„Die Kohlenschaufel an den Kopf geworfen…“ Aus der Geschichte der Hugenotten im Rheinland

Ludwig XIV., König von Frankreich, AEKR 8SL 046 (Bildarchiv), 019_0022

Ludwig XIV., König von Frankreich, AEKR 8SL 046 (Bildarchiv), 019_0022

Die Hugenotten, Angehörige des reformierten Glaubens, wurden nach der Aufhebung des Edikts von Nantes 1685 durch den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. aus Frankreich vertrieben. Verschiedene deutsche Landesherren, unter ihnen Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg, luden sie zur Ansiedlung ein.

Einen hohen Stellenwert maßen die französischen Gemeinden der Ausübung der Kirchenzucht zu, um die „discipline“ zu wahren und kein Ärgernis in einem fremden Umfeld zu bilden. Zu einem peinlichen Vorfall kam es aber 1697 in Duisburg.
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Rheinischer Karneval und evangelische Kirche: Keine ziemlich besten Freunde

Der Karneval und wir? aus Bestand: AEKR Düsseldorf 1 OB 002 (Rheinisches Konsistorium), 809;

Der Karneval und wir? aus Bestand: AEKR Düsseldorf 1 OB 002 (Rheinisches Konsistorium), 809;

Am 11. Januar 1930 schickte der Westdeutsche Sittlichkeitsverein (Vors.: Pfarrer Karl Wendland in Köln) einen Brief an das Konsistorium der Rheinprovinz, in dem er als seine Hauptaufgabe (sic!) definierte, „…energisch gegen den Karnevalsunfug zu kämpfen.“ Beigefügt war das druckfrische Flugblatt des Vereins „Der Karneval – und wir?“ Bereits fünf Jahre zuvor hatte sich das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde Köln in seinem Rundschreiben „Gegen das Wiederaufleben des Karnevals“ gewandt. Ja, war der rheinische Karneval denn 1925 abgeschafft? Weiterlesen →

Das Siegel der Evangelischen Kirchengemeinde Birk

Gezeichnet von Herbert Schuffenhauer, Kölner Maler und Bildhauer,
geboren am 11. Dezember 1910, gestorben am 24. Januar 2013

Das Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland hat in seiner Siegelsammlung ca. 40 Kirchensiegel, die von Herbert Schuffenhauer gestaltet wurden. Eines davon ist das Kirchensiegel der Evangelischen Kirchengemeinde Birk.

Siegel der Evangelischen Kirchengemeinde Birk von Herbert Schuffenhauer

Siegel der Evangelischen Kirchengemeinde Birk

Herbert Schuffenhauer schrieb zu dem Siegel: „Das Siegel der Evangelischen Kirchengemeinde Birk ist ein Rundsiegel mit einer im Uhrzeigersinn umlaufenden Legende. In Versalien erscheint der Text: EVANGELISCHE KIRCHENGEMEINDE BIRK  Das Siegel zeigt ein ‚Ökumene Schiff‘ in frontaler Ansicht, belegt mit einer nach rechts fliegenden, blatttragenden Taube. Das Siegel wird von einer durchlaufenden Linie eingefasst. Das Siegelbild weist auf den Namen der Kirche ‚Friedenskirche‘ hin.“

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Private Frömmigkeit am Niederrhein

Krafft, Isaak Christian (1727-1791) Tagebuch, Tulpe 1762, AEKR 8SL 046 (Bildarchiv)_80038;

Krafft, Isaak Christian (1727-1791)
Tagebuch, Tulpe 1762, AEKR 8SL 046 (Bildarchiv)_80038;

Zum Freundeskreis Gerhard Tersteegens zählte auch der Schulmeister Isaak Christian Krafft (1727-1791). Aufgewachsen zu Büdingen in der Wetterau, legte er bei seinem Wegzug nach Krefeld ein Tagebuch an, das er zum Teil in Griechisch führte. Ihm verdanken wir wertvolle Einblicke in seine Glaubenswelt. Weiterlesen →

Der preußische König Friedrich Wilhelm III. stiftet eine Kirchen-Agende für die Evangelische Kirchengemeinde Kreuznach

In der Dienstbibliothek des Landeskirchlichen Archivs befindet sich ein Exemplar der “Kirchen-Agende für die Hof- und Domkirche in Berlin”, zweite Auflage, gedruckt 1822 bei Dieterici in Berlin. Unter den zahlreichen Agenden verschiedener Ausgaben und Zeiten ragt dieses Exemplar durch sein auffälliges Äußeres hervor: Zunächst fällt auf dem schwarzen Einband das große goldene, mit Intarsien geschmückte Kreuz auf. Auf der Rückseite sehen wir in Gold unter der preußischen Krone die Initialen “F.W.III.” und die Widmung “Der Kirche in Creuznach. 1824. No. 21.”

Kirchen-Agende Kreuznach, ca. 1824, No 21; aus Bestand: AEKR Düsseldorf- Archivbibliothek JII K 031

Kirchen-Agende Kreuznach, ca. 1824, No 21; aus Bestand: AEKR Düsseldorf- Archivbibliothek JII K 031

Wenn wir die Agende aufschlagen, finden wir auf einem der Vorsatzblätter eine Widmung in akkurater Handschrift “Für die Kirche in Creuznach zum segensreichen Andenken an die Annahme dieser Agende, und zur Beförderung christlicher Gottesfurcht und Tugend in der Gemeine. Berlin, den 5. ten Februar 1824″ mit der Unterschrift des Königs Friedrich Wilhelm III.

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Warum nicht Theologie?

Warum nicht Theologie Hrsg. Ludwig Quaas, Bibliothek Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland

Warum nicht Theologie Hrsg. Ludwig Quaas, Bibliothek Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland

Die Studierendenzahl in der Evangelischen Theologie bewegt sich seit dem 19. Jahrhundert bis in die aktuelle Gegenwart hinein in ausgeprägten Zyklen: Phasen, in denen die Kirchenbehörden eindringlich vor einem Theologiestudium warnen, stehen Zeiten gegenüber, in denen Abiturienten geradezu verzweifelt mit Werbemaßnahmen für die Beschäftigung mit dem Fach gewonnen werden sollen. Weiterlesen →

Wo wäre dein Platz im Gottesdienst Anno 1769 ?

Ein Sitzplan und Verpachtung der Sitze in der Evangelischen Kirche? 

– Ja, das gab es.

Die im Archiv der EKiR überlieferte Meisenheimer Kirchenstuhlordnung von 1769 ist ein Zeugnis dessen.

Kirchenstuhlordnung Meisenheim 1769, aus Bestand: AEKR Boppard 4 KG 003 (Ev. Kirchengemeinde Meisenheim), 127

Kirchenstuhlordnung Meisenheim 1769, aus Bestand: AEKR Boppard 4 KG 003 (Ev. Kirchengemeinde Meisenheim), 127

Das Ansehen und der Berufsstand bestimmten den Sitzplatz: Fürst, Pfarrer, Stadtrat, Beamter, Rechtsanwalt, Notar, Kirchenälteste und Geistliche, Ehefrauen, Witwen und Töchter der Pfarrer, Gerichtsschöffen, Bürger der Stadt, Bauern am Ende der Skala Hirten, in der Stadt dienende Mägde, Lehrjungen, Lateinschüler, Stadtschüler, Kinder der Hirten und Schützen. In den vorderen Bänken durften die Älteren und Verheirateten Platz nehmen, die Jüngeren und Ledigen in den hinteren Bänken, die Frauen auf der einen Seite, die Männer auf der anderen Seite.

>> Hier dazu die Reprographien der Aktenstücke …

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