Womit beschäftigten sich die Damen des Deutschen Evangelischen Frauenbundes?

Im Herbst 2020 war der Deutsche Evangelische Frauenbund bereits Inhalt eines Blogbeitrags mit seinen Frauenkalendern und einem Blick in die Mitgliederlisten. Über die Arbeit der Ortgruppen wird im „Mitteilungsblatt des Rheinischen Verbandes des Deutsch-Evang. Frauenbundes“ berichtet, das seit 1933 erschien und in unserer Archivbibliothek unter der Signatur ZK 1109 vorhanden ist.

Die Ortsgruppe Boppard berichtet in der Ausgabe Nr. 2 vom Mai 1934 über das Vereinsjahr 1933/34. Eine Mitgliederversammlung wurde nicht abgehalten, es wurden jedoch drei „große Mütterabende“ durchgeführt. Themen waren Vorträge („Katharina von Bora und Luthers Familienleben“; „Die Lage in der evangelischen Kirche“, durch den Ortspfarrer Goebel; „Mathilde Wrede, der Engel der Gefangenen“), Aufführungen durch Kindergruppen (Lutherspiel; Adventsspiel).und Gesangsdarbietungen.

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Notfallmanagement zu Wasserschäden in Gemeindearchiven

die Unwetter der vergangenen Tage haben im Gebiet der EKiR natürlich auch im Archivbereich zu enormen Schäden geführt. Neben Stadtarchiven wie Stolberg und Leichlingen sind auch Archiv- und Registraturräume von Kirchengemeinden schwer getroffen worden. Schwerpunkte in NRW sind die Nordeifel, der Raum Aachen und der Raum Düsseldorf/Wuppertal/Bergisches Land. Im rheinland-pfälzischen Teil der Landeskirche sind es die Regierungsbezirke Trier und Koblenz.

Was ist vor Ort zu tun? Das Schriftgut muss nach der Bergung zur Schimmelvermeidung möglichst rasch tiefgefroren und so für eine spätere Gefriertrocknung vorbereitet werden. Das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum in Brauweiler hat alle wichtigen Informationen zur Bergung und Erstbehandlung von durchnässtem Archivgut hier online zusammengestellt. Sehr anschaulich informiert das Video des LWL-Archivamtes in Münster.

Es hilft jetzt nichts, über die beliebte Platzierung selbst wertvoller historischer Bestände in Kellerräumen von Pfarr- oder Gemeindehäusern zu philosophieren. Es muss jetzt versucht werden, zu retten, was zu retten ist.

Integriertes Pestmanagement zwischen Theorie und Praxis

Abb. 1: Schädlingsbild

Unter integrierter Schädlingsbekämpfung bzw. Integrated Pest Management (IPM) werden die Maßnahmen zur Erfassung und Bekämpfung eines Schädlingsbefalls in einer Institution zusammengefasst. Als zentraler Aspekt der Bestandserhaltung hat sich die Schädlingsbekämpfung zunehmend zu einem eigenen Wissens- und Forschungsbereich entwickelt, dessen Ergebnisse und Empfehlungen in der „DIN EN 16790 Erhaltung des kulturellen Erbes – Integrierte Schädlingsbekämpfung zum Schutz des kulturellen Erbes“ eingegangen sind. Als Archiv verfolgen wir die Entwicklung mit großem Interesse und versuchen so gut wie möglich, die Empfehlungen umzusetzen. Wie so häufig stehen der Theorie praktische Begebenheiten entgegen, weswegen ein Austausch zwischen den einzelnen kulturschützenden Institutionen in diesem Fall nicht nur wünschenswert, sondern unbedingt notwendig erscheint. Denn für Archive, Museen und Bibliotheken geht es beim IPM vordergründig um Insektenbefall, da Mäuse oder Ratten in den Magazinen keine Nahrung finden. Und genau das ist das Problem: Insekten, die sich von Papier oder Bestandteilen von Schriftstücken wie Klebemittel oder Tinte ernähren. Wie üblich bei einem Insektenbefall liegt zunächst das Problem darin, den Befall zu erkennen. Anders als Mäuse, die deutliche Spuren etwa am Boden hinterlassen, kommt man den Insekten meist nur durch Sichtung der Exponate, in unserem Fall, der Archivalien, auf die Schliche.

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Das FFFZ im Rückblick – eine kleine Chronik

In meinem Beitrag vom 20. Mai berichtete ich bereits, dass unsere Kollegen vor einiger Zeit im ehemaligen FFFZ vor Ort gewesen sind, um noch dort befindliche Akten und Ordner einzusammeln und zu sichern, bevor das Gebäude abgerissen wird. Ein Blick in den Bestand brachte den interessanten Fund einer kleinen Chronik hervor, die sich dem Schaffen und Wirken des ersten Jahrzehnts des Film Funk Fernseh Zentrums, also der Jahre 1993 bis 2003, widmet.

