Frontispiz im Kirchenbuch Langenlonsheim

Ein Kirchenbuch als Hingucker

Kirchenbücher sind normalerweise nüchterne Amtsbücher. Auf oftmals eng beschriebenen Seiten verzeichneten der Pfarrer die Namen der Getauften, Verheirateten und Begrabenen und fungierte damit vor Einführung des staatlichen Zivilstandswesen als eine Art Standesbeamter. Diese Funktion der Kirchenbücher als Personenstandsbeurkundungen, die sie für heutige Familienforscher zu so wertvollen Quellen macht, lässt manchmal in Vergessenheit geraten, dass die Kirchenbücher ursprünglich keinen primär juristischen, sondern vor allem einen theologischen Zweck erfüllen sollten.Frontispiz Kirchenbuch Ev.-ref. Gemeinde Langenlonsheim

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Unionsurkunde des Fürstentums Birkenfeld

Außerhalb des südlichen Hunsrücks ist heute nicht mehr vielen Menschen bewusst, dass das Gebiet  zwischen Nahe, Hochwald und Idarwald 120 Jahre lang, von 1817 bis 1937, ein eigenständiges Territorium war, das der Herzog von Oldenburg auf dem Wiener Kongress als Entschädigung für die Unterstützung im Kampf gegen Napoleon erhalten hatte. Das kleine Fürstentum Birkenfeld, das bis 1918 offiziell nur in Personalunion mit Oldenburg verbunden war, bildete eine eigene Landeskirche mit Konsistorium und Synode.
Unionsurkunde Birkenfeld alle 3 Unionsurkunde Birkenfeld Abendmahl

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Weihnachtsaktion gegen Altersarmut Anno 1749

Mit der Abschaffung des Zölibats durch die Reformation stellte sich für die evangelische Kirche ein ganz neues Problem – nämlich die Versorgung von Pfarrwitwen- und waisen.

Zunächst wählte man einen pragmatische Weg: der Amtsnachfolger hatte die Witwe oder Tochter des Vorgängers zu heiraten. Vielfach war das sogar die Bedingung, um eine Pfarrstelle überhaupt antreten zu können.

Pfalz-Zweibrücken, Witwenkasse 1749

Pfalz-Zweibrücken, Witwenkasse 1749


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Taufeintrag von August Bebel

Der spätere Sozialistenführer August Bebel wurde am 22. Februar 1840 als Sohn eines preußischen Unter­of­fi­ziers in Deutz geboren. Da der Vater Armeeangehöriger war, ist der Eintrag über die eine Woche später vollzogene Taufe im Kölner Militärkirchenbuch (KB I/14 b, S. 46) ein­ge­tra­gen.

Taufeintrag August Bebel

Taufeintrag August Bebel, AEKR Boppard KB I/14b, S. 46

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Kirchengemeinde Merzig/ Saarland sucht Quellen … Wer hat eine Idee?

,,Schwarmintelligenz, zeig mal, was du kannst.“

Eben erhielten wir auf unserer Facebookseite eine Anfrage von Hr. Klaus Künhaupt mit der folgenden Problemstellung :

“ Wir schreiben die Geschichte unserer Kirche-wo kann noch was zu finden sein?
Ich freu mich über diese Facebookseite, denn sie könnte eine weitere Möglichkeit sein, Ideen zu sammeln für folgendes Problem:
Im Archiv der Landeskirche in Düsseldorf habe ich den gesamten Bestand über unsere Kirchengemeinde (Merzig/Saarland) durchgeguckt, fotografiert und von Gemeindegliedern durchgucken lassen, die Kurrentschrift gut lesen können. Fazit: kaum ein Wort über den Bau unserer Kirche, die am 9. November 1865, also vor fast 150 Jahren, eingeweiht wurde.
Die Presbyteriumsakten sind auch verschwunden.
Also, Schwarmintelligenz, zeig mal, was du kannst. Wer hat die entscheidende Idee?“

Nachlass des Pfarrers Werner Dümling (1914-2006)

Bezirkshelferausflug zur Rurtalsperrel 1955

Bezirkshelferausflug der Evangelischen Kirchengemeinde Wichlinghausen zur Rurtalsperrel 1955

Pfarrer Werner Dümling hat das Gemeindeleben der Evangelischen Kirchengemeinde Barmen-Wichlinghausen über seine gesamte Amtszeit von 1951 bis 1979 hinweg mit seiner Kamera begleitet. Er fing die unbeschwerten Momente enger Verbundenheit der Gemeindeglieder ein, die wohl typisch für die Aufbruchjahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind.

Werner Dümling, geboren am 24. Juli 1914 in Hamburg, war von 1947 bis 1948 Lagerpfarrer für Kriegsgefangene in Nordwales/Großbritannien, anschließend von 1948 bis 1950 Landeswart der Schülerbibelkreise im Rheinland und über 28 Jahre, von 1951 bis 1979 Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Barmen-Wichlinghausen.

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Ein spannendes Stück frühneuzeitlicher Kirchengeschichte: die Acta Ronsdorfiana

Persönliche Weissagung der Anna vom Büchel, die Namen der Betroffenen wurden nachträglich entfernt

Persönliche Weissagung der Anna vom Büchel, die Namen der Betroffenen wurden nachträglich entfernt

Kürzlich bin ich durch eine Anfrage auf diesen sehr interessanten Aktenfundus gestoßen:
Im Bestand des Provinzialkirchenarchivs 1OB 020 gibt es eine Abteilung mit dem Namen Ronsdorfiana. Unter diesem Klassifikationspunkt finden sich insgesamt 27 z.T. dicke Aktenbände mit bis zu 400 Seiten. Mehr als über jede andere Gemeinde innerhalb des Einzugsbereichs der reformierten Provinzialsynode.
Geschuldet ist dies den ungewöhnlichen Vorgängen, die 1741 zur Abspaltung der Gemeinde Ronsdorf von der reformierten Gemeinde Elberfeld und schließlich sogar von der Bergischen Synode führten. Weiterlesen →