Demonstrationsschild; aus Bestand: AEKR 7NL160 (Superintendent Dieter Linz), Nr. 55
Unter dem Hashtag #nichtnurpapier haben wir auf unseren Social Media-Kanälen bereits das ein oder andere Fundstück aus unserem Archiv vorgestellt, mit dem man nicht unbedingt rechnen würde. Zu dieser Kategorie gehört auch dieses Demonstrationsschild.
1925 erwarb die Provinzialkirche das Haus Preyer im wiedischen Rengsdorf als Freizeit- und Tagungshaus. In Erinnerung an den ersten evangelischen Fürsten aus diesem Haus, den Kölner Erzbischof Hermann von Wied, erhielt es den Namen „Haus Hermann von Wied“. So lautet der erste Eintrag im Gästebuch des Hauses Hermann von Wied, mit dem der damalige Präses der Rheinischen Provinzialsynode, D. Walther Wolff, am 4. Oktober 1925 dieses Buch eröffnet hat. Im Zweiten Weltkrieg diente das Haus als Lazarett. Die Kursarbeit setzte wieder 1949 u. a. mit Pfarrerrüstzeiten ein.
Nach der Emeritierung des Rektors Wilhelm Kunze (1949-1961) übernahm Pfarrer Dr. Eberhard Bethge 1962 die Leitung des Pastoralkollegs in Rengsdorf. Auf einer Oxford-Reise des Pastoralkollegs entstanden unterhaltsame Zeichnungen, vermutlich von einem der Teilnehmer. Die folgende Zeichnung illustriert auf amüsante Weise Dr. Bethge als Gruppenleiter einer Pfarrer-„Kindergartengruppe“ auf Tagungsreise in England.
Aus dem Gästebuch (1951-1968) des Pastoralkollegs der EKiR. Oxford-Reise des Pastoralkollegs 1.-17. Mai 1963Weiterlesen →
Ein besinnliches Weihnachtsgedicht von Pfarrer Martin Hugo Lange (1818-1895) aus dem Nachlassbestand der Pfarrerfamilie Lange aus Halberstadt. Der Bestand verfügt über eine umfangreiche Gedichtsammlung.
Martin Hugo Lange war 1853-1893 Domprediger in Halberstadt und hat Gedichte unter dem Pseudonym „Martin“ veröffentlicht. Sein Sohn Siegfried Lange war ebenfalls Domprediger in Halberstadt (1853-1945). Über dessen Sohn Joachim Lange (1895-1975) gelangte das Familienarchiv der Theologenfamilie ins Rheinland.
Quelle: Grapheion, J.: Martin Hugo Lange weiland Domprediger zu Halberstadt. Ein Lebensbild, Halberstadt 1909.
Quelle: AEKR 7NL057 Pfarrerfamilie Lange (Nr. 133)
Die Herberg zur Weihnacht 24.12.1875
Es legt die Stadt auf Thal und Höf Ihr breites schwarzes Flügelpar, der Weg vergeht im tiefen Schnee, dem Wanderer starren Bart und Haar.
Der Nachlass besteht aus vorwiegend privater Korrespondenz. Aus der Zeit von 1933-1936 gibt es 420 Briefe zwischen Eberhard von Mering und seiner Verlobten Ruth Liebert, die er am 17.08.1937 heiratet. Unter anderem reflektiert das Paar intensiv über den Beitritt in die Bekennende Kirche im Winter 1934.
Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Nachlasses sind die Feldpostbriefe. Es gibt 417 Briefe von Eberhard von Mering an seine Familie aus der Zeit seiner Einberufung zum Militär von Mai bis September 1940 und der zweiten Einberufung im September 1943 bis zu seinem Tod als Soldat bei der Schlacht um Dorpat (heute Tartu/Estland) am 21. August 1944. Sein letzter erhaltener Brief vom 15. August 1944 zeigt ihn als liebevollen Ehemann und Vater, der durch den Krieg von seiner Familie getrennt ist.
