Die Lutherrose im Gemeindesiegel

Siegel der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Mönchengladbach Rheindahlen

Siegel der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde Mönchengladbach-Rheindahlen

Die Evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde Mönchengladbach-Rheindahlen hat in ihrem Siegel die Luther-Rose in Anspielung auf den Namen Lutherkirche beziehungsweise Martin-Luther-Kirchengemeinde. Hans Rosocha senior gestaltete das Siegel.

Zitat aus Aus dem Wikipedia Beitrag: Lutherrose: „Die Luther-Rose ist ein Symbol der evangelisch-lutherischen Kirchen. Sie war das Siegel, das Martin Luther ab 1530 für seinen Briefverkehr verwendete. […]

 

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Trotz Notzeiten und Papierknappheit: An die Einführung von Pfarrer Heiermann in Lennep am 3. Advent 1946 erinnert eine gedruckte Predigt

Erinnerung an die Einführung von Pastor Heiermann aus Dortmund , 3. Advent 1946 ; Ansprache am 15. Dezember 1946; aus Bestand: AEKR Düsseldorf Archivbibliothek Bec 2700

AEKR Düsseldorf Archivbibliothek Bec 2700

Auf der Suche nach einem Adventsthema für unseren Blog stieß ich im Katalog der Archivbibliothek auf die gedruckte Einführungspredigt des Pfarrers Bernhard Heiermann vom 3. Advent (15.12.) 1946. Das ist genau 70 Jahre her und ich war erstaunt, dass in dieser Zeit des alltäglichen Mangels und der Not das Papier vorhanden war, um dieses Heft „Zur freundlichen Erinnerung an die Einführung“ zu drucken. Den Auftrag führte die J.F. Ziegler’sche Buchdruckerei in Remscheid im Januar 1947 aus. Das Exemplar gelangte aus dem Besitz des früheren Präses Joachim Beckmann in den Bestand der Archivbibliothek. Das stark holzhaltige, grobe Papier ist stark gebräunt und brüchig. Das Titelblatt ziert ein Foto des Kirchturms der alten evangelischen Stadtkirche in Lennep. Weiterlesen

Rheinische Pfarrer gegen die Hungersnot im „Jahr ohne Sommer“ 1816

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Wikipedia: Steckrübe/Kohlrübe aufgeschnitten, CC BY-SA 3.0

Frühe Amtsblätter sind bekanntlich eine Fundgrube für die Regionalgeschichte. So forderte genau heute vor 200 Jahren die königlich-preußische Regierung zu Düsseldorf in ihrem Amtsblatt dazu auf, wohltätige Vereine gegen die „Fruchttheuerung“ in der Provinz zu gründen. Hintergrund waren die verbreiteten Missernten in Westeuropa 1816, bedingt durch den Ascheregen, der im Vorjahr bei der Explosion des indonesischen Vulkans Tambora entstanden war. Der preußische General Carl von Clausewitz notierte hierzu anlässlich einer Inspektionsreise durch das Rheinland: „Verfallene Gestalten, Menschen kaum ähnlich“ hätten auf Äckern „halb verfaulte Kartoffeln“ gesucht.

Ausdrücklich sprach die Düsseldorfer Regierung die Geistlichen an, „die wir auffordern, dass sie durch die Kraft ihrer Lehre den Sinn der Wohlthätigkeit und des Mitleides stets lebendig erhalten und auf diese Art die Bemühungen der Vereine unterstützen.“ Einige evangelische Pfarrer engagierten sich hierbei stark. Weiterlesen

Kirchliche Gemeindemanager um 1900

Pfarrer als Gemeindemanager um 1900, aus Bestand: AEKR Boppard

Pfarrer als Gemeindemanager um 1900, aus Bestand: AEKR Boppard

Zu viel Bürokratie, zu wenig Seelsorge – unter dieser Last stöhnen heute zahlreiche Pfarrerinnen und Pfarrer. Gerne wird dann die „gute alte Zeit“ vor fünfzig oder gar hundert Jahren beschworen, als sich der Gemeindepfarrer, frei von bürokratischen Schikanen vorgesetzter Behörden, noch mit voller Hingabe seinem eigentlichen Geschäft der Verkündigung und der Seelsorge widmen und die wenigen Verwaltungsaufgaben gleichsam en passant erledigen konnte. Doch bei dieser Vorstellung handelt es sich – wieigentlich immer, wenn die Erinnerung an eine angeblich unbeschwerte Vergangenheit gegen die schnöde Gegenwart ins Feld geführt wird – um ein idealtypisches Klischee, das mit der Realität nur wenig zu tun hat. Auf beeindruckende Weise macht das ein Fund deutlich, der jetzt bei Ordnungsarbeiten am Archivbestand des ehemaligen Kirchenkreises Trarbach auftauchte. Weiterlesen

