collage geehrt.

Pünktlich zum Jubiläum liegt nun auch das neue Findbuch zu den Handakten von Präses Held aus seiner Amtszeit vor. Der inhaltlich facettenreiche Bestand wurde bereits öfter für Themen der deutschen Nachkriegszeit herangezogen. Bislang lag nur eine knappe Erschließungsliste vor, was die Benutzung sehr erschwerte. Nunmehr können Themen wie die Saarabstimmung 1955, das Verhältnis der Kirche zu den politischen Parteien oder  die Kontroversen um die Wiederbewaffnung mit Hilfe detaillierter Enthältvermerke recherchiert werden.

Aus evangelischen Archiven 54 (2014) jetzt online

Der neue Jahresband der Zeitschrift des Verbandes kirchlicher Archive ist jetzt auch online im Volltext verfügbar. Er bietet einen aktuellen Überblick über Entwicklungen in den Archiven der Landeskirchen und Diakonie auf EKD-Ebene. Der “rheinische” Beitrag beschäftigt sich mit den Chancen externer Erschließung in kirchlichen Archiven. Neben der Erschließung durch Ehrenamtliche und professionelle Dienstleister wird hierbei auch verstärkt das Crowdsourcing in den Blick genommen.