Kirchliche Lexika im Evangelischen Rheinland

Evangelisches Pfarrerbuch der Rheinprovinz

Rosenkranz, Albert, D. Lic.: Das evangelische Rheinland. - Ein rheinisches Gemeinde und Pfarrerbuch. Band 1: Die Gemeinden / Band 2: Die Pfarrer, silb. Münzprägung im Deckel

Rosenkranz, Albert, D. Lic.: Das evangelische Rheinland. – Ein rheinisches Gemeinde und Pfarrerbuch. Band 1: Die Gemeinden / Band 2: Die Pfarrer, mit silb. Münzprägung im Deckel

Biografische Sammel- und Nachschlagewerke erweisen sich im Arbeitsalltag und bei Recherchen immer wieder als ein nützliches Instrument. Dies gilt speziell  für den sogenannten „Pfarrerstand“, der gerade in der frühen Neuzeit und im 19. Jh. die Entwicklung des deutschen Bürgertums maßgeblich beeinflusst hat.

Ein wichtiges Grundlagenwerk war dafür „Das Evangelische Rheinland“, ein rheinisches Gemeinde- und Pfarrerbuch, das von Provinzialkirchenarchivar Pfarrer Albert Rosenkranz herausgegeben wurde. (I. Band.: Die Gemeinden 1956; und II. Band: Die Pfarrer 1958)

PfarrerbuchAD_Einband

Die mit den Jahren überholten Biogramme  werden im Projekt: „Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland von der Reformation bis zur Gegenwart“ überarbeitet und ergänzt von  Jochen Gruch im Auftrag der Ev. Kirche im Rheinland und des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte.

Die Bände: 1 (A-D) und 2 (E-J) sind bereits publiziert worden.
Der Band 3: Buchstaben K-R befindet sich aktuell noch in Arbeit.

 

Herr Gruch ist neu im Blog des Archivs aufgenommen worden und wird künftig das Potential des Web 2.0 zur Erschließung und Vernetzung weiterer Informationen über Geistliche nutzen. Wir danken für Ihre Mithilfe….

Jugendmitarbeiterschulung Anno 1911

Zucht-und-Ordnung-im-KiGoBereits seit dem späten 19. Jahrhundert wird die Kinder- und Jugendarbeit in der evangelischen Kirche über weite Strecken von ehrenamtlichen Kräften getragen. Dass aber in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg auch dieser Bereich gemeindlichen Lebens von den gesellschaftlichen Leitwerten der wilhelminischen Epoche geprägt war, zeigt die Anweisung für Kindergottesdiensthelferinnen und -helfer der lutherischen Gemeinde Elberfeld aus dem Jahr 1911.

Weiterlesen

Kirchenarchivar Rosenkranz im Kriegseinsatz

In einer Akte des Rheinischen Konsistoriums finden sich zwei Berichte zu ein und derselben Dienstreise, die mentalitätsgeschichtlich aufschlussreiche Zeitdokumente bilden.

Saargebiet: Kartenausschnitt, Hrsg. vom Landeskirchenarchiv Düsseldorf 1960

Saargebiet: Kartenausschnitt, Hrsg. vom Landeskirchenarchiv Düsseldorf 1960

Während des Polenfeldzugs 1939 wurden große Teile der Bevölkerung im Saargebiet evakuiert und französische Truppen besetzten im Warndt bei Saarbrücken das Vorfeld des Westwalls. Ende Oktober zogen sich die Franzosen wieder zurück. Die Pfarrhäuser und Gemeindeämter der betroffenen Zone waren nur eilig verschlossen worden, für die Bergung der wichtigsten Amts- und Kirchenbücher oder auch der Abendmahlsgeräte war keine Zeit verblieben. Dies sollte Provinzialkirchenarchivar Rosenkranz nun im Auftrag des Konsistoriums nachholen. Vom 7.-9. Dezember 1939 bereiste er das geräumte Saargebiet; die Gestapo in Ottweiler stellte hierzu auf Weisung von Berlin einen Dienstwagen und zwei Beamte zur Verfügung. Weiterlesen

