Gottvater mit Kindergesicht

Taufzettel Vorder- und RückseiteDas Patenamt hat von jeher eine geistliche und eine materielle Dimension. Pate und Patin sollen den Täufling auf seinem christlichen Glaubensweg unterstützen und begleiten, doch zugleich wird von ihnen erwartet, dass sie dem Patenkind erforderlichenfalls auch ganz praktische Unterstützung zukommen lassen. Weiterlesen

Partnervermittlung in Zeiten vor Parship & Co.

Evangelische EhenDie Suche nach einem geeigneten Lebenspartner hat zu allen Zeiten bei den Menschen viele kreative Energien freigesetzt. Seit dem 20. Jahrhundert wurden verstärkt die Massenmedien genutzt. Dass dabei auch das Thema der Konfession eine gewichtige Rolle spielte, zeigt die Werbekarte des Münchner Verlags mit rheinischer Zweigstelle „Burg-Union“ aus den 1930er Jahren, die jetzt bei Ordnungsarbeiten an den Sammlungsbeständen der Evangelischen Archivstelle Boppard ans Tageslicht kam.
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Neujahrsgedicht von Carl Jatho

Neujahrsgedicht von Carl Jatho

Das neue Jahr hat nun auch im Landeskirchenamt und damit auch im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland begonnen. Mit vielen guten Vorsätzen geht es wieder ans Werk. Der eine hat sich vielleicht vorgenommen, etwas ordentlicher zu sein, der andere möchte gelassener an die Herausforderungen des Alltags herangehen, ein wieder anderer gibt das Rauchen auf… Fast jeder kennt diese Vorhaben, die mit dem Jahreswechsel einhergehen. Das war wohl auch um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert nicht anders.

Den Kern solcher Vorsätze hat der Kölner Pfarrer Carl Jatho (1851-1913)  in diesem kurzen Gedicht in seiner 1906 veröffentlichten Neujahrspredigt über 1. Petrus 4, 8-11 mit dem etwas martialisch anmutenden Titel „Treu bis in den Tod“ beschrieben: Weiterlesen

Frontispiz im Kirchenbuch Langenlonsheim

Ein Kirchenbuch als Hingucker

Kirchenbücher sind normalerweise nüchterne Amtsbücher. Auf oftmals eng beschriebenen Seiten verzeichneten der Pfarrer die Namen der Getauften, Verheirateten und Begrabenen und fungierte damit vor Einführung des staatlichen Zivilstandswesen als eine Art Standesbeamter. Diese Funktion der Kirchenbücher als Personenstandsbeurkundungen, die sie für heutige Familienforscher zu so wertvollen Quellen macht, lässt manchmal in Vergessenheit geraten, dass die Kirchenbücher ursprünglich keinen primär juristischen, sondern vor allem einen theologischen Zweck erfüllen sollten.Frontispiz Kirchenbuch Ev.-ref. Gemeinde Langenlonsheim

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Unionsurkunde des Fürstentums Birkenfeld

Außerhalb des südlichen Hunsrücks ist heute nicht mehr vielen Menschen bewusst, dass das Gebiet  zwischen Nahe, Hochwald und Idarwald 120 Jahre lang, von 1817 bis 1937, ein eigenständiges Territorium war, das der Herzog von Oldenburg auf dem Wiener Kongress als Entschädigung für die Unterstützung im Kampf gegen Napoleon erhalten hatte. Das kleine Fürstentum Birkenfeld, das bis 1918 offiziell nur in Personalunion mit Oldenburg verbunden war, bildete eine eigene Landeskirche mit Konsistorium und Synode.
Unionsurkunde Birkenfeld alle 3 Unionsurkunde Birkenfeld Abendmahl

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Weihnachtsaktion gegen Altersarmut Anno 1749

Mit der Abschaffung des Zölibats durch die Reformation stellte sich für die evangelische Kirche ein ganz neues Problem – nämlich die Versorgung von Pfarrwitwen- und waisen.

Zunächst wählte man einen pragmatische Weg: der Amtsnachfolger hatte die Witwe oder Tochter des Vorgängers zu heiraten. Vielfach war das sogar die Bedingung, um eine Pfarrstelle überhaupt antreten zu können.

Pfalz-Zweibrücken, Witwenkasse 1749

Pfalz-Zweibrücken, Witwenkasse 1749


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1914: Die evangelischen Pfarrer fordern ihren Dienst als Seelsorger an der Front

Professor Wilhelm Goeters als Militärgeistlicher AEKR Düsseldorf 7NL 019 (Nachlass Wilhelm Goeters), Nr. 36

Professor Wilhelm Goeters als Militärgeistlicher, AEKR Düsseldorf 7NL 019 (Nachlass Wilhelm Goeters), Nr. 36

Neu in den Bestand der Archivbibliothek aufgenommen wurde eine Druckschrift mit dem wenig aussagekräftigen Titel „Dringlicher Antrag der beiden Pastoralkonferenzen der Kreissynoden Düsseldorf und Niederberg an die Ende November 1914 in Neuwied tagende 32. Rheinische Provinzialsynode“; der Druck umfasst 15 Seiten. Der Text beginnt mit dem Antrag: „Hochwürdige Provinzialsynode wolle wenn möglich noch im Benehmen mit der westfälischen Schwestersynode und unter empfehlender Mitteilung des Beschlusses an alle übrigen Provinzial- und Bezirkssynoden in Preußen beschließen, daß der preußischen Generalsynode der dringende Antrag unterbreitet werde, alsbald nach Beendigung des jetzigen Krieges die durchgreifende Neuregelung des Heeresdienstes der evangelischen Theologen Weiterlesen