Über Jochen Gruch

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Was machen diese zehn Männer?

Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung, u.a. Theologen D. Dorner senior und Aug. Dorner junior (ca. 1880), Fotosammlung; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0001

Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung, u.a. Theologen D. Dorner senior und Aug. Dorner junior (ca. 1880), Fotosammlung; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0001

Am 7. Juli vorigen Jahres wies Frau Klein an dieser Stelle auf die flickr-Präsenz des Archivs hin, und bat bei dieser Gelegenheit um Mithilfe bei der Bestimmung von vier Photos: Wir sind dann mal online – jetzt auch auf flickr.

Eines konnte dank der Mithilfe eines Lesers auch sehr schnell zugeordnet werden: Fotopuzzle 2.0. Weitere Hinweise gingen bisher leider nicht ein. Daher möchte ich nunmehr für ein weiteres Bild meine bisherigen Ergebnisse vorstellen. Es geht um das Bild, auf dem zehn honorig wirkende Männer abgebildet sind, fünf stehen, fünf sitzen.

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Kennen Sie diesen Pfarrer? Folge 2

sherlock-holmesWas bisher geschah: Am 18. Januar 2016 wurden 27 rheinische Pfarrer ohne Vergangenheit und Zukunft in die Weiten des Internet geschickt. Leider erreichte mich bislang über keinen von ihnen eine Nachricht.

Dieser Weg scheint also wenig erfolgversprechend zu sein. Da ich aber nach dem Motto lebe „Von der Politik lernen heißt Siegen lernen“ wende ich dies Mittel einfach weiter an und setze die Serie unverdrossen fort.

Im Jahre 1773 wurde der Pfarrer der kleinen lutherischen Gemeinde in Krefeld, Johannes Zacharias Dieterich, dienstunfähig.

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Wer kennt diesen Pfarrer?

Pfarrer wechseln bekanntlich schon mal die Pfarrstelle. Selbst wenn sie in eine andere Landeskirche wechseln, ist üblicherweise zumindest der Name dieser Kirche bekannt. Aber nicht immer. Und es gibt Fälle, da ist zwar der Name des neuen Pfarrortes überliefert, aber dies nützt immer noch nichts, denn diesen Ortsnamen gibt es mehrfach.

Was kann ich in solchen Fällen tun?

Als erstes sehe ich natürlich in den geographisch und/oder konfessionell naheliegenden Pfarrerbüchern nach. Hilft dies nicht weiter, werden die übrigen verfügbaren Pfarrerbücher durchsucht, anschließend das Internet.

Zunächst möchte ich einen konkreten Fall vorstellen, anschließend bitte ich bei einer ganzen Reihe ähnlicher Fälle um Ihre Hilfe.

Wilhelm Christian Groos war von 1811 bis 1813 Pfarrer in Züsch. Rosenkranz schreibt, ohne daß mir seine Quellen bekannt geworden wären, Groos sei am 1. Feb. 1787 als Sohn des Pfarrers Georg Groos und seiner Ehefrau Klara Sofia geb. Christian in Wehrheim bei Usingen geboren worden. Von 1813 bis zu seinem Tod am 26. Aug. 1823 wäre er Pfarrer in Eberbach am Neckar gewesen.

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War Pfarrer Gottfried Hessel ein Mörder?

Ein Verdacht ist schnell ausgesprochen. Ihn zu beweisen oder zu widerlegen fällt da schon schwerer. Und es ist nicht immer möglich. Selbstverständlich kann grundsätzlich auch ein Pfarrer zum Mörder werden. Und es hat solche Fälle bereits gegeben. Zu erinnern sei an den Kellenbacher Pfarrer Gerhard Entes, der 1590 seine Frau erschlug weil sie zuviel Geld für Kleidung ausgab. Hier will ich einen Fall aus dem Jahre 1872 schildern, der bis heute nicht geklärt werden konnte.

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Kann man Pfarrer ohne Theologiestudium werden?

Ein Pfarrer hat Theologie studiert! Das ist eine der Errungenschaften der Reformation!

So heißt es allgemein. Und grundsätzlich stimmt dies natürlich. Aber keine Regel ohne Ausnahme. In diesem Fall: ohne Ausnahmen. Während und kurz nach den beiden Weltkriegen, als viele Pfarrer eingezogen oder in Gefangenschaft waren, wurden sie durch Missionare ersetzt, die nicht in ihr Missionsgebiet zurückkehren konnten. In den 1960er Jahren kamen dann noch besondere Wege ins Pfarramt hinzu, im Rheinland waren es die Gemeindemissionare.

Aber hier will ich von einer individuellen Ausnahme berichten. Wir schreiben das Jahr 1795.

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Wo liegt Deutschland?

Am 7. August 1632 beschloß das Presbyterium der reformierten Gemeinde Düsseldorf den bisherigen Pfarrer der Ratinger Gemeinde, Gobert Adam Gerlach, als neuen Pfarrer anzustellen. Da er noch nicht so gut bekannt war, er hatte die Pfarrstelle in Ratingen erst im Jahr zuvor angetreten, sollte er zunächst probeweise für ein halbes Jahr kommen. Die Probezeit verlief wohl zur beiderseitigen Zufriedenheit, zumindest wird in den Protokollen nichts zum Übergang in ein dauerhaftes Anstellungsverhältnis erwähnt.

Protokollauszug vom 20. August 1633 aus Bestand: AEKR Düsseldorf, 4 KG 005 (Ev. Kirchengemeinde Düsseldorf), 40

Protokollauszug 20. August 1633 aus Bestand: AEKR Düsseldorf, 4 KG 005 (Ev. Kirchengemeinde Düsseldorf), 40

Jedoch ziemlich genau ein Jahr später, in der Sitzung am 20. August 1633, teilt Gerlach mit, er wolle seine Stellung aufgeben und sich anderswo um eine neue Pfarrstelle bewerben. Und die entsprechende Formulierung im Protokoll erscheint bemerkenswert: „Dominus Goberti Adami Gerlaci hatt angeben, daß Vorhabens währe, sich naher Deutschland zu begeben…“

Aber wo liegt dies Deutschland?

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