Walter Sauer, Siegelzeichner der Evangelischen Kirche im Rheinland

Sauer Walter, Düsseldorfer Grafiker Kirchensiegel, Foto um 1980 von Inge Sauer (Privatbestand);

„Siegel sind kleine Kunstwerke“

Walter Sauer war ein Düsseldorfer Grafiker, Produktgestalter und Maler, der neben innovativen Entwicklungen im Bereich des Industrie-Designs auch zahlreiche neue Kirchensiegel für die Evangelische Kirche im Rheinland entworfen hat. Sein Talent für klare Formgebung führte zu einer Neugestaltung von Zeichen und Siegeln, die der traditionellen Gattung ein ebenso modernes wie zeitloses Erscheinungsbild gaben. Walter Sauer war  an der Siegelordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland beteiligt, indem er dem Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland Vorschläge für die Formulierung der Siegelordnung unterbreitete. Er arbeitete in diesem Bereich eng mit Archivrat Walter Schmidt zusammen.

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Goldene Worte zu Ostern

Plakat mit Osterbotschaft von Christoph Blumhardt 16.4.1987, aus Bestand: AEKR Düsseldorf     8 SL 049 (Plakatsammlung) Nr.1938, © Herder Verlag

Wir wünschen allen Nutzern und Freunden des Archivs fröhliche und gesegnete Ostern!

In diesem Jahr tun wir das mit Worten des württembergischen Theologen Christoph Blumhardt (1842-1919), festgehalten auf einem Plakat der Serie Goldene Worte aus dem Jahr 1987. Blumhardt war ein Vertreter der religiös-sozialen Bewegung und schon zu Lebzeiten bekannt für seine wortgewaltigen Predigten. Seine Hinwendung zum Sozialismus und der Eintritt in die SPD führten aber dazu, dass er sein Pfarramt aufgeben musste.
Heute erfahren die geistlichen Einflüsse Blumhardts weitreichende Würdigung. Die EKD gedenkt seiner am 2. August.

Bei der Gestaltung des Plakats blieben die Herausgeber ihrer Philosophie treu und verzichteten auf aufwendige Grafikelemente, um das Wort in den Mittelpunkt zu stellen. Mehr zur Serie und zu den Goldenen Worten in der Plakatsammlung unseres Archivs finden Sie hier. Die Serie erscheint bis heute im Kreuz Verlag.

„Läuterungszeit“ vor 100 Jahren: Eine Passionspredigt in der Jerusalemer Erlöserkirche 1917

Der junge rheinische Theologe Carl Sachsse (1889-1966) hatte im Oktober 1913 sein erstes Examen bestanden. 1915 meldete er sich als Kriegsfreiwilliger. Bewandert in der türkischen Sprache, legte er 1916 am orientalischen Seminar in Berlin die Dolmetscherprüfung ab und wurde im September dieses Jahres mit dem neugebildeten deutschen Asien-Korps an die Sinaifront verlegt. Dort brachte er es in der Armee-Kraftwagenkolonne 708 bis zum Vizefeldwebel.

In Absprache mit seinen militärischen Vorgesetzten und dem evangelischen Propst zu Jerusalem hielt er aber auch regelmäßig Feldgottesdienste sowie Truppengottesdienste in der 1898 von Wilhelm II. eingeweihten Erlöserkirche in Jerusalem.

Im Archiv der EKiR hat sich ein kleiner Fundus von acht seiner Kriegspredigten 1917-18 erhalten (8SL 045, Nr. 472). Sie sind ein seltenes Zeugnis für die geistliche Truppenbetreuung an diesem wenig erforschten Frontabschnitt des Ersten Weltkrieges. Sachsses Predigt aus der Passionszeit 1917 sei hierfür näher untersucht. Weiterlesen →

Breaking News: Luthers Hammer aufgetaucht

Eine archäologische Sensation bahnt sich an. Bei Aufräumarbeiten im Düsseldorfer Landeskirchenamt wurde der Originalhammer entdeckt, mit dem Martin Luther am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg schlug.

Erste ausführliche Berichte finden Sie hier.

Nachtrag zum Beitrag: Es handelt sich hier um einen Aprilscherz! 😉

Reformatorinnen zu Besuch im Landeskirchenamt

Auf der Parkbank mit Argula von Grumbach

Seit dem 8.3. ist die Ausstellung „Reformatorinnen. Seit 1517“ – passend zum Internationalen Frauentag – im Landeskirchenamt zu sehen.

In dieser Wanderausstellung stellt die Gender- und Gleichstellungsstelle der EKiR exemplarisch 17 Frauen aus fünf Jahrhunderten vor, die als Schriftstellerinnen, Liederdichterinnen, Pfarrfrauen, Predigerinnen und Herrscherinnen unsere Kirche zu dem machten, was sie heute ist. Es begegnen sowohl bekannte Namen wie Katharina von Bora als auch weniger bekannte wie Wibrandis Rosenblatt. Abgerundet wird der biografische Zugang durch Ausstellungstafeln zu Querschnittsthemen wie dem Zugang zu Bildung, dem Wandel von Frauenrollen und Lebensformen und dem Thema Frauenordination.

Eine Besonderheit der Ausstellung sind die lebensgroßen Holzfiguren, die es dem Besuchern ermöglichen, den vorgestellten Persönlichkeiten auf Augenhöhe im öffentlichen Raum zu begegnen. Weiterlesen →

Was machen diese zehn Männer?

Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung, u.a. Theologen D. Dorner senior und Aug. Dorner junior (ca. 1880), Fotosammlung; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0001

Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung, u.a. Theologen D. Dorner senior und Aug. Dorner junior (ca. 1880), Fotosammlung; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0001

Am 7. Juli vorigen Jahres wies Frau Klein an dieser Stelle auf die flickr-Präsenz des Archivs hin, und bat bei dieser Gelegenheit um Mithilfe bei der Bestimmung von vier Photos: Wir sind dann mal online – jetzt auch auf flickr.

Eines konnte dank der Mithilfe eines Lesers auch sehr schnell zugeordnet werden: Fotopuzzle 2.0. Weitere Hinweise gingen bisher leider nicht ein. Daher möchte ich nunmehr für ein weiteres Bild meine bisherigen Ergebnisse vorstellen. Es geht um das Bild, auf dem zehn honorig wirkende Männer abgebildet sind, fünf stehen, fünf sitzen.

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