Synodalprotokolle als Quellen der regionalen und lokalen Kirchengeschichte

Sitzungsberichte der Convente der Reformierten Klever Classis von 1671 bis 1719, bearb. v. H. Kleinholz u. M. Knieriem

Sitzungsberichte der Convente der Reformierten Klever Classis von 1671 bis 1719, bearb. v. H. Kleinholz u. M. Knieriem

Protokolle wurden schon vor Jahrhunderten verfasst, um Verhandlungsergebnisse schriftlich festzuhalten. Meist wurden und werden diese zu Beginn der nächsten Zusammenkunft des Gremiums genehmigt und bilden so eine wichtige historische und rechtliche Quelle. Im kirchlichen Bereich sind Protokolle der Verhandlungen der Synoden oder der Sitzungen der Presbyterien und Konsistorien verbreitet.

Auch im Gebiet unserer rheinischen Kirche sind ganze Serien von Protokollen überliefert; diese beginnen teilweise bereits im späten 16. Jahrhundert. Eine größere Tradition zum Führen von Protokollen gab es im Bereich der reformierten Gemeinden oder deren Synoden.

Sitzungsberichte der Convente der Reformierten Klever Classis von 1671 bis 1719

Weiterlesen

Bezugsschein für „geistige Nahrung“ entdeckt

In der Nachkriegszeit gab es für viele Produkte Bezugscheine, so auch für das Gesangbuch.
Beim Ordnen der Sammlung in der Evangelischen Archivstelle Boppard, fand sich dieser Bezugsschein über ein Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen (Kleinausgabe 1948) zum Preis von 7,50 RM. Der Stempel trägt die Umschrift: Provinzialsynodalverband der Rheinlande.

Bezugschein über ein Evangelisches Gesangbuch für Rheinland und Westfalen 1948Die rheinische Provinzialkirche erhielt am 12. November 1948 eine neue Verfassung und trägt seitdem den Namen „Evangelische Kirche im Rheinland“. Diese Bezugscheine konnten beim zuständigen Pfarrer abgeholt werden und bei jedem Buchhändler eingelöst werden.

 

Der Bezugsschein hat die Maße 107 x 74 mm

Save the Date: Offene Archive 2.2 – Konferenz 2015

Mit einer Tagung in Siegen, im Kulturhaus LYZ, wird  am 3. und 4. Dezember 2015 die Konferenzreihe „Offene Archive 2.2“ zum Thema: „Social Media im deutschen Sprachraum und internationalen Kontext“ fortgesetzt. Die Veranstalter Stadtarchiv Speyer, ICARUSKreisarchiv Siegen-Wittgenstein und das LWL-Archivamt für Westfalen freuen sich über Ihre Teilnahme. Die Anmeldung ist seit März 2015 über das LWL-Archivamt möglich: Tel.: +49 251/ 591-3890, E-Mail: lwl-archivamt@lwl.org

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Kontakt: Thomas Wolf, Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein

Wer zum Thema mitdiskutieren möchte kann sich über den Twitter-Hashtag #archive20 aktiv beteiligen.

Das Tagungsblog, Programm und weitere Informationen >>

Das Plakat und der Flyer sind online.

Protokolle des Rheinischen Bruderrates 1933-1944

Rat der rheinischen BK, am linken Rand: Joachim Beckmann, Paul Humburg, Johannes Schlingensiepen und Heinrich Held; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bestand Bildarchiv), 0200_0002

Rat der rheinischen BK, am linken Rand: Joachim Beckmann, Paul Humburg, Johannes Schlingensiepen und Heinrich Held; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bestand Bildarchiv), 0200_0002

Die Bekennende Kirche im Rheinland beschloss auf Ihrer Synode in Barmen am 18./19. Februar 1934 die Bildung eines Bruderrates. Dieses Leitungsgremium sollte möglichst wöchentlich tagen und sich um die laufenden Geschäfte der BK kümmern. Insgesamt 440 hektografierte Protokolle aus dem Zeitraum 1933-1944 sind in verschiedenen Nachlässen und Sammlungen überliefert. Die Texte bilden eine wahre Fundgrube für die vielfältigen kirchenpolitischen Konflikte auf Gemeindebene in der NS-Zeit. Das Archiv wird 