Die Findbücher der Kirchengemeinden Linz am Rhein und Bad Hönningen sind online

Auf der Website des Archivs sind jetzt die Findbücher der Kirchengemeinden 4KG 114B Linz am Rhein und 4KG 115B Bad Hönningen online verfügbar. Die evangelische Kirchengemeinde Linz wurde 1845 mit Unterstützung des Wiedischen Gustav-Adolf-Vereins gegründet und der Katharinenhof als Betsaal, Pfarrer- und Lehrerwohnung angekauft. Im gleichen Jahr fand der erste evangelische Gottesdienst in Linz statt. 1852 wurde ein eigener Friedhof angelegt, 1854 eine evangelische Volksschule eingerichtet. 1856 schließlich wurde die Kirchengemeinde selbständig. Die Einweihung der Evangelischen Kirche 1865 krönte das zwei Jahrzehnte währende Aufbauwerk. Die Kirchengemeinde Linz umfasste den größten Teil der Bürgermeistereien Linz, Unkel und Leutesdorf.

Einladung zur Einweihung des Betsaals im Katharinenhof 1845 (Ausschnitt) aus Bestand: 4KB 114B
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Digitales Gemeindebrief-Archiv

Digitalisierte Gemeindebriefausgaben als PDF. Abrufbar auf der homepage der Lutherkirchengemeinde, Düsseldorf.

In einem beispielgebendem Projekt der Evangelischen Lutherkirchengemeinde Düsseldorf ist ein digitales Gemeindebrief-Archiv entstanden welches nahezu den gesamten Bestand der gedruckten Gemeindebriefausgaben der Lutherkirchengemeinde Düsseldorf enthält, beginnend mit der ersten Ausgabe im Jahr 1950, bis zur aktuellen Ausgabe.

Unter der technischen Leitung von Herrn Andreas Weiner(ehrenamtlich) wurden die Gemeindebriefe digitalisiert und bearbeitet und letztlich auf der website der Lutherkirchengemeinde für die Öffentlichkeit abrufbar gemacht.

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April Challenge #Archive30 – Tag 10: Animals, Teil 2

Titelblatt der Grundabgabentabelle („Fauller Hundt“) für das Dorf Nächst-Hochstetten, aus Bestand: AEKR 4KG 066B (Ev. Kirchengemeinde St. Johannisberg), Altes Archiv a 3

Mein Fauller Hundt

Macht Eß Kundt

Waß Ein Jeder Gibt

Von Seinem Grundt

Mit diesem Vierzeiler ist ein Dokument aus dem Jahr 1762 überschrieben, das sich im Archivbestand der Kirchengemeinde Sankt Johannisberg an der Nahe befindet. Von der Sache her handelt es sich um ein für das 18. Jahrhundert völlig gängiges Schriftstück: eine tabellarische Übersicht über die auf verschiedenen Bodenqualitätsklassen lastenden Grundabgaben. Was stutzig macht, ist die Bezeichnung „Fauler Hund“. Sie kommt nicht nur in dem kleinen Gedicht im Titel vor, sondern wird auch mit der größten Selbstverständlichkeit im Text verwendet: „Eß begreifft dieser faulle Hund in sich erstl. die 6 Classen oder Buchstaben über daß Ackerfeld, wie hoch jede Class geschätzt …“. Über die Hintergründe der Bezeichnung „Fauler Hund“ für eine derartige tabellarische Übersicht konnte das Bopparder Archivpersonal trotz intensiver Recherchen bislang nichts ermitteln. Deshalb wenden wir uns an die Netzcommunity: Wer weiß Näheres über den „Faulen Hund“?

Verringerung der Beschmutzung der Kirche

Mitnahmezettel nach dem Gottesdienst zur Verringerung der Beschmutzung der Kirche, aus Bestand: AEKR 4KG 113B  (Kirchengemeinde Simmern-Altweidelbach-Holzbach)

Als Anlage im Revisionsbericht über die Reparaturarbeiten in der Evangelischen Stephanskirche in Simmern von 1833 fand sich nachfolgend abgebildeter Zettel, der zur Mitnahme nach dem Gottesdienst bestimmt war und auch ausgehangen wurde. Vieles hat heute noch Geltung.

„Zur gef. Beachtung!

