Plakatmission seit mehr als 100 Jahren: Die GOLDENEN WORTE

… und fast 300 Motive kann man bei uns einsehen.

Goldene Worte berühmter Männer, ca. 1928, 8SL 049 Plakatsammlung, Nr. 1739

Eine Besonderheit der neuen Verzeichnungsschicht der Plakatsammlung ist das große Konvolut der Plakatreihe GOLDENE WORTE, die seit 1912 im Verlag der Plakatmission Stuttgart erschien.
„Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle 14 Tage ein Plakat […] herzustellen mit einem Wort solcher Männer, die durch ihre Bedeutung auf Gehör rechnen können. Darunter werden immer auch Bibelworte verwendet. Wir möchten unseren Mitmenschen behilflich sein, den Frieden im Heil Gottes zu finden, besonders solchen, die sonst nicht mehr unter den Schall des Evangeliums kommen. Die Plakatmission ist ein Weg, auch sie zu erreichen “, beschrieb die Plakatmission selbst in einem Heftchen aus den 1960er Jahren ihren Auftrag.

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Eheordnung für die Synode Simmern

Eheordnung für die Synode Simmern Proklamation, 1873, AEKR Boppard, Sammlung Reinhard Schmidt (Unverzeichnet)

Abkündigung einer Eheordnung

In der unverzeichneten Sammlung von Dr. Reinhard Schmidt in der Evangelischen Archivstelle in Boppard, fand sich eine Eheordnung für die Synode Simmern von 1873. In der Proklamation finden sich folgende interessante Passagen (auszugsweise Wiedergabe): 2) Bei der Fürbitte im Gottesdienst sind die Ausdrücke „ehelich lediger Sohn“, „ehelich ledige Tochter“, ebenso wie die Worte „Herr, Fräulein, Jungfrau weg zu lassen. 10) Das Recht Widerspruch gegen die Trauung ein zulegen, ist nach der 3. Abkündigung nicht mehr möglich.

Trauung: 6) Bei Hochzeiten in der Passionszeit sind lärmende Störungen zu vermeiden. 7a) Die kirchliche Trauung ist zu verweigern, wenn nicht beide Verlobte getauft oder konfirmiert sind.

Anzumerken ist, das heute in der Evangelischen Kirche einige Veränderungen bei der kirchlichen Trauung eingetreten sind z.B. das es heute ausreichend ist, wenn einer der beiden Partner in der Evangelischen Kirche Mitglied ist und der Partner konfessionslos ist.

Das Findbuch zur Plakatsammlung ist jetzt online!

Die Verzeichnungsarbeiten an der Plakatsammlung der EKiR sind abgeschlossen. Im neuen Findbuch kann jetzt online recherchiert werden.
Es ist bereits die zweite Schicht von Plakaten, die jetzt erfasst worden ist.  Der erste Teil, bereits ca. 1300 Motive, wurde im Jahr 2012 verzeichnet.
Den Kern der Sammlung, insgesamt ca. 800 Stücke, bildete dabei die Sammlung des Düsseldorfer Grafikers Heinrich Brandt, der sie bereits in den 1980er Jahren an das landeskirchliche Archiv abgegeben hatte: Eine bunte Mischung aus selbst gestalteten und gesammelten Plakaten aus seinem beruflichen Umfeld. Ergänzt wird die Sammlung Brandts durch die eigene Sammlung des Archivs der EKiR.

