Familienforschung im digitalen Lesesaal – Einführung in das Online-Kirchenbuchportal

Familienforschung am Computer: Der Digitale Lesesaal der Evangelischen Archivstelle Boppard wird am 5. März eröffnet.

Familienforschung am Computer: Der Digitale Lesesaal der Evangelischen Archivstelle Boppard wird am 5. März eröffnet.

Zum bundesweiten „Tag der Archive“ am Samstag, 5. März 2016, öffnet auch die Evangelische Archivstelle Boppard ihre Pforten und gewährt zwischen 10 und 16 Uhr allen Interessierten einen Einblick hinter die Kulissen und in das sonst sorgsam verschlossene Magazin des Archivs. Als besonderer Leckerbissen für alle Familienforscher wird um 11 Uhr das neue Angebot „Digitaler Lesesaal“ eröffnet. Die historischen Kirchenbücher, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen und aus konservatorischen Gründen nur in Ausnahmefällen als Original vorgelegt werden, sind ab diesem Tag an PC-Terminals einsehbar.

Archivleiter Dr. Andreas Metzing freut sich auf diesen Tag, auf den er und seine Mitarbeiter sich seit Jahren vorbereitet haben. „Bisher waren die Ahnenforscher auf teilweise nur schwer lesbare Mikrofiches angewiesen“, erklärt er, „mit unserem Digitalen Lesesaal vollziehen wir jetzt einen echten Quantensprung.“ Zunächst werden etwa 200 der über 6000 in Boppard aufbewahrten evangelischen Kirchenbüchern aus dem gesamten Rheinland an den Terminals einsehbar sein. Das ist aber nur ein erster Schritt: Bis zum Jahresende soll eine vierstellige Zahl erreicht werden. „Die Familienforscher sind unsere treuesten Benutzer. Und die Nachfrage nach einem digitalen Angebot ist in den letzten Jahren so stark geworden, dass wir nun darauf reagiert haben. Auch unser hausinternes WLAN wird am 5. März eingeweiht und steht allen Benutzern zur Verfügung“, berichtet Metzing. Die im Lesesaal einsehbaren Kirchenbuchdigitalisate werden nach kurzer Zeit über das genealogische Bezahlportal archion.de auch bequem vom heimischen PC aus einsehbar sein. Eine allgemeine Einführung in die Arbeit mit diesem Online-Kirchenbuchportal wird es am Tag der Archive in Boppard ebenfalls geben.

Am 5. März geht es in der Archivstelle Boppard aber nicht nur hochtechnisiert, sondern auch ganz klassisch zu. Andreas Metzing hält einen Vortrag zum Thema „Familienforschung für Einsteiger“, und den ganzen Tag über führen Archivmitarbeiter durch die Magazine, geben Einblicke in die Arbeit der Archivare und stellen besonders interessante und wertvolle Archivalien vor. Selbstverständlich stehen sie auch für sämtliche Fragen zu Familienforschung, Kirchengeschichte und allem, was mit dem Archiv zu tun hat, gerne zur Verfügung.

Nähere Informationen zum Tag der Archive erteilt die Evangelische Archivstelle Boppard, Mainzer Straße 8, 56154 Boppard, Tel. 06742/86194, E-Mail: archivstelle.boppard@ekir.de

10 Gedanken zu “Familienforschung im digitalen Lesesaal – Einführung in das Online-Kirchenbuchportal

  1. Eine großartige Verbesserung Ihres Dienstes, insbesondere mit Eröffnung des Bezahlportals archion.de.
    Hoffentlich halten sich Kosten der Nutzung des Bezahlportals in Grenzen.

    Viel Erfolg wünscht

    H. Paul

    • Hallo Hans Gerd,
      die zwei Tage solltest Du doch abwarten können. 😉
      Dann sehen wir, wie sich der digitale Lesesaal zeigt. Ich muss sagen, dass mir das Preisgefüge von archion zu teuer ist.

      • Von der technischen Seite her sieht es so aus, dass die Daten für archion.de in einem anderen Format vorliegen müssen als in unserem hausinternen Digitalen Lesesaal. Diese Konvertierungsarbeiten dürften Ende April abgeschlossen sein. Darüber hinaus ist aber noch eine juristische Hürde zu nehmen, da die Evangelische Kirche im Rheinland formal noch nicht Gesellschafterin von Archion ist. Sobald diese Formalie erledigt ist, werden auch Bestände aus unserem Archiv über archion.de einsehbar sein.

      • Hallo Hans-Joachim,
        man mag ja der Meinung sein, dass das Forschen mit Hilfe von ARCHION zu teuer ist oder gar nichts kosten dürfe. Und ich will auch gar nicht bestreiten, dass manche Menschen nicht so viel Geld aufbringen können.
        Man könnte auch über einen Schnupper-Pass (für wenige Stunden) nachdenken und bei dem 20-Tage-Kontingent scheint mir der Preis etwas überhöht. Aber sonst ist ARCHION nach den Anfangsschwierigkeiten doch wohl eine sehr schöne Sache für uns Familienforscher.
        Für den Otto Normalverbraucher ist es sicherlich günstiger, das Geld für ARCHION auszugeben als Urlaub zu nehmen (gilt normalerweise nicht für Rentner!), ins Archiv zu fahren (Treibstoff, Parken) und Archivbenutzungsgebühr und evtl. Kopien bezahlen.
        Also, mir hat ARCHION sehr viel gebracht und ich warte schon auf die Fortsetzung mit Hilfe des archiv.ekir.de.

    • Die EKHN in Darmstadt hat auch bereits einen Digitalen Lesesaal, dort sind einige KB einsehbar, aber eben noch nicht soo viele.

  2. Sehr geehrter Herr Metzing,

    auf diesen Schritt habe ich lange gewartet! Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins „digitale Zeitalter“ und freue mich schon, wenn die Kirchenbücher über archion.de nutzbar sein werden. Die Geduld werde ich auch noch aufbringen!

    Viele Grüße
    Peter Schößler

  3. Sehr geehrter Herr Schößler,

    wir sind mit archion.de in regelmäßigem Kontakt. Sobald unsere Kirchenbuchdaten dort nutzbar sind, werden wir über unser Blog darüber informieren.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Andreas Metzing

  4. Hallo Herr Metzing,

    auf archion.de liefert die Suche nach Winningen noch nichts.
    Können Sie anhand der vorläufigen Planung, für die Kirchenbücher von Winningen (Zeitraum vor 1630) einen Termin benennen, an dem diese auf archion.de zur Verfügung stehen? Falls mir das zu lange dauert, plane ich einen Kurzurlaub in Boppard ein.

    Beste Grüße aus Verden an der Aller
    Otto

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