Die Gemeindeglieder werden angelegentlichst gebeten, darauf zu achten, daß die Kirche nicht muthwillig beschädigt oder verschmutzt wird, namentlich durch Einschneiden in das Holzwerk, Schreiben an die Wände, Auswurf auf den Fußboden u. s. w. Besonders wird auch die Benutzung der Eisen vor der Thür und der Strohmatten am Eingang zur Reinigung des Fußwerks empfohlen.“

Bestand: 4KG113B  Simmern-Altweidelbach-Holzbach

Gottesdienste werden nicht nur in kirchlichen Räumen gefeiert

Hast du auch schon mal an einem Gottesdienst im nichtkirchlichen Gebäude teilgenommen?

Gottesdienst im nichtkirchlichen Gebäude, Fotograf: Hans Lachmann, Schachte Nr. 24a: Diaspora; aus Bestand: AEKR 8SL 046 (Bildarchiv)

Vielleicht kennt jemand von den Leserinnen und Lesern das aus eigenem Erleben: Protestantische Gottesdienste werden nicht nur in Kirchen oder Gemeindezentren gefeiert. Wenn die Gemeinde für einen Bereich keine Gottesdienststätte besitzt, dann wurde – und wird – in andere geeignete Räume ausgewichen; es kann sich z.B. um Säle in einer Gaststätte oder den Klassenraum einer Schule handeln.

Eine interessante Aufstellung über die Gebäude im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland nach dem Stand vom 1. Januar 1962 findet sich in unserer Archivbibliothek in der Zeitschrift „Der Küster. Fach- und Mitteilungsblatt der evangelischen Küster im Rheinland, Westfalen, Lippe und Saarland“, Heft Nr. 47, Oktober/Dezember 1963: Demnach gab es am Stichtag 1.000 Kirchen, 724 Gemeindehäuser und 1081 Pfarrhäuser im Eigentum der evangelischen Kirchengemeinden. Weiterlesen →

Rätselhafte Handzeichnungen in einem Büchlein

Rätselhafte Handzeichnung im Pfarr-Gefälle Büchlein von 1647, eingebunden mit einer Urkunde, vermutlich ehemalige Wolfer Kloster, aus Bestand: AEKR 4KG 110B (Kirchengemeinde Enkirch),

In dem Bestand 4KG 110B der Evangelischen Kirchengemeinde Enkirch, der in der Archivstelle Boppard neu zugegangen ist und derzeit bearbeitet wird, findet sich ein Pfarr-Gefälle Büchlein von 1647. Es ist mit einer Urkunde eingebunden, die vermutlich aus dem Bestand des ehemaligen Wolfer Kloster stammt.

Beschreibung der Zeichnung: Oben links steht der Schriftzug eines Namens, man kann gut lesen Andreas Tr…..(Rest nicht eindeutig zu entziffern, ich bitte um Hilfe).
Im oberen Teil des Blattes finden sich Notenlinien mit Buchstaben und Noten. Darunter ist ein „Kopfähnliches Symbol“  (Totenkopf) gemalt, dessen Bedeutung ich noch nicht erkennen konnte. Weshalb ich auch hier um Hilfe bitte.

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König Friedrich Wilhelm von Preußen bittet um Spende für die Brandopfer in Hamburg

Kollektenaufruf König Friedrich Wilhelm von Preußen für die Abgebrannten in Hamburg 9. Mai 1842, aus Bestand: AEKR Boppard, Sammlung I unverzeichnet;

In der Zeit vom 5. Bis 8. Mai 1842 gab es einen großen Stadtbrand in Hamburg. In den damals erschienenen Berichten ist zu lesen, dass die Nikolaikirche, die Petrikirche und die Gertrudenkapelle abgebrannt waren. Nach dem Brand wurden nur die Petrikirche und die Nikolaikirche wieder aufgebaut. Es wurden mehr als 4000 Wohnungen und Speicher zerstört und 20000 Menschen obdachlos.

Am 9. Mai 1842 erließ der König Friedrich Wilhelm von Preußen einen Aufruf, dass in sämtlichen Kirchen und Gemeinden seiner Staaten eine Kollekte für die Brandopfer in Hamburg einzusammeln sei. Die Königliche Regierung, Abteilung des Inneren in Koblenz erinnerte in dem gleichen Schreiben daran, das in den „schlechten“ Jahren 1816/17 eine Unterstützung für die hiesigen Bezirke durch die Hamburger Einwohner erfolgte.

Wie kämpften die Feuerwehrleute 1842 gegen den Großen Brand? Siehe hierzu der NDR Beitrag.