Nüchternheitsbewegung 1924

Mitteilungsblatt Ausstellung zur Bekämpfung des Alkoholismus, aus Bestand: Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland Boppard;

Mitteilungsblatt Ausstellung zur Bekämpfung des Alkoholismus, aus Bestand: Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland Boppard;

In dem Sammlungsgut der Evangelischen Archivstelle Boppard fand sich folgender Zettel, mit dem Hinweis auf die Ausstellung Volk und Alkohol. Der Text auf der Rückseite dieses unscheinbares Blattes ist interessant, denn dort steht:

 

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Heinrich Held zieht in den Ersten Weltkrieg

Heinrich Held (links) und das Telegrafenbataillon 1915

1915 meldete sich der erst siebzehnjährige Heinrich Held (1897-1957), später erster Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (1949-1957), freiwillig zum Heeresdienst. Da schwang sicherlich Patriotismus mit. Das Ausschlag gebende Moment war allerdings, dass er als Kriegsfreiwilliger den Truppenteil selbst auswählen konnte. Da er das wehrmündige Alter von achtzehn Jahren noch nicht erreicht hatte, bedurfte es der Einwilligung seines Vaters, der mit seiner Zustimmung zunächst zögerte, dann aber sich diesem Argument nicht verschloss. Seine Wahl fiel auf das Telegrafenbataillon, einer Heereseinheit, die technisches Verständnis abverlangte. Sollte er die vage Hoffnung gehegt haben, dass ihn dies vor den schlimmsten Gräueln des Ersten Weltkriegs bewahren könnte, so erlag er, wie sich herausstellen sollte, einem Irrtum.

Seine militärische Grundausbildung erhielt Heinrich Held von September bis November 1915 in Köln. Zur speziellen Ausbildung als Telegrafist wurde er anschließend nach Frankfurt/Oder abkommandiert. Im Februar 1916 rückte sein Einheit auf den Balkan nach Serbien und Mazedonien aus.

Heinrich Held schildert in zahlreichen Briefen an seine Freundin und spätere Verlobte Martha Kortenhaus minutiös seine Zeit als Rekrut. Im Folgenden möchte ich Ihnen beispielhaft Passagen aus einigen Briefen vorstellen. Sie finden sich im Bestand mit der Signatur 7NL008, Nachlass Heinrich Held, Nr. 36 und 37 des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sein Sohn, Heinz Joachim Held, hat seine Briefe transkribiert und kommentiert: 7NL 008, Nr. 170.

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Eine Polit-Posse oder: Demokratieverständnis bedarf der Einübung

Luise Rehling am Schreibtisch (Quelle: Konrad Adeanuer Stiftung / Archiv für Christlich-Demokratische Politik (KAS/ACDP)

Luise Rehling am Schreibtisch (Quelle: Konrad Adeanuer Stiftung / Archiv für Christlich-Demokratische Politik (KAS/ACDP)

Im Juni 1955 sollte die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Luise Rehling als Referentin bei einer Tagung der Evangelischen Akademie in Mülheim/Ruhr mitwirken. Auf direkte Weisung des damaligen Präses Heinrich Held wurde sie kurzfristig ausgeladen. Was war der Hintergrund dieser Aktion und was waren die Folgen? Weiterlesen

Die Kirche, die Frauen und die Politik im Wahlkampf 1919

Wahlaufruf1919Die Wahlen zur Nationalversammlung im Jahr 1919 stellten eine doppelte historische Zäsur dar. Erstmals fand in Deutschland eine Wahl unter republikanischen Vorzeichen statt, und erstmals durften auch Frauen wählen. Auch die evangelische Kirche musste sich auf diese neuen Rahmenbedingungen einstellen. Weiterlesen

Aus der Siegelsammlung des Archivs

Die Siegelsammlung liegt bislang nur in Abbildungen auf Karteikarten und in Wachsabdrucken vor. Das Archiv ist auch zuständig für die Prüfung neuer Siegelentwürfe der Kirchengemeinden oder Kirchenkreise. Die „Richtlinien für das Siegelwesen in der Evangelischen Kirche im Rheinland“ bilden die Grundlage für die Prüfung der neu beantragten Siegel. Diese sind nachzulesen im Amtsblatt der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 17. November 1966 (KABl. 1967 S. 3) geändert durch den Beschluss vom 27. Dezember 1968 (KABl. 1969 S. 6)

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Kriegsbeute von 1917 in der Archivbibliothek

Histoire ancienne des Égyptiens, des Carthaginois, des Assyriens, des Babyloniens, des Mèdes et des Perses, des Macédoniens, des Grecs/ par Rollin, Charles; Paris : Huet [u.a.], 18XX, AEKR Archivbibliothek: Aa 2 012

Histoire ancienne des Égyptiens, des Carthaginois, des Assyriens, des Babyloniens, des Mèdes et des Perses, des Macédoniens, des Grecs/ par Rollin, Charles; Paris : Huet [u.a.], 1805, AEKR Archivbibliothek: Aa 2 012

In der Bibliothek des Archivs befindet sich ein Buch mit einem recht gut erhaltenen braunen Ledereinband (Signatur Aa 2 012), das „es in sich hat“. Es handelt sich um Band 11 des Werkes „Histoire ancienne des Égyptiens …“ von Charles Rollin, verlegt in Pars im Jahr XIII des französischen Revolutionskalenders (1805). Auf die erste Innenseite ist ein Blatt geklebt, auf das handschriftlich notiert ist: „Dieses Buch stammt aus der Bibliothek des Schlosses von Lizy bei Laon, das im Herbst 1917 während der Kämpfe am Chemin des Dames zerstört wurde und von seinen Bewohnern verlassen war. Karl Harraeus, Leutnant“.

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Porträt über Präses Joachim Beckmann

Das „Portal Rheinische Geschichte“ bietet Ihnen eine umfassende Informationsplattform zur rheinischen Geschichte. Neben Informationen und Quellen zur rheinischen Regional- und Landesgeschichte werden auch verschiedene Recherche-Instrumente digital bereitgestellt.

Neu in der Sparte „Rheinische Köpfe“ ist ein Porträt über Präses Joachim Beckmann erschienen, der im „Dritten Reich“ maßgeblich an der Konstituierung der Bekennenden Kirche beteiligt war. Lesen Sie mehr… 

In unserem Bestand befinden sich folgende Unterlagen über Präses Joachim Beckmann:
– 7NL 113 Präses Joachim Beckmann
– 6HA 003 Handakten Präses Beckmann
– 6HA 004 Kirchenkampfakten Beckmann

Professor Joachim Beckmann, Präses der Ev. Kirche im Rheinland Foto: vermutlich Hans Lachmann, Fotosammlung: 10.B/37

Professor Joachim Beckmann, Präses der Ev. Kirche im Rheinland
Foto: vermutlich Hans Lachmann, Bestand: AEKR Düsseldorf, Fotosammlung: 10.B/37

Joachim Beckmann - Amtsenthebung 1934, aus Bestand: AEKR Düsseldorf (Pers. Akte 51), H 239

Joachim Beckmann – Amtsenthebung 1934, aus Bestand: AEKR Düsseldorf (Pers. Akte 51), H 239