Hans und Lotte Josten: Gründer des Rheinischen Pfarrfrauendienstes

Freizeit des Rheinischen Pfarrfrauendienstes, ca. 1958, eingekreist: Pfarrer Hans Josten und Ehefrau Lotte Josten, aus Bestand: AEKR, 5WV 016 (Rheinischer Pfarrfrauendienst), Nr. 29

Im Sommer 2016 wurde hier bereits über die Neuverzeichnung zweier Bestände zur Geschichte des Rheinischen Pfarrfrauendienstes berichtet.

Diesem Thema widmet sich nun einen neue Vitrinenausstellung des Archivs der EKiR im oberen Foyer des Landeskirchenamtes. Neben der Geschichte des Rheinischen Pfarrfrauen im Allgemeinen stellt die Ausstellung auch zwei der sicherlich wichtigsten und richtungsweisensten Protagonisten des Pfarrfrauendienstes vor: Das Ehepaar Hans und Lotte Josten. Weiterlesen →

Gefallener Pastor wurde 1944 postmortal getraut

Kuno Windfuhr Porträt; Pastor aus Elberfeld, 1935, aus Bestand: AEKR 1OB018_Pers52_W210

Bei der Durchsicht der Daten der Theologen und Theologinnen mit dem Anfangsbuchstaben „W“ für den vierten Band des Handbuches „Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland“ stieß ich kürzlich auf eine Angabe, die mich stutzig machte. Pastor Kuno Windfuhr, der seit 1938 bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst 1940 Synodalvikar im Kirchenkreis Köln war, soll am Tag nach seiner Trauung als Soldat gefallen sein. Nach meiner Kenntnis gab es doch immer einige Urlaubstage nach einer solchen Trauung?

Ein Blick in die Personalakte (Bestand 1OB 018 Nr. W 210) brachte dann die Erklärung: Seine Ehefrau bzw. Witwe, L. Windfuhr, teilte dem Konsistorium in Düsseldorf am 9.9.1944 mit, dass sie „mit dem am 23. Oktober 1943 bei Orscha in Russland gefallenen Pfarrer Kuno Windfuhr gemäss ministerieller Genehmigung nachträglich mit Rückdatierung auf den 22. Oktober 1943 die Ehe geschlossen habe.“ Die Heiratsurkunde, deren Formular der Standesbeamte für diesen Zweck leicht abändern musste, ist in der Akte vorhanden. Interessanterweise ist nicht vermerkt, dass der Bräutigam verstorben ist; es heißt lediglich: „Mit dem […] Kuno Windfuhr, […] zuletzt wohnhaft […] hat die L. […] nachträglich mit Rückwirkung ab 22. Oktober 1943 die Ehe geschlossen.“

Kuno Windfuhr; Pastor; standesamtliche Heiratsurkunde vom 6. September 1944 in Moers, aus Bestand: AEKR 1OB018_Pers52_W210

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Karlheinz Brust, Siegelzeichner der Rheinischen Kirche

Karlheinz Brust, aus Kirn; Siegelzeichner, Foto: privat;

Im Siegelbestand des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland befinden sich 47 Kirchensiegel des Künstlers Karlheinz Brust. Das Kirchensiegel von Bergen habe ich ausgewählt, weil es im Siegelbild wesentliche Bezugspunkte der Kirchengemeinde zeigt. Die Kirchengemeinde Bergen bestand 1973 zunächst auf einer Nachzeichnung des alten Siegelbildes, anstatt auf den Vorschlag von Karlheinz Brust einzugehen, ein neues Siegelbild zu wählen, das der Siegelordnung der Rheinischen Kirche eher entspricht. Deswegen führte Karlheinz Brust einen Schriftwechsel mit Archivrat Walter Schmidt. Walter Schmidt schrieb daraufhin dem Presbyterium der Gemeinde, dass sie im „Benehmen mit dem Grafiker eine Neugestaltung des Siegelbildes“ vornehmen sollte. Meinungsverschiedenheiten wegen alter Siegelbilder gab es mit einigen Kirchengemeinden. Walter Schmidt übte häufig Kritik an alten Siegelbildern. In den Siegelakten der EKiR finden sich dementsprechend „Klartexte“ von Walter Schmidt, in denen er sein Missfallen über alte Siegelbilder gegenüber den Kirchengemeinden zum Ausdruck bringt. Weiterlesen →

Mit Henrike Tetz wurde erstmals eine Superintendentin zur Oberkirchenrätin gewählt

Pfarrerin Henrike Tetz, Wahl zur neuen Leiterin der Abteilung 3 „Erziehung und Bildung“ im Düsseldorfer Landeskirchenamt, Landessynode 2018, Foto: EKiR/Hans-Jürgen Vollrath

Am Donnerstag, 11.01.2018, wählte die Landessynode der Ev. Kirche im Rheinland die Superintendentin des Kirchenkreises Düsseldorf, Pfarrerin Henrike Tetz, als hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung (KL) zur Nachfolge von Oberkirchenrat Klaus Eberl. Damit wurde erstmals eine Superintendentin hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung; die bisherigen Oberkirchenrätinnen, Gisela Vogel, Petra Bosse-Huber und Barbara Rudolph, hatten das Amt einer Superintendentin nicht bekleidet.

