Die klassischen Schwarz-Weiß-Fotos und die Diasammlung überstehen Jahrzehnte im viel zitierten Schuhkarton. Digitale Fotos sind dagegen wesentlich anspruchsvoller. Hardware veraltet, Bildbearbeitungsprogramme kommen und gehen, Dateiformate ändern sich. Die Archivierung von digitalen Fotos geht über die reine Datensicherung hinaus. Die archivische Fotosammlung muss nicht nur vor defekten Speichermedien gewappnet werden. Vielmehr gilt es, die langfristige Lesbarkeit und Verarbeitung der Digitalfotos zu gewährleisten. Digitale Fotos haben gegenüber ihren analogen Vorgängern allerdings auch ihre Vorzüge. Die Abkopplung des Bildinhalts vom Bildträger ermöglicht ihre beliebige Reproduzierbarkeit. Dies wiederum vergrößert die Chance, dass zumindest der Bildinhalt der Nachwelt überliefert wird, vorausgesetzt, dass die Digitalfotos in einem geeigneten Format gespeichert werden. Weiterlesen
Schriftgutlehrgang im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel

Teilnehmer des Schriftgutlehrgangs im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel bei der Arbeit am Aktenplan
Gestern fand im Kirchenkreis Bad Godesberg-Voreifel ein Fortbildungstag zum Thema „Schriftgutverwaltung und Aktenführung“ statt.
Der Kirchenkreis hatte die Initiative ergriffen und die Referentin des Landeskirchlichen Archivs sowie die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltungen in die Jugendbildungsstätte Merzbach eingeladen. Weiterlesen
Emil Ernst Stoltenhoff : Aufruf zur kirchlichen Einigkeit
Was geschah an einem 8.März 1937?
Im Portal für Rheinische Geschichte ist dazu ein Beitrag über Emil Ernst Stoltenhoff (1879-1953) veröffentlicht worden. … >> Weiterlesen
Ariernachweis: Gebühren bei Ausstellung von Nachweisen über arische Abstammung
Im Gesetzblatt der Deutschen Evangelischen Kirche von 1935, Nr. 9, findet sich ein Hinweis darauf, wer für die Ausstellung von Urkunden zum Nachweis arischer Abstammung Gebühren bezahlen muss und wer befreit ist. Gebührenfreiheit besteht zum Beispiel für das Amt für Sippenforschung der NSDAP und die Sachverständigen für Rassenforschung. Dagegen müssen Familienforscher und Postbeamte Gebühren bezahlen. Unvermögende wie Erwerbslose und Wohlfahrtsempfänger sind auch von den Gebühren befreit.
Dieser Aushang befindet sich in der noch nicht erschlossenen Sammlung I (Dr. Schmidt) der Archivstelle Boppard.
Tagung: Offene Daten, freie Lizenzen – Aspekte digitaler Nachhaltigkeit
Die Evangelische Akademie im Rheinland (Dezernat 4.3 des LKA der EKiR) und die Melanchton-Akademie Köln laden ein: „Mehr digitale Souveränität gewinnen“ Part III
Wann und Wo? – am 29.03.2017 im Komed in Köln.
Der Schwerpunkt wird diesmal auf die „digitale Nachhaltigkeit“ gesetzt und auch aus der Perspektive von Gedächtnisinstitutionen archivische Beispiele von Open Data, Open Content, Open Access beleuchtet (Dr. Stefan Flesch).
Im Blog : internet.ekir.de sind weitere Beiträge und Infos zum Programm sowie Online-Anmeldung zu finden.
Erstes Barcamp im deutschen Archivwesen
„Vier biblische Evangelien, vier edle Wahrheiten Buddhas, vier Fäuste für ein Halleluja – und nun auch vier Tagungen ´Offene Archive´ .“ So kreativ wird die vierte Tagung „Offene Archive“ beworben, die am 19.-20. Juni 2017 im Landesarchiv Duisburg stattfinden wird. Erstmals ist sie mit einem Barcamp verbunden, also offenen Workshops mit oft anregender Eigendynamik.
Um wiederum das Orga-Team zu zitieren: „Wer immer schon gute Gedanken zum Archiv und seinen Aufgaben im digitalen Zeitalter hatte, sie aber nie zu äußern wagte, ist hier genau richtig.“
Das abwechslungsreiche Programm und alle weiteren Informationen finden Sie hier. Mitveranstalter ist der neugegründete Arbeitskreis „Offene Archive“.
Evangelische Kirche im Rheinland ist seit 20 Jahren im Internet präsent
Der Presseverband der Evangelischen Kirche im Rheinland e.V. richtete im Juli 1997 ein Rundschreiben an alle Gemeinden, Kirchenkreise und kirchlichen Einrichtungen:
„www.ekir.de. Vielleicht wissen Sie es schon: Seit dem 16. Februar ’97 ist die Evangelische Kirche im Rheinland im Internet präsent. Unter der Internetadresse „www.ekir.de“ kann das Internetangebot unserer Kirche rund um die Uhr und weltweit abgerufen werden: Informationen über unsere Landeskirche, Adressen zentraler Einrichtungen oder Kultur- und Veranstaltungshinweise – alles ist nur einen Mausklick entfernt.“

Zeitungsartikel über den neuen Internetauftritt der Landeskirche, in: Der Weg, 8/1997, 16.2.1997, S.4
Bereits 80 Millionen Menschen weltweit seien Nutzer des Internets, in Deutschland kämen monatlich 20-30.000 Teilnehmer hinzu. Die Kommunikation in unserer Gesellschaft werde schon jetzt durch das Internet entscheidend geprägt. Es gäbe jetzt – also fünf Monate nach dem Start des Angebots – bereits monatlich 6.000 Zugriffe auf die Webseiten der EKiR und bei der EKD 40.000.
Auch die damalige evangelische Wochenzeitung „DER WEG“ berichtete in Ausgabe 8 vom 16. Februar 1997: „Rheinische Kirche im Internet: http://www.ekir.de“. Chefredakteur Andreas Krzok weist darauf hin, dass der Beginn der Internetpräsenz der EKiR zwar zufällig, aber nicht unpassend auf den 500. Geburtstag Philipp Melanchthons falle. Der Internetkoordinator, der Theologe Thomas Raape, wird zitiert: „Das Internet ist eines der wenigen Medien, die Kommunikation und Präsentation miteinander verbinden. Hier können wir sagen, wer wir sind und was wir wollen. Wir können auf eine neue Weise auf Menschen zugehen …“.

