Das Siegel der Kirchengemeinde Geldern

So fliegt die Taube des Heiligen Geistes! – Über die Entstehung des Siegels der Kirchengemeinde Geldern

Das alte Siegel der Kirchengemeinde Geldern zeigt die Taube des Heiligen Geistes. Jutta Müller-Zantop, die Grafikerin, die das alte Siegel erneuerte, schrieb dazu: „Die Taube hatte den Kopf nach oben gerichtet und musste in die >> biblische << Stellung gebracht werden: Notiz des Landeskirchenamtes ‘die Taube muss von oben her abfahren’.“

Altes Siegel der Kirchengemeinde Geldern Neues Siegel der Kirchengemeinde Geldern

 

Dies kann im Ausstellungskatalog von Jutta Müller-Zantop „Kirchliche Siegel 1961-1999″ nachgelesen werden. Jutta Müller-Zantop hat den Katalog mit 161 Siegeln, die sie gestaltet hat, für die Ausstellung „Kirchliche Siegel 1961 – 1999″ bei der St. Petri-Pauli Kirchengemeinde Soest“, Mai 1999 erstellt. Der Katalog bietet neben den Abdrücken der Siegel eine kurze Erläuterung zum Siegel und eine Einführung in die Siegelkunde.

Das Kreuz mit der deutschen Kurrentschrift

Deutsche Kurrentschrift

Deutsche Kurrentschrift, Quelle: Wikimedia Commons

Jeder, der einmal die Feldpostbriefe seines Großvaters oder ältere Kirchenbucheinträge lesen wollte, wird die Erfahrung bestätigen: Ohne ein regelrechtes Erlernen und Üben der sogenannten Kurrentschrift wird es beim bloßen Wortraten bleiben. Diese Buchstabenformen bildeten nun einmal vom 16. Jahrhundert an bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die Grundlage aller deutschen Privat- und Behördenschreiben. Natürlich  bieten bereits VHS-Kurse und klassische Übungsbücher eine gute Trainingsgrundlage. Es gibt aber ganz aktuell auch einige neue Online-Angebote. Weiterlesen →

Konfirmanden im Archiv

Konfirmanden der Friedenskirchengemeinde bei der Leseübung

Konfirmanden der Friedenskirchengemeinde bei der Leseübung

Am 30.10.2015 hatte das Archiv der EKiR Besuch von einer Gruppe Konfirmanden der Friedenskirchengemeinde Düsseldorf. 23 Mädchen und Jungen kamen zusammen mit dem Team um Pfarrerin Frauke Müller-Sterl und Jugendleiter Oliver Boeddrig am Freitagnachmittag für zwei Stunden in die Hans-Böckler-Strasse.

In kurzen Führungen durch die „Heiligen Hallen“ erhielten sie zunächst Einblicke in den unbekannten Alltag eines Archivars und die Funktionsweisen des Archivs. Natürlich durften sie auch einige alte Dokumente bestaunen wie z.B. eine Pergamenturkunde der Gemeinde Issum aus dem Jahr 1710 oder einen mithilfe von Japanpapier restaurierten Protokollband aus dem frühen 17. Jahrhundert

Anschließend konnten die Konfirmanden sich selbst als Forscher versuchen. Forschungsobjekt war die Unionsurkunde der Ev. Gemeinde Düsseldorf, mit der sich im Jahr 1824 die Lutherische und die Reformierte Gemeinde zu einer gemeinsamen evangelischen Gemeinde vereinigten. Weiterlesen →

Tagungsdokumentation: Kirchliche Archive im Web 1.0 und Social Media

Am 9. November 2015 wurde ein Seminar zum Thema „Kirchliche Archive im Web“ für Ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter/innen in kirchlichen Archiven veranstaltet.

Es wurden die Fragen erörtert:

  • Wie mache ich online auf meine Archivbestände aufmerksam?
  • User Generated Content oder: Wie gewinne ich Interessierte für kooperative Erschließungsprojekte?
  • Was muss bei archivischen Angeboten im Web 2.0 berücksichtigt werden?
  • Wie richtet man für das eigene Archiv ein entsprechendes Angebot ein?

Wer nicht dabei sein konnte bzw. das Eine oder Andere nochmal nachlesen möchte >> hier folgen die Abstracts und die Präsentationsfolien.

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Die Poensgen-Familie: 86 cm vom Pfarrer zum Industriellen

aus Publikation „Die Geschichte der Familie Poensgen“ Teil 2, Bearb. Pfarrer E. Poensgeb, Düsseldorf 1908; Bestand Universitätsbibliothek Heidelberg B 446-288;

aus Publikation „Die Geschichte der Familie Poensgen“ Teil 2, Bearb. Pfarrer E. Poensgen, Düsseldorf 1908; Bestand Universitätsbibliothek Heidelberg B 446-288;

Es ist gar nicht so selten, dass Pfarrer aus Industriellenfamilien entstammen. Bei der Arbeit an dem Handbuch der Pfarrerinnen und Pfarrer der rheinischen Landeskirche stieß ich beim Buchstaben “P” auf den mir hier in Düsseldorf wohlbekannten Namen Poensgen. Es gab drei rheinische Pfarrer dieses Namens, und in dem Nachschlagewerk “Neue deutsche Biographie” (NDB), Band 20, stehen ebenfalls drei Namensträger mit eigenen Artikeln. Und da befindet man sich schon mittendrin in der o.g. Beziehung, denn der in NDB-Artikel Nr. 2 beschriebene Albert Poensgen (1818-1880), Röhrenfabrikant zunächst in der Eifel und später in Düsseldorf, ist der Bruder des Pfarrers Eduard Poensgen (1808-1851). Der Vater der beiden, Daniel Giesbert Poensgen, war Flanellfabrikant in Kirschseiffen in der Eifel.

Porträt der Pfarrer Eduard Poensgen und Ernst Poensgen, aus: Publikation „Die Geschichte der Familie Poensgen“ Teil 2, Bearb. Pfarrer E. Poensgen, Düsseldorf 1908; Bestand Universitätsbibliothek Heidelberg B 446-288;

Porträt der Pfarrer Eduard Poensgen und Ernst Poensgen, aus: Publikation „Die Geschichte der Familie Poensgen“ Teil 2, Bearb. Pfarrer E. Poensgen, Düsseldorf 1908; Bestand Universitätsbibliothek Heidelberg B 446-288;

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Luther als Mönch – Ein Gemälde Karl Bauers

Lutherbild Original Pastellzeichnung von Karl Bauer

Lutherbild Original Pastellzeichnung von Karl Bauer, AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv)

Martin Luther und das Rheinland – das war (und ist bis heute) keine innige Beziehung. Nur einmal weilte Luther in der Region, und zwar 1512 in Köln bei einer Zusammenkunft seines Augustiner-Eremitenordens. Noch Jahrzehnte später spottete er über den dortigen schlechten Wein, der „ihm bis in die Fingerspitzen gegangen war.“ Dennoch findet sich das Luther-Portrait eines renommierten Malers im Fundus unseres Archivs. Eine Woche vor dem Reformationstag soll der Frage nachgegangen sein, wie es dazu kam.
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