Rauhe Sitten

Sitzungsberichte der Convente der Reformierten Klever Classis von 1671 bis 1719, bearb. v. H. Kleinholz u. M. Knieriem

Sitzungsberichte der Convente der Reformierten Klever Classis von 1671 bis 1719, bearb. v. H. Kleinholz u. M. Knieriem

Ganz selten findet man in den Protokollen der Kirchenkreissynoden wie hier in dem Sitzungsbericht der Konvente der Reformierten Klever Classis [Kirchenkreis] vom 12. und 13. April 1695 auch eine Beschwerde über den Patron einer Kirchengemeinde. Hier beklagt sich der reformierte Prediger Heinrich Esch über die Handgreiflichkeiten seitens des Patrons der Kirchengemeinde Mörmter, den Freiherrn zu Mörmter, Wilhelm Stephan von Quadt vor der Synode.

Die Protokollanten schrieben nach Gehör beziehungsweise im damaligen niederdeutschen Dialekt, dabei kam es Ihnen auch nicht auf die Genauigkeit der einzelnen Buchstaben eines Wortes an. Eine Rechtschreibung oder Grammatik, wie der Leser sie heute kennt, gab es auch nicht.

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Kirchensteuern damals und heute

Kirchensteuerkampagne, ca. 1920, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 049, 1337

Kirchensteuerkampagne, ca. 1920, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 049 (Plakatsammlung), 1337

Ich finde es oft besonders spannend, Quellen zu einem bestimmten Thema aus unterschiedlichen Zeiten zu vergleichen.

Bei den Verzeichnungsarbeiten an der Plakatsammlung finden sich immer wieder Beispiele dafür. Zuletzt zum Beispiel das Plakat der Kirchensteuerkampagne der EKiR aus dem Jahr 2014 als Gegenstück zum Merkblatt von ca. 1920. Der Aufbau als Frage-Antwort-Katalog ist bei beiden Exemplaren ähnlich. Und eigentlich haben sich auch die Anfragen an das System der Kirchensteuer innerhalb von beinah 100 Jahren kaum verändert….

Kirchensteuerkampagne, 2014, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 049 (Plakatsammlung), 1468;

Kirchensteuerkampagne, 2014, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 049 (Plakatsammlung), 1468;

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Luxus für Federvieh

Baurechnung Hühnerhaus Lötzbeuren, Quelle: AEKR Boppard 4 KG 103B (Kirchengemeinde Lötzbeuren), Nr. 429;

Baurechnung Hühnerhaus Lötzbeuren, Quelle: AEKR Boppard 4 KG 103B (Kirchengemeinde Lötzbeuren), Nr. 429;

Bei den Erschließungsarbeiten des Bestandes der Kirchengemeinde finden sich immer mal wieder unter den Baurechnungen interessante Positionen über ausgeführte Arbeiten, so auch im nachfolgenden erwähnten Bestand. In früheren Zeiten war es üblich, dass sich Schwesternstationen selbstversorgten. So auch in der Evangelischen Kirchengemeinde in Lötzbeuren auf dem Hunsrück.  Ende des Jahres 1952 beschloss die Kirchengemeinde für die Schwesterstation einen Hühnerstall zu erbauen, damit eine Versorgung mit frischen Eiern und Hühnerfleisch gewährleistet war. Nach den vorliegenden Rechnungen des Jahres 1953 kostete der Bau des Hühnerstalls 886,15 DM. Über die Größe des Stalls finden sich keine genauen Angaben, jedoch hatte er 7 Fenster und eine gedämmte Decke. Am interessantesten ist die Position auf einer der Rechnungen des am Bau beteiligten Schreiners, man findet dort, dass die Herstellung von Hühnernestern und Sitzstangen 7,00 DM gekostet hat.