26. Tagung der Süddeutschen Kirchenarchive am 19./20. Juni 2017 in Speyer

Teilnehmer der 26. Tagung der Süddeutschen Kirchenarchive am 19./20. Juni 2017 in Speyer

Die 26.Tagung der Süddeutschen Kirchenarchive fand am 19./20. Juni 2017 im Gebäude des Landeskirchenrats der Pfälzischen Landeskirche in Speyer statt. Zur Begrüßung sprach der stellvertretende Kirchenpräsident, Oberkirchenrat Dr. Michael Gärtner, einige einleitenden Worte.

Die Tagung unter der Leitung von Dr. Gabriele Stüber aus dem Zentralarchiv der Ev. Kirche der Pfalz in Speyer selbst begann mit dem Thema „Brauchen wir neue Wege in der Archivpflege“. Dazu stellten Dr. Andrea Schwarz aus dem Landeskirchlichen Archiv der Ev.-Luth. Kirche in Bayern, Nürnberg, Jutta Seif aus Eberbach, einer Außenstelle des Erzbischöflichen Archivs Freiburg und Marco Kramer aus dem Landeskirchenarchiv der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens in Dresden die Situation in ihren Landeskirchen bzw. in ihrer Diözese und die jeweiligen Probleme dort dar. 

Nach einer Podiumsdiskussion und einer Pause folgte das Thema „Überlieferungsbildung in Pfarrarchiven“ mit dem Schwerpunkt Bewertung. Die Vorträge hielten Mareike Ritter aus dem Landeskirchlichen Archiv Karlsruhe und Gesine Parzich aus dem Zentralarchiv der Ev. Kirche der Pfalz in Speyer. Betont wurde die Notwendigkeit einer schlankeren Bewertung bei der Überlieferungsbildung.

Der Tag endete mit einer Besichtigung des vollständig erhaltenen Judenbades (Mikwe) in Speyer aus dem Mittelalter und einem anschließenden geselligen Beisammensein in einem Pfälzer Lokal.

Nach der Morgenandacht begann der zweite Tag mit den Referaten von Dr. Udo Wennemuth aus dem Landeskirchlichen Archiv Karlsruhe und Kristin Schubert aus dem Landeskirchenarchiv der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens in Dresden über das Thema „Wie gehen wir mit dem digitalen Wildwuchs in der kirchlichen Verwaltung um?“. Während in Baden seit einiger Zeit ein Dokumentenmanagmentsystem eingeführt ist und sämtliche Vorgänge digital bearbeitet werden sollen, besteht in der sächsischen Landeskirchenverwaltung grundsätzlich eine Papierablage, und nur solche Daten werden digital überliefert, die nicht oder nur mit unverhältnismäßig großem Aufwand schriftlich aufgehoben werden können, z.B. großformatige Baupläne oder digitale Fachanwendungen.

Nach einer Pause folgten die Impulsreferate von Dr. Rüdiger Kröger aus dem Landeskirchlichen Archiv der Ev.-Luth. Landeskirche in Hannover und Dr. Bertam Fink aus dem Landeskirchlichen Archiv Stuttgart über das Thema „Welche Möglichkeiten des Einsatzes von ehrenamtlichen und anderen Kräften nutzen kirchliche Archive?“. Rekrutiert werden können Archivpfleger aus der Mitte der Kirchengemeinden oder durch Ausschreibung. Sinnvolle Einsatzgebiete seien Erschließungsaufgaben – z.B . von Sammlungen – ,  von Quellenbeständen, die eine besondere paläographische Kenntnis verlangen und Herstellung von Digitalisaten.Nach einer weiteren Diskussionsrunde und einer Führung durch die Räume des Zentralarchivs der Evangelischen Kirche der Pfalz wurde die Tagung mit der Einladung von Holger Bogs zur nächsten Südschienentagung 2018 nach Darmstadt beschlossen.

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