Harney, Rudolf, Pfarrer, Oberkirchenrat, Mitglied der 1. Kirchenleitung (KL), 1932, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 10_0110

Es stellte sich mir die Frage, ob denn in der Vergangenheit einer der Düsseldorfer Superintendenten zum Oberkirchenrat berufen worden ist? Immerhin ist Düsseldorf einer der großen Kirchenkreise der Landeskirche. Ich hatte einen Namen im Kopf, nämlich Superintendent Rudolf Harney (Nachlass im Bestand des Archivs), ganz am Anfang der Geschichte unserer Landeskirche nach 1945: Er wurde im Mai 1945 Mitglied der Vorläufigen Kirchenleitung als Repräsentant des Provinzialkirchenrates von 1932. Die Provinzialsynode 1946 bestätigte die Mitglieder der Vorläufigen KL, die „in Ausübung und für die Dauer des Amtes … die Amtsbezeichnung ‚Oberkirchenrat‘ “ führten. 1949 trat Harney bei den ersten Wahlen zur Kirchenleitung der neuen Landeskirche nicht mehr an, weil seine Pensionierung bevorstand. Harney ist also ein Sonderfall.

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Henk Schilling, Siegelzeichner der Evangelischen Kirche im Rheinland

Henk Schilling, Foto: Familie Schilling

Henk Schilling, Grafiker, Glasfenstergestalter, Siegelzeichner, geboren am 7. November 1928, gestorben am 24. Februar 2005.

Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland sind 22 Siegel von Henk Schilling vorhanden. Nachfolgend eine Auswahl an Siegeln und Biografie von Tochter Miriam Schilling mit Erläuterungen zum künsterlischen Werden und Wirken Schillings:

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Herbert Westphal, Siegelzeichner der Evangelischen Kirche im Rheinland

Siegel der Kirchengemeinde Mettmann, 1969, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 038 (Siegelsammlung)

Herbert Westphal, Graphiker und Siegelzeichner, geboren am 8. Mai 1922 und  gestorben am 13.Juni 1985 in Solingen-Höhscheid. Er hat für zahlreiche Kirchengemeinden Kirchensiegel gezeichnet. Der Schwerpunkt seiner grafischen Arbeiten liegt in seiner Heimatstadt Solingen. Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland sind 57 von ihm entworfene Kirchensiegel rheinischer Kirchengemeinden überliefert.

Herbert Westphal hatte 1982 seinen Lebenslauf anlässlich einer Ausstellung „6000 Jahre Siegelkunst der Stadt Solingen“ im Jahr 1982 wie folgt formuliert:

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Frühschoppen auf dem Alten Zoll 1899

50. Stiftungsfest des Evangelisch-Theologischen Vereins Bonn am 21.6.1899 auf dem Alten Zoll, aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 024_00031

Am 10. November 1849, am Geburtstage Luthers, wurde der evangelisch-theologische Verein zu Bonn gegründet. Anlässlich des 50 jährigen Stiftungsjubiläums trafen sich am 21.06.1899 die Vereinsmitglieder zum „Frühschoppen auf dem Alten Zoll“. Hier  hat jemand nachträglich 36 Namen mit rotem Filzstift in das Foto gekritzelt.

Schlecht für das Original, gut für die Kenntnis der Personen.

Weitere Quellen finden sich bei uns im Nachlass Oberkirchenrat Johannes Himmelbach (AEKR 7NL 052). Dieser erhielt 1969 von Pfarrer Christmann (Ellern/Hunsr.) das Archiv der Evangelisch-Theologischen Verbindung „Rheinmark“ zu Bonn, die 1921 aus der Fusion des 1849 gegründeten Evangelisch-Theologischen Vereins Bonn und des 1883 gegründeten Theologischen Studentenvereins Bonn hervorgegangen war.

In diesem Nachlass sind u.a. enthalten: „Rheinmark“-Archiv (1892-1994): Fotos, Rundbriefe, Druckschriften; Abriss der Geschichte der Verbindung, 50-Jahr-Feier des Ev.-Theol. Vereins 1899, Mitgliederverzeichnis 1932, Verbot und Auflösung 1939, Altherrenverband, Wartburgfest 1967. Findbuch als pdf

Bereits digital reproduzierte Fotos können Sie auch digital bei uns im Bildarchiv einsehen. Ergänzende Archivbestände: LKA Personalakte 387.