Warum sind Foto-Metadaten sexy? – Toller Beitrag von Ulla Schmitz

Die Beschreibung digitaler Fotos bzw. Reprografien mit IPTC-Daten wird im Archivbereich kaum angewandt. Dass diese aber gerade dadurch mit Kontextinformationen versehen werden können und somit auch eine Identität  im Web erhalten, sollte gerade für Archive interessant sein! Bei uns verlässt kein Bild ohne IPTC-Metadaten die Archivtheke, wenn es um die Bereitstellung im Web geht.

Ulla Schmitz hat diesen Hintergrund toll erklärt: „Mehr Wert mit Metadaten“ – Warum sind Foto-Metadaten sexy?“ ..>>

https://bloghandbuch.de/iptc-daten/

Eine Authentizitätsklärung wäre also möglich, wenn Fotos mit IPTC-Metadanten im Netz veröffentlicht werden würden: Fotos aus dem Internet – ohne Metadaten keine Authentizitätsklärung

Tagungshinweis: Kritik der digitalen Vernunft

Schon einmal etwas von Modellathons und Poster Slams gehört oder geschweige denn teilgenommen? Der Verband DHd – „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ veranstaltet vom 26. Februar bis zum 2. März 2018 seine fünfte Jahrestagung unter dem Titel „Kritik der digitalen Vernunft“. Tagungsort ist die Universität Köln, alle Informationen findet man hier.

Das ungemein facettenreiche Programm bietet Workshops und weitere innovative Tagungsformate zu allen Themengebieten der digitalen Geisteswissenschaften. Aus archivischer Sicht hervorzuheben sind die Veranstaltungen zur automatischen Texterkennung mit Transkribus, zu digitalen Editionen, zur Nutzung von Wikidata sowie zu kollaborativen Erschließungsprojekten.

Reformationsansprache 1916/1917

Reformationsansprache, aus Bestand: AEKR Boppard Sammlung R. W. Schmidt (unverzeichnet)

In der noch nicht vollständig erschlossenen Sammlung von Dr. R.W. Schmidt in der Evangelischen Archivstelle in Boppard, fand ich bei der Durchsicht folgendes Dokument des Deutschen Evangelischen Kirchenausschuss zu Berlin. In dieser Reformationsansprache an die Gemeinden beim bevorstehenden Jahreswechsel 1916 / 1917 findet sich auch der Bezug auf den 1. Weltkrieg, der 1918 erst zu Ende war und den Deutschland bekanntlich verloren hat, der Satz: „Noch wissen wir nicht, ob das beginnende Jahr uns den Frieden bringt, der eine umfassendere Feier gestattet…“. Das dem nicht so war ist bekannt.

 

 

Hinweis: 28. Norddeutscher Kirchenarchivtag 2018

Die diesjährige „Nordschienentagung“ wird am 12./13.4.2018 im Domstift Brandenburg an der Havel stattfinden. Die Tagung folgt direkt auf einen Archion-Workshop in Berlin.

Hier das vorläufige Programm und Anmeldemöglichkeiten

Henk Schilling, Siegelzeichner der Evangelischen Kirche im Rheinland

Henk Schilling, Foto: Familie Schilling

Henk Schilling, Grafiker, Glasfenstergestalter, Siegelzeichner, geboren am 7. November 1928, gestorben am 24. Februar 2005.

Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland sind 22 Siegel von Henk Schilling vorhanden. Nachfolgend eine Auswahl an Siegeln und Biografie von Tochter Miriam Schilling mit Erläuterungen zum künsterlischen Werden und Wirken Schillings:

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Hinweis auf LVR-Tagung: Blogs als Werkzeuge der Archivarbeit

Am 11.-12. Oktober 2018 veranstaltet das LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum Brauweiler eine Tagung zum Thema „Blogs als Werkzeuge der Archivarbeit“. Neben Vorträgen bietet eine Workshop-Phase den Teilnehmenden die Gelegenheit neue Blog-Projekte vorzustellen, sich über technische Möglichkeiten von Blog-Software auszutauschen oder neue Tools für Blogs kennenzulernen.

Weitere Informationen und Online-Anmeldung >>

siehe auch das gesamte Fortbildungsprogramm 2018

„Ausländer“ und „Asylsuchende“ – Fotografien des Fotografen Hans Lachmann

Demonstration jezidischer Flüchtlinge, Düsseldorf, Rheinuferstraße, Foto: Hans Lachmann, Schachtel Nr. 61: Ausländer, AEKR 8SL 071;

Dass entgegen den populistischen Einflüsterungen Immigranten und Asylsuchende keine homogene Masse bilden, die lediglich einwandern, um den Sozialstaat ausplündern, zeigen die Fotos des Fotografen Hans Lachmann in aller Deutlichkeit. So vielfältig die Herkunftsländer der ausländischen Mitbürger sind, so vielfältig sind die Lebensweisen, die er in Bildern eingefangen hat: Italiener, Griechen, Türken, Russen, Eritreaner, Jesiden, Vietnamesen, Chilenen, Araber, Israelis, US-Amerikaner.

Junge Israelis aus Haifa und christliche Araber aus Nazareth tanzen miteinander,  Foto: Hans Lachmann, Schachtel Nr. 60: Ausländer, AEKR 8SL 071;

Seine Fotografien zeigen die beengten und verwahrlosten, bisweilen menschenunwürdigen Wohnungen, in denen italienische, griechische und türkische Gastarbeiter der 60ziger Jahre in Deutschland mehr hausten als lebten, die Tätigkeiten, die sie ausübten, etwa im Bergbau, die beengte Unterbringung von Flüchtlingen in Heimen, in denen sie zu mehreren Personen in einem möbelierten Zimmer mit äußerst dürftiger Ausstattung untergebracht waren, ihre Proteste gegen die drohende Abschiebung, ihre Bemühungen um Integration, und auch die vielfältige Unterstützung, die ihnen von Teilen der Bevölkerung entgegengebracht wurde – etwa in Form von Freizeiten, Nähstuben, Kleiderkammern, Hausaufgabenbetreuung. Und er hielt im Bild fest, wie Araber und Israelis – körperbetont – gemeinsam tanzten.

Ein kleine Auswahl von Fotos aus der Sammlung von Hans Lachmann finden Sie im Folgenden.

  • Griechische Gastarbeiterfamilie in Düsseldorf, verkommene Unterkunft, Foto: Hans Lachmann, Schachtel Nr. 67: Außenseiter, AEKR 8SL 071;