Eberhard von Merings letzten Zeilen richten sich an seine sechsjährige Tochter Christa, die bald ihren ersten Schultag hat. Christa Lippold, geb. von Mering, überreichte in den Jahren 2020 und 2021 unserem Archiv in mehreren Teilen das Nachlassfragment ihres Vaters. Frau Lippold führt eine lesenswerte Webseite zur Familiengeschichte und hält das Andenken an Ihren Vater in Ehren.
Feldpostbrief von Eberhard von Mering an seine Frau Ruth von Mering Datum: 15.08.1944 Ort: Dorpat (heute Tartu/Estland) Signatur: 7NL 225, Nr. 50; Seite 1
Auf dem alten Golzheimer Friedhof in Düsseldorf steht ein Grabdenkmal, das dem Pfarrer und Konsistorial- und Schulrat Carl Heinrich Engelbert von Oven sowie seiner Frau und seiner Schwiegermutter gewidmet ist.
Grabstätte Carl Heinrich Engelbert von Oven (1795-1846) auf dem Golzheimer Friedhof, Düsseldorf
Der Golzheimer Friedhof ist eine historische Begräbnisstätte in der Düsseldorfer Innenstadt. Er wurde 1805 etwa 2 km nördlich der damaligen Stadtgrenze eröffnet und war für Bestattungen beider Konfessionen offen. Trotz mehrerer Erweiterungen musste der Friedhof 1885 für Neubestattungen und 1897 endgültig geschlossen werden; die Einwohnerzahl Düsseldorfs war von rund 16.000 im Jahr 1805 auf mehr als 100.000 in den 1880er Jahren gestiegen.
Durch einen Straßenbau, teilweise Bebauungen und Kriegszerstörungen ist nur noch ein Teil der alten Gräber vorhanden. Bei einem Rundgang habe ich drei Grabstätten festgestellt, die evangelische Pfarrer betreffen.
Recht gut erhalten ist das Grabdenkmal des evangelischen Pfarrers und Schulrats Hermann Altgelt und seiner Frau Antonie.
Grabstätte Herrmann Altgelt(1795-1871) auf dem Golzheimer Friedhof, Düsseldorf
Es trägt die Inschrift:
Hier ruhet in Gott der Geheime Regierungs- u. Schulrath Hermann Altgelt, geb. den XVIII. Juni MDCCXCV, gest. den X. December MDCCCLXXI / Antonie Altgelt geb. de Greiff, geb. den II. December MDCCXCVIII, gest. den VII. November MDCCCXLV.
Titelblatt „Die Wacht“, Nr. 16, 2. Jhrg.; Berlin, den 22. April 1905; Verlag: „Die Wacht“, Berlin
Mit dieser Oster-Titelseite der Kirchenzeitung „Die Wacht“ aus dem Jahr 1905 im Stil der Zeit grüßt das Team des Archivblogs Sie zum Osterfest! „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden!“
Die Zeitung „Die Wacht. Illustrierte Wochenschrift für das gesamte christliche Leben“ erschien nur in den beiden Jahrgängen 1904 und 1905. Der Begriff „Wacht“ war damals populär – z. B. „Wacht am Rhein“ -, lässt sich aber auch biblisch belegen: Gott ist der Wächter über seine Welt, der niemals schläft. Aber auch die Gläubigen sollen wachen, damit Sie die Ankunft des Messias nicht verschlafen.
Einer der beiden Herausgeber der Zeitung war Pfarrer Heinrich Stuhrmann (1869-1940), 1904-1906 Pfarrer der Heilandskirchengemeinde in Berlin. 1906 wechselte er ins Rheinland nach Barmen und wurde „Funktionspfarrer“, wie man es heute nennen würde, als Direktor des Westdeutschen Jünglingsbundes (1906-1912). Anschließend war er bis 1931 Direktor des Evangelischen Volksbundes für öffentliche Mission des Christentums mit Sitz in Godesberg (Gruch, Die Ev. Pfarrerinnen u. Pfarrer, Bd. 4, Nr. 13047).
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