Plakat für die Volkssammlung der Inneren Mission, ca. 1920, 8SL 049 (Plakatsammlung), Nr. 1222

2016 war es an der Zeit für eine nächste Verzeichnungsschicht. Weiterlesen →

Archiv der EKiR nimmt neues Außenmagazin in Betrieb

Außenmagazin Moers: Blick in einen Regalgang

Außenmagazin Moers: Blick in einen Regalgang, Foto: AEKR/Michael Hofferberth

Eine lange Suche nach dem geeigneten Standort hat ihr glückliches Ende gefunden: Mit einem kleinen Festakt im Beisein der rheinischen Kirchenleitung wurde gestern in Moers-Meerbeck das neue Außenmagazin des landeskirchlichen Archivs eröffnet. Bei dem Festakt würdigten Präses Manfred Rekowski, das Pfarrerehepaar Weyand und Landeskirchenrätin Gudrun Gotthardt die gelungene Adaption der ehemaligen Johanneskirche aus dem Jahr 1964 in ein professionelles Archivmagazin. Nach rund einjährigem Umbau bietet der Innenraum nunmehr in einer viergeschossigen Hochregalanlage Platz für 8.000 Regalmeter Schriftgut. Knapp ein Viertel hiervon ist bereits belegt. Besonderer Wert wird auf die Einhaltung der für ein Archivmagazin optimalen Klimawerte gelegt.

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Umzugsvorbereitungen zum Bezug unseres Außenmagazins in Moers

Auswahl der Bestände für das Außenmagazin Moers, Umzugsvorbereitung

Auswahl der Bestände für das Außenmagazin Moers, Umzugsvorbereitung

Vor elf Monaten berichtete Tatjana Klein hier im Blog, dass die Johanneskirche in Moers-Meerbeck in ein Archivmagazin umgebaut werden wird. Zeitgleich mit den anlaufenden Umbauarbeiten in der Kirche haben wir im Team unseres Archivs begonnen, uns Gedanken zu machen, welche der bislang in Düsseldorf verwahrten Archivbestände in das Außenmagazin verlagert werden sollen und wie der Umzug durchgeführt werden kann.

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Was machen diese zehn Männer?

Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung, u.a. Theologen D. Dorner senior und Aug. Dorner junior (ca. 1880), Fotosammlung; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0001

Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung, u.a. Theologen D. Dorner senior und Aug. Dorner junior (ca. 1880), Fotosammlung; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0001

Am 7. Juli vorigen Jahres wies Frau Klein an dieser Stelle auf die flickr-Präsenz des Archivs hin, und bat bei dieser Gelegenheit um Mithilfe bei der Bestimmung von vier Photos: Wir sind dann mal online – jetzt auch auf flickr.

Eines konnte dank der Mithilfe eines Lesers auch sehr schnell zugeordnet werden: Fotopuzzle 2.0. Weitere Hinweise gingen bisher leider nicht ein. Daher möchte ich nunmehr für ein weiteres Bild meine bisherigen Ergebnisse vorstellen. Es geht um das Bild, auf dem zehn honorig wirkende Männer abgebildet sind, fünf stehen, fünf sitzen.

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Die Macht des Schweigens – Präses Heinrich Held und die Berufung von Dozent Ernst Fuchs auf den Lehrstuhl für Neues Testament an der Universität Bonn

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Ernst Fuchs, Christentum und Sozialismus, Stuttgart 1946

Dozent Ernst Fuchs war chancenlos. Er ahnte es lange Zeit noch nicht einmal, weil er der Bekennenden Kirche angehörte, und Heinrich Held, den späteren ersten Nachkriegspräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, kannte er aus den Tagen, als die Bekennende Kirche sich gegen die Deutschen Christen wehrte. Er wollte daher zunächst nicht wahrhaben, dass dieser ehemalige Mitstreiter vehement seine Berufung auf den Bonner Lehrstuhl für Neues Testament hintertrieb. Pikant: Eine Kirchenleitung, die die Barmer Theologische Erklärung als ihre Bekenntnisgrundlage betrachtet, verweigert einem Mitglied der Bekennenden Kirche, dem die Nationalsozialisten 1933 die Lehrbefugnis entzogen hatten, die Wiederbeilegung der „venia legendi“. Es ging allerdings noch um ein Weiteres. Plakativ ausgedrückt: Die Freiheit der theologischen Wissenschaft in Bonn endet an der theologischen Einstellung des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Weiterlesen →