April Challenge #Archive30 – Tag 25: Fashion

Ein absolutes Must-have beim Deutschen Evangelischen Kirchentag: der bunte Kirchentagsschal!

33. Deutscher Evangelischer Kirchentag in Dresden, 2011

Eine Auswahl der bunten Accesoires findet sich in der Dokumentationssammlung, die zusammen mit dem Aktenbestand des Landesauschusses Rheinland (1OB 031) an das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland abgegeben wurde.

Die modischen Anwendungs-möglichkeiten sind riesig. Schlicht um den Hals geschwungen, ums Handgelenk geknotet oder als Gürtelersatz… Im Jahr 2011 in Dresden – ein ziemlich warmes Jahr – war besonders der Einsatz als Haarband angesagt. In diesem Jahr gab es den Schal sogar in zwei Varianten, pink und neongrün. Pink war allerdings schon am ersten Tag vergriffen.

Deutscher Evangelischer Kirchentag

Bunte Kirchentagsschals, aus Bestand: AEKR 1OB 031 (Landesausschuss Rheinland des Deutschen Evangelischen Kirchentags)

April Challenge #Archive30 – Tag 24: Something Fun

Mehrhoff, Hans, Pastor, Superintendent Barmen, auf seinem Lutz-Motoroller 1953,
© Foto aus dem Besitz von Wolfgang Engels
2002 (vg. A. und W. Engels, Hans Mehrhoff, Düsseldorf 2002, Archivbibliothek, Signatur: R 31, S. 192)

Ende 1950 begann für Pfarrer Hans Mehrhoff das Vergnügen. Er kaufte einen roten Motorroller der Firma Lutz, einem Braunschweiger Unternehmen, das motorisierte Zweiräder produzierte. Selbstverständlich erwarb er ihn, um seine Gemarker Gemeindeglieder in Wuppertal zu besuchen. In seinen Lebenserinnerungen hält er fest: „Der hat manchen freundlichen Dienst getan, bloß das Biest sprang oft nicht an, und bei der Vorführfahrt nach Alstaden ließ er mich im Stich: Er brachte mich zwar hin, aber zurücktransportiert wurde er durch ein Tengelmannauto.“

Im April 1953 tauschte Mehrhoff den Lutz-Motorroller gegen eine italienische Lambretta ein. Sie hatte nicht nur einen Sitz für den Fahrer, sondern einen zweiten Sattel. Ihm und seiner Frau Annemarie ermöglichte das schöne, neue „Gefährt“ so manche „Vergnügungsfahrt“, zunächst zu den Verwandten im näheren Umkreis, dann über Bamberg, Besuch der Mutter, nach Rubi bei Oberstdorf. Die Fahrt dauerte zwei Tage. Dort trafen sie sich mit Freunden und durchwanderten die Allgäuer Alpen. Nicht nur die Berge, sondern auch die Nordsee, etwa das niederländische Seebad Noordwijk, hatten es ihnen angetan. Nachdem Mehrhoff den Führerschein erworben hatte, kaufte die Familie 1958 für 3.000 Mark einen gebrauchten DKW. Der Radius vergrößerte sich: Sie bereisten das Salzburger Land und Osttirol. Die Fahrt über dem Groß-Glockner bekam dem DKW nicht. Die Bremsen erhitzten zu stark. Im Freilauf ging es hinunter ins Tal.

Mehrhof resümiert: „Nun bestand das Leben ja nicht nur aus Reisen und Ferien.“ Nur: Diese blieben – trotz so mancher Widrigkeiten – gut im Gedächtnis verankert.

April Challenge #Archive30 – Tag 23: Food and Drink

Suppe für Kinder von Liebig

Man wiegt 1 Loth Weizenmehl, 1 Loth Malzmehl und 7 1/2 Gran doppelt-kohlensaures Kali (oder 48-50 Tropfen der erwähnten Pottaschenlösung) ab, mischt sie erst für sich, sodann unter Zusatz von 2 Loth Wasser und zuletzt von 10 Loth Milch, und erhitzt unter beständigem Umrühren bei sehr gelinden Feuer, bis die Mischung anfängt, dicklich zu werden; bei diesem Zeitpunkt entfernt man das Kochgefäß vom Feuer und [rührt?] 5 Minuten lang um, erhitzt aufs Neue und setzt wieder ab, wenn eine neue Verdickung eintritt, und bringt zuletzt das Ganze zum Kochen. Nach der Absonderung der Kleie von der Milch durch ein feines Sieb ist die Suppe zum Gebrauch fertig.

