Quellen zur Geschichte des Deutschen Evangelischen Kirchentags im Archiv der EKiR

 

Plakat zum Kirchentag 2015 in Stuttgart

Plakat zum Kirchentag 2015 in Stuttgart

Heute beginnt in Stuttgart der 35. Deutsche Evangelische Kirchentag unter dem Motto „damit wir klug werden“. Bis zum 7.6. treffen sich wieder viele Tausende Christinnen und Christen, um miteinander zu beten, zu feiern und zu diskutieren. Der Kirchentag präsentiert sich weltoffen. Natürlich wird es wieder viele Bibelarbeiten, Gottesdienste, Andachten, Meditationen und Vorträge geben, aber auch viele Konzerte, kulturelle und politische Angebote und Orte für entspanntes Miteinander und Begegnung. Genau diese Vielfalt  ist es, die insbesondere auch junge Menschen zum Kirchentag zieht. Aber nicht immer wurde dieses weltoffene Konzept befürwortet.

Plakat zum Kirchentag 1973 in Düsseldorf

Plakat zum Kirchentag 1973 in Düsseldorf

 

Der erste Kirchentag, der in der heutigen Form abgehalten wurde, fand im Jahr 1973 in Düsseldorf statt.

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„Es herrschen Grausen und Tod“ – Drei Gedichte von Präses Heinrich Held zum Ende des Zweiten Weltkriegs

Präses Heinrich Held

Pfarrer Heinrich Held 1940, Foto: Becker

Seit seiner Zeit als Hilfsprediger in der Kirchengemeinde Wesseling hat es sich Heinrich Held zur Gewohnheit werden lassen, Worte von anderen und eigene Gedanken in Notizbüchern festzuhalten („Lesefrüchte“). In seinem Nachlass findet sich eine gebundene Kladde (Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Signatur: 7NL 008, Nr. 88), der er den Titel „Carmina de tempore huius saeculi“ gegeben hat, wörtlich übersetzt: Gesänge von der Zeit dieses Jahrhunderts. Hier hat er ab dem Jahr 1943 handschriftlich Gedichte und Worte von berühmten oder auch gänzlich unbekannten zeitgenössischen Autoren notiert.

Viele dieser Gedichte von Werner Bergengruen, Hermann Hesse, Paul Ernst, Hermann Burte, Hermann Claudius, Siegfried Goes, Friedrich Ernst Peter, Paul Grauf Hohenstein, Walter Bauer, Hans Faihst, Wilhelm Dorn, Richard Euriger, Wilhelm Langewiesche, um nur einige Namen zu nennen, sind unveröffentlicht. Sie verbreiteten sich unter der Hand oder fanden sich verstreut in Zeitungen und Zeitschriften. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich der nationalsozialistischen Sicht auf die Ereignisse entzogen. So manches Gedicht ist in der Not abgefasst, situationsbedingt. Sie beschreiben jedoch nicht nur das traumatisierende Kriegsgeschehen und das sich abzeichnende katastrophale Ende des 2. Weltkriegs, sondern befassen sich mit der Wende, die die deutsche Geschichte mit dem Nationalsozialismus nahm. Weiterlesen

Schriftgutlehrgang am 12.5.2015 im FFFZ Düsseldorf

Muster eines Aktenverzeichnisses

Muster eines Aktenverzeichnisses

Etwa 70 Minuten der täglichen Arbeitszeit verbringt ein Verwaltungsmitarbeiter bzw. eine Verwaltungsmitarbeiterin im Durchschnitt damit, bestimmte Informationen zu suchen, besagen Studien. Zeit, die – gerade angesichts der sinkenden Stunden- und Mitarbeiterzahlen in den Verwaltungen – sicherlich sinnvoller genutzt werden kann.  Eine gut geordnete und übersichtliche Registratur kann Abhilfe schaffen. Aber wie kommt man zu so einer Registratur? Wie kann man den wachsenden Papierbergen Herr werden? Und wie fügen sich digitale Dokumente und Emails in die tägliche Aktenführung ein?

Das Archiv der EKiR versucht Antworten zu geben: Gestern fand der jährliche Schriftgutverwaltungslehrgang statt. Weiterlesen

Alltagsbewältigung am 8. Mai 1945

AEKR6HA004_A15In der individuellen Wahrnehmung der meisten Deutschen bildete der 8. Mai 1945 keinen wesentlichen Einschnitt. Ungleich bedeutender war für sie die konkrete Erfahrung des Kriegsendes an ihrem jeweiligen Wohnort. In Düsseldorf zogen amerikanische Truppen bereits am 17. April ein und beendeten den örtlichen NS-Terror, der noch am Vortag mit Standgerichten gewütet hatte. So konnte drei Wochen später auch Joachim Beckmann, Pfarrer in Düsseldorf und einer der führenden Köpfe der Bekennenden Kirche im Rheinland, die Muße dieses Tages nutzen, um ganz profan an die britischen Militärbehörden einen Antrag auf Fahrerlaubnis zu stellen. Weiterlesen

Ergänzung zum Blogpost – Wanderausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet“

Das LVR-Landeshaus in Köln bietet vom 17.4. bis 22.6.2015 einen Einblick in die Wanderausstellung der DGPPN „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und Behinderte Menschen im Nationalsozialismus“.

Alle Informationen zur Ausstellung, dem Programmheft und den Begleitveranstaltungen finden sie auf der LVR Homepage.

Das Denkmal der „Grauen Busse“ vor dem Landeshaus in Köln-Deutz, mit dem der LVR an den Massenmord an fast 10.000 Psychiatriepatientinnen und –patienten während des Nationalsozialismus erinnert. Foto: Lothar Kornblum / LVR.

 

Eine Ergänzung zum bereits veröffentlichten Blogpost vom 25.02.2015

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPN)

Synodaler Archivtag im Kirchenkreis An der Agger

Am Mittwoch, den 29. April 2015, geht es im Kreiskirchenamt Dieringhausen von 17.30 – 20.00 Uhr um alle Fragen rund um Archiv und Registratur. Dieses abendliche Tagungsformat hat sich in anderen Kirchenkreisen der EKiR schon vielfach bewährt: Die ehrenamtlichen Archivverantwortlichen der Kirchengemeinden aus der Region treffen sich zum fachlichen Austausch zu Themen wie der sachgerechten Unterbringung von Archivgut, Notfallmaßnahmen bei Wasserschäden oder Rechtsfragen bei der Benutzung. Ferner erhalten sie grundlegende Informationen zur Organisation von Ordnungsmaßnahmen und zur Kassation von Schriftgut.

Die Tagung wird gemeinsam organisiert von Hans-Joachim Söhn, dem Synodalarchivpfleger des Kirchenkreises An der Agger und dem landeskirchlichen Archiv. Herr Superintendent Jürgen Knabe wird die Teilnehmer begrüßen.

Neue Biografie zu Konsul Walter Rößler erschienen

Biografie Walter Rößler von Kai SeyffarthWalter Rößler (1871-1929) war von 1910 bis 1918 deutscher Konsul im syrischen Aleppo. Als im Frühjahr 1915 die Regierung des Osmanischen Reiches den Völkermord an der armenischen Minderheit einleitet, ist Rößler einer der wenigen Diplomaten, die sich aktiv für die Rettung der Verfolgten einsetzen. Zu ihm ist nun erstmals eine wissenschaftliche Biografie erschienen, die auch Unterlagen unseres Archivs verwertet hat. Weiterlesen