Superintendent Dieter Linz marschierte für den Frieden

Demonstrationsschild; aus Bestand: AEKR 7NL160 (Superintendent Dieter Linz), Nr. 55

Unter dem Hashtag #nichtnurpapier haben wir auf unseren Social Media-Kanälen bereits das ein oder andere Fundstück aus unserem Archiv vorgestellt, mit dem man nicht unbedingt rechnen würde. Zu dieser Kategorie gehört auch dieses Demonstrationsschild.

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„Sichere Kapitalanlage“ im Jahr 1923

Folgende Anzeige veröffentlichte die evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf am 13. Mai 1923 in ihrem „Düsseldorfer Sonntagsblatt“:

Kapitalanleihe
Düsseldorfer Sonntagsblatt. Kirchlicher Anzeiger der evangelischen Gemeinden zu Düsseldorf, Ausgabe 20/1923 vom 13. Mai, S. 8

Da die Registratur der Kirchengemeinde 1943 bei Luftangriffen zerstört wurde, wissen wir nichts über die Resonanz auf diesen Aufruf. Gesetzt den Fall, dass sich einige treue Gemeindeglieder zur Zeichnung motivieren ließen: Wie erging es ihnen bzw. ihrem Kapitaleinsatz?

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Fachtagung der süddeutschen Kirchenarchive in Dresden am 8./9. Mai 2023

Erstmals seit vier Jahren fand am 8. und 9. Mai 2023 nach der pandemiebedingten Zwangspause wieder eine Fachtagung der süddeutschen Kirchenarchive statt. War das letzte Treffen im Frühjahr 2019 von der Archivstelle Boppard ausgerichtet worden, so fuhren diesmal die Bopparder Archivmitarbeiter Dr. Andreas Metzing und Uwe Hauth ans andere Ende der Republik, nämlich nach Dresden, wo die Kolleginnen und Kollegen des Archivs der evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens eine abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hatten.

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Quasimodogeniti: Eine Jazzgruppe der Kirchlichen Hochschule Wuppertal

Wie jedes ordentliche Archiv verfügen wir über eine Sammlung mit diversen AV-Medien, also Schallplatten, Tonbändern und Videofilmen (und wie fast jedes Archiv kommen wir mit der Digitalisierung dieser gefährdeten analogen Medien kaum hinterher).

Einen originellen Zuwachs erfuhr dieser Bestand jetzt durch eine Schenkung von Prof. Okko Herlyn. Vor fast 50 Jahren war er Mitglied einer Jazzgruppe an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal. 1975 produzierten sie die LP „Quazz“; die Trackliste und die Namen der Mitwirkenden finden Sie hier.

Quasimodogeniti – Quazz; Schallplatte aufgenommen am 8. Mai 1975 im Studio von der Mühlen, Wuppertal. Aus Bestand: AEKR 2LR 045(Kirchliche Hochschule Wuppertal)

Den lateinischen Namen der Gruppe kennt man sonst nur vom kirchlichen Kalender: „Wie neugeborene Kinder“ sollten sich die Gläubigen am ersten Sonntag nach Ostern fühlen, nachdem durch die Auferstehung Jesu der Tod besiegt worden war. Darauf spielt das Bildmotiv der Kinder auf dem Cover an, bei denen es sich um die Kinder der damaligen Dozenten auf dem „Heiligen Berg“ in Wuppertal handelt.

Tanz um den Mai

Aus „Der Weg“, Nr. 18 vom 28. Aprill 1991

Wenn heutzutage am 1. Mai ein buntgeschmückter Maibaum aufgestellt wird, dann ist das ein besonderes Ereignis für Jung und Alt. Meist auf einem Festplatz aufgestellt, ist der Baumstamm Mittelpunkt des Maitanzes oder des Maifestes. Heutzutage ist dies eine Tradition, die meines Empfindens nach zunehmend verschwindet und vor allem von den Menschen in der Stadt gar nicht gekannt wird.
Aber auch die symbolische Bedeutung des Maibaumes an sich ist weitgehend in Vergessenheit geraten. In vorchristlicher Zeit wurden Bäume als Symbol der Fruchtbarkeit und des immer wiederkehrenden Frühlings verehrt. So wählte man zum Frühlingsfest einen bestimmten Baum aus und versammelte sich dort, um gemeinsam zu feiern und zu tanzen.

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Aus den Gästebüchern des Pastoralkollegs in Rengsdorf

1925 erwarb die Provinzialkirche das Haus Preyer im wiedischen Rengsdorf als Freizeit- und Tagungshaus. In Erinnerung an den ersten evangelischen Fürsten aus diesem Haus, den Kölner Erzbischof Hermann von Wied, erhielt es den Namen „Haus Hermann von Wied“. So lautet der erste Eintrag im Gästebuch des Hauses Hermann von Wied, mit dem der damalige Präses der Rheinischen Provinzialsynode, D. Walther Wolff, am 4. Oktober 1925 dieses Buch eröffnet hat. Im Zweiten Weltkrieg diente das Haus als Lazarett. Die Kursarbeit setzte wieder 1949 u. a. mit Pfarrerrüstzeiten ein.

Nach der Emeritierung des Rektors Wilhelm Kunze (1949-1961) übernahm Pfarrer Dr. Eberhard Bethge 1962 die Leitung des Pastoralkollegs in Rengsdorf. Auf einer Oxford-Reise des Pastoralkollegs entstanden unterhaltsame Zeichnungen, vermutlich von einem der Teilnehmer. Die folgende Zeichnung illustriert auf amüsante Weise Dr. Bethge als Gruppenleiter einer Pfarrer-„Kindergartengruppe“ auf Tagungsreise in England.

Aus dem Gästebuch (1951-1968) des Pastoralkollegs der EKiR.
Oxford-Reise des Pastoralkollegs 1.-17. Mai 1963
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Die Wilhelm-Schrader-Stiftung: Engagement für die Erinnerungskultur der EKiR

Aktuell sind gerade wieder drei neue Stationen der Kölner Via Reformata eröffnet worden. Anhand von zwölf konkreten Orten in der Kölner Innenstadt illustriert die 2017 gestartete Unternehmung die wechselvolle Geschichte der Protestantinnen und Protestanten in der Domstadt von der Zeit der Reformation bis in die Gegenwart. Gefördert wurden die Stationen von der Wilhelm-Schrader-Stiftung.

Deren Name sagt Ihnen noch nichts? Diese kleine feine Stiftung, die neben allerlei Zukunftsthemen nicht zuletzt auch Projekte zur Geschichte des rheinischen Protestantismus fördert, verdient es näher vorgestellt zu werden. Der aus Niedersachsen stammende Wilhelm Schrader (1914-2006) war seit 1958 im Auswärtigen Amt in Bonn u. a. in der Diplomatenausbildung tätig gewesen. Die von ihm begründete Stiftung hat seit 2008 knapp 30 Projekte finanziell unterstützt. Ihr Ziel ist am prägnantesten mit einem Zitat aus der Satzung wiedergegeben:

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