Rezept für Suppe für Kinder von Liebig, ca. 1880; aus Bestand  7NL 142 (Pfarrerfamilie Garschagen), Nr.3

Dieses Rezept für eine Milchsuppe für Kinder stammt aus dem Nachlass der Pfarrerfamilie Garschagen.
Klingt für Sie nicht besonders appetitlich? Auf der zweiten Seite beteuert der unbekannte Autor des Rezepts (Liebig?):

Die richtig zubereitete Suppe ist süß wie Milch und hat einen weiteren Zuckerzusatz nicht nöthig.[…] Die Suppe hat einen schwachen Mehl oder Malzgeschmack, an den sich die Kinder bald so gewöhnen, das sie diese Speise jeder anderen vorziehen!

Probieren Sie es aus!

April Challenge #Archive30 – Tag 22: Mystery

Ein Rätsel oder Geheimnis:

Spardose aus einem Kirchenkreis, Archivstelle Boppard

In einem Karton mit abgegebenen Akten (Sammelsurium) aus einem Kirchenkreis fand sich diese Spardose. Man hatte zwar schon versucht das Vorhängeschloss zu öffnen, aber immer wieder davon abgelassen. Frage warum? Vielleicht wollte man auch nicht etwas zerstören. Dem Geräusch nach, finden sich darin Münzen oder metallische Gegenstände. Wer weiß es schon? Ob diese Dose irgendwann einmal geöffnet wird? Ich werde es auf jeden Fall so schnell nicht machen. Ich werde stattdessen, wann immer ich fremde Münzen in Akten finde, diese in die Spardose werfen.

April Challenge #Archive30 – Tag 20: A Collection

Die Kartensammlung in der Archivstelle Boppard und ihre Erschließung

Erschließung der Kartensammlung im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Archivstelle Boppard. Bestand: 8SL 050 (Karten)

Das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland verfügt über drei Standorte. Es wurde festgelegt, dass alle Landkarten zentral in der Evangelischen Archivstelle in Boppard gelagert werden. Nach der Überführung der Karten von Düsseldorf nach Boppard, werden diese dort erschlossen und mit  ActaPro erfasst. Die Lagerung erfolgt in Einschlagmappen liegend in Planschränken für die Größe A0. Da es im Registraturplan des Archivs der EKiR keine Vorgaben gab, wie die Karten erschlossen und unter welchen Gruppen diese abgelegt werden, musste ein Plan mit den entsprechenden Gruppen erarbeitet werden. Die erste Gruppe trägt die Bezeichnung: 01. Kirchliche Karten / Übersichten, die letzte Gruppe die Bezeichnung 27. Kartensammlung / Kartenwerke.

Erschließung der Kartensammlung im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Archivstelle Boppard. Bestand: 8SL 050 (Karten)

Insgesamt werden jetzt die Karten in  die gebildeten Aktengruppen unterteilt und abgelegt. In jede Einschlagmappe, kommen maximal. 10 Karten.  Die Anzahl der zu erschließenden Karten, lässt sich noch nicht ermitteln. Die Laufzeit der Karten reicht von Mitte des 17. Jahrhunderts bis heute. Der Zustand der Karten kann als gut bezeichnet werden, obwohl man vor langer Zeit einige Karten mit transparentem Klebefilm repariert hat oder in die Legende einen Stempel gemacht hat. Bei den Karten finden sich von der Postkartengröße bis zum Überformat (größer als A0) alle Formate. Wann die Erschließung der Karten beendet sein wird, lässt sich heute noch nicht genau abschätzen.

Die Sammlung hat die Bestandsbezeichnung: 8SL 050.

 

April Challenge #Archive30 – Tag 14: Friendship

Gedicht über die Freundschaft, unbekannter Autor, ca. 1880; in: AEKR Düsseldorf, 7NL 142 (Pfarrerfamilie Garschagen), Nr.3

Freundschaft!

Selbst des Nachts in meinen Träumen,
lebt ich auf Hilmarens See,
sprach zu ihm von Nebelschäumen
und wie sie ihm brächten Weh.
Treue Freundschaft, o du wahre,
Gottesgab aus Himmels Höhen,
hilft mir stets bis hin zur Bare,
bis zum Scheiden fest zu stehen!

Dieses hübsche Gedicht über die Freundschaft aus unbekannter Feder stammt aus dem Nachlass der Pfarrerfamilie Garschagen.

(K)eine Frage des Kelches

Die Austeilung des heiligen Abendmahls, aus Bestand: AEKR 1OB 002 (Konsistorium der Rheinprovinz), 710

Eine Akte des Königl. Konsistoriums Koblenz aus dem Archivbestand 1OB 002 Konsistorium der Rheinprovinz mit einer Laufzeit von nahezu 90 Jahre befasst sich mit der Austeilung des hl. Abendmahls. Im Hinblick auf die Frage ob eines der essentiellen Riten im christlichen Glauben nur mit gemeinsam genutztem Abendmahlskelch oder auch mit Einzelkelchen gefeiert werden darf, entstand ein reger Schriftverkehr zwischen den kirchlichen Gemeinden, dem Königl. Konsistorium zu Koblenz bis hin zu den kaiserlichen Ämtern. Weiterlesen