Räuberbanden und wehrhafte Pfarrer

Überfall auf das Pfarrhaus im Mülheim (Stich)

Überfall auf das Pfarrhaus im Mülheim (8SL 063 Pfarrerfamilie Denhard, Nr.45)

Räuberbanden trieben in der Frühen Neuzeit ihr Unwesen im Rheinland.

Die Faszination, die heute von einigen dieser Banden und ihren teilweise legendären Repräsentanten ausgeht, ist bis heute ungebrochen. Die Legendenbildung begann zum Teil schon zu Lebzeiten der „Räuberhauptmänner“. So z.B. beim „Schinderhannes“ Johannes Bückler, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts am Südrhein für Unruhe sorgte.
Am Niederrhein waren mehrere Räuberbanden aktiv. Eine davon war die „Niederländische Bande“ um den berüchtigten Hauptmann Mathias Weber, aufgrund seiner Kampftechnik „ Fetzer“ genannt. Zahlreiche Verbrechen werden ihm im ausgehenden 18. Jahrhundert zugerechnet, u.a. zwei Raubzüge auf das Neusser Rathaus und ein Überfall auf einen Kölner Postwagen.

Einer der spektakulärsten Raubzüge der „Fetzer‘schen Bande“   richtete sich gegen das Pfarrhaus des reformierten Pfarrers Johann Otto Pithan (1742-1807) in Mülheim an der Ruhr. Der gab sich aber nicht kampflos geschlagen. Weiterlesen →

Interessante Lesezeichen

148In der Evangelischen Archivstelle Boppard, wird zurzeit die Dienstbibliothek neu katalogisierten und die neu hinzugekommen Bücher eingearbeitet.  Bei der Durchsicht der Bücher auf Beschädigungen oder fehlenden Seiten, stößt man immer wieder auf Lesezeichen aller Art. Neben eingelegten Blättern (offenbar zum trocknen) finden sich auch die bekannten Zeitungs- und Papierabrisse und Lesezeichen in rechteckiger Form. Die meisten Lesezeichen finden sich in Gesangbüchern, Bibeln und Erbauungsliteratur. Einige interessante und nicht alltägliche Lesezeichen sind in der Abbildung zusehen. Von den in Handarbeit hergestellten Lesezeichen ist das mit dem Schriftzug Jesus in Schattenform gut gemacht. Zwecks Größenvergleich ist ein Lineal beigefügt.

Private Frömmigkeit am Niederrhein

Krafft, Isaak Christian (1727-1791) Tagebuch, Tulpe 1762, AEKR 8SL 046 (Bildarchiv)_80038;

Krafft, Isaak Christian (1727-1791)
Tagebuch, Tulpe 1762, AEKR 8SL 046 (Bildarchiv)_80038;

Zum Freundeskreis Gerhard Tersteegens zählte auch der Schulmeister Isaak Christian Krafft (1727-1791). Aufgewachsen zu Büdingen in der Wetterau, legte er bei seinem Wegzug nach Krefeld ein Tagebuch an, das er zum Teil in Griechisch führte. Ihm verdanken wir wertvolle Einblicke in seine Glaubenswelt. Weiterlesen →

Der preußische König Friedrich Wilhelm III. stiftet eine Kirchen-Agende für die Evangelische Kirchengemeinde Kreuznach

In der Dienstbibliothek des Landeskirchlichen Archivs befindet sich ein Exemplar der “Kirchen-Agende für die Hof- und Domkirche in Berlin”, zweite Auflage, gedruckt 1822 bei Dieterici in Berlin. Unter den zahlreichen Agenden verschiedener Ausgaben und Zeiten ragt dieses Exemplar durch sein auffälliges Äußeres hervor: Zunächst fällt auf dem schwarzen Einband das große goldene, mit Intarsien geschmückte Kreuz auf. Auf der Rückseite sehen wir in Gold unter der preußischen Krone die Initialen “F.W.III.” und die Widmung “Der Kirche in Creuznach. 1824. No. 21.”