Aufnahme des Eingangs des FFFZ-Gebäudes. Fotograf: Hans Lachmann Ort: Düsseldorf

Ende der 1980er Jahre zeichnete sich deutlich ab, dass das Medienzentrum den Räumlichkeiten des Hauses der Diakonie entwuchs. Wollte man mit den fortschreitenden Entwicklungen in der Medienwelt hinsichtlich Technik, Anforderungen und Möglichkeiten mithalten, so galt es aufzurüsten. Die Notwendigkeit eines Neubaus war gesetzt. Mit dieser Zukunftsperspektive keimte in der Kirchleitung der EKiR auch die Idee des Baus eines zusätzlichen Gästehauses „als Ort der Begegnung und des Dialogs“ bzw. eines „modernen Forums für die Begegnung von Welt und Evangelium“ auf. Nach langen Diskussionen und Ringen um den Standort, die Kosten, die Finanzierung, das Gästehaus und (so die Anekdote) um ein Schwimmbad, legte die Kirchenleitung der Landessynode 1990 schließlich die Vorlage für die Errichtung eines integrierten Medien-und Kommunikationszentrums vor.

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Sammlung von Dankesgrüßen auf Postkarten

In dem Bestand der Kirchengemeinde Meisenheim, der noch nicht in Acta Pro verzeichnet ist (Erschlossen 1977), fand sich bei der Überprüfung und Durchsicht des Bestandes ein Album, das selbst hergestellt wurde. In diesem wurden 158 Feldpostkarten gesammelt, diese haben eine Laufzeit von 1916-1917. Inhaltlich geht es um die Dankesgrüße der Soldaten des 1. Weltkrieges, die von dem Vaterländischen Frauenverein Meisenheim Geschenke erhalten hatten.

Der Vaterländische Frauenverein wurde von der preußischen Königin und späteren Kaiserin Augusta 1866 gegründet. Der vollständige Name des Vereins lautete: „Deutscher Frauenverein zur Pflege und Hilfe für Verwundete im Kriege.“ Im Laufe der Zeit bildeten sich in vielen Gemeinden Ortsvereine. Die Tätigkeit ergibt sich aus dem Wortlaut des Vereinsnamens. 1937 wurde der Vaterländische Frauenverein von den Nationalsozialisten aufgelöst und in das Rote Kreuz überführt.

Feldpostkarten, um 1917, Vorderseiten
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„…bin der herren reformirten ihr knecht nit…“: Der Kirchenstreit zu Kappel

Das Archiv der Kirchengemeinde Kappel enthält ein umfangreiches Konvolut zum Verhältnis der beiden christlichen Konfessionen im 18. Jahrhundert. Die evangelischen und katholischen Bewohner des Hunsrücksdorfes nahe Kirchberg waren seit 1688 in einem Simultaneum zusammengepfercht, das wiederholt zu Konflikten führte und sich in unzähligen Eingaben an vorgesetzte Behörden niederschlug. Es gab Streit um das Geläut, den Bau des Schulhauses und vor allem hinsichtlich der gemeinsamen Nutzung der Kirche. 1742 war ein neues Gotteshaus anstelle eines maroden Vorgängerbaus errichtet worden, der sich auf einer in demselben Bestand erhaltenen, „daß dorff Cappel“ überschriebenen und sicherlich idealisierten oder symbolischen Darstellung von 1726 als hellrot getünchtes Gebäude mit Rundfenster im Turm und steilem, schiefergedecktem Turmhelm zeigt.

„das dorff Cappel“ (1726), aus Bestand: AEKR Boppard 4KG 096B Nr. 10
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Auch für Archive zunehmend wichtig: Normdaten und die GND

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsame_Normdatei (13.06.2021)

Normdaten kennt man bereits als wichtige Bestandteile in der bibliothekarischen Arbeit. Aber auch in Archiven werden diese zunehmend wichtiger. Die Normierung von Personennamen, Ortsnamen oder aber auch Sachbegriffen vereinfacht eine eindeutige Identifikation dieser und erleichtert zudem auch die Recherche.

Aber was genau sind eigentlich Normdaten und was ist die GND?

Eine Normdatei ist im Grunde ein festgelegtes Schlagwort, dass dazu dient, eine Person, ein Ort oder einen Sachbegriff genauer zu beschreiben. Es stammt aus dem Bereich der Dokumentation und wird nach bestimmten Regeln festgelegt. Es dient dazu eine Eindeutigkeit festzulegen. Im Zusammenhang damit ist die GND (die Gemeinsame Normdatei, die von der Deutschen Nationalbibliothek gepflegt wird) von großer Bedeutung. Sie dient als eine Sammlung von einzelnen Normdaten.

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