Kirchen-Agende Kreuznach, ca. 1824, No 21; aus Bestand: AEKR Düsseldorf- Archivbibliothek JII K 031

Kirchen-Agende Kreuznach, ca. 1824, No 21; aus Bestand: AEKR Düsseldorf- Archivbibliothek JII K 031

Wenn wir die Agende aufschlagen, finden wir auf einem der Vorsatzblätter eine Widmung in akkurater Handschrift “Für die Kirche in Creuznach zum segensreichen Andenken an die Annahme dieser Agende, und zur Beförderung christlicher Gottesfurcht und Tugend in der Gemeine. Berlin, den 5. ten Februar 1824″ mit der Unterschrift des Königs Friedrich Wilhelm III.

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Das Siegel der ehemaligen Evangelischen Kirchengemeinde Diakoniewerk Kaiserswerth

Siegelumschrift "Evangelische Kirchengemeinde Diakoniewerk Kaiserswerth", Symbol: die Taube mit dem Ölzweig im Fenster der Arche, Kurt Wolff zum Siegelbild: "Als Siegelbild wurde das alte Sinnbild der Diakonissenanstalt, die Taube mit dem Ölzweig, genommen. Die Form der Taube wurde verändert und zusätzlich mit dem Fenster der Arche versehen. Es besteht natürlich die Möglichkeit, das Siegel durch Veränderung der legende auch für die anderen Zweige des Diakkoniewerks umzuarbeiten", in Geltung gesetzt in Amtsblatt 25.1.1965, außer Geltung gesetzt 1985 Gruch: Kaiserswerth Diakonie [Kgm aufgehoben zum 1. Nov. 1997, hauptsächlich eingegliedert Kgm Kaiserswerth, kleiner Teil Ratingen ] #BaBlCDF§ Kaiserswerth Diakonie I [aufgehoben zum 1. Nov. 1997] Kaiserswerth Diakonie II [wird 1997 Kaiserswerth III] Kaiserswerth Diakonie III [wird 1997 Ddorf Verband XXXV] Kaiserswerth Diakonie IV [wird 1997 Ddorf Verband XXXVI]

Das Siegel der ehemaligen Evangelischen Kirchengemeinde Diakoniewerk Kaiserswerth

gezeichnet von Kurt Wolff

In der Siegelsammlung des landeskirchlichen Archivs der EKiR befindet sich das Siegel der ehemaligen Evangelischen Kirchengemeinde Diakoniewerk Kaiserswerth. Das Siegelbild zeigt eine Taube mit Ölzweig vor dem Archefenster. Der Entwurf stammt von Professor Kurt Wolff, dem damaligen Leiter der Paramenten-Werkstatt des Diakoniewerks Kaiserswerth. Kurt Wolff schreibt in seiner Siegelbildbeschreibung dazu: „Als Siegelbild wurde das alte Sinnbild der Diakonissenanstalt, die Taube mit dem Ölzweig, genommen. Die Form der Taube wurde verändert und zusätzlich mit dem Fenster der Arche versehen. Es besteht die Möglichkeit, das Siegel durch Veränderung der Legende auch für die anderen Zweige des Diakoniewerkes umzuarbeiten.“ Heute ist das Siegelbild als Logo weiterentwickelt der Kaiserswerther Diakonie erhalten.

Kurt Wolff, geb. 30. März 1916 in Barmen, heute Wuppertal; gestorben am 12. August 2003 in Düsseldorf, war ein deutscher Grafik-Designer und Hochschullehrer.

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Weihnachtspäckchen nach drüben

Plakat zur Weihnachtspaketaktion des LKA für Mitarbeiter der Partnerkonsistorien, 1957, aus: Bestand AEKR, 8SL 049 (Plakatsammlung), Nr. 790

An vielen Stellen innerhalb unserer Landeskirche werden dieser Tage, so wie alle Jahre wieder, Weihnachtpäckchen für Bedürftige eingesammelt. Empfänger sind häufig Flüchtlinge, die aus Syrien und anderen Ländern zu uns kommen.

Auch in unserer Landeskirche hat das Tradition. Bereits seit 1949 organisierte das Landeskirchenamt jährliche Geschenkaktionen unter den Mitarbeitern. Empfänger waren aber damals die Mitarbeiter der Konsistorien in der Deutschen Demokratischen Republik in Greifswald, Dessau und Görlitz.

Dein Brief, Dein Päckchen, Dein Paket nach drüben!  lautete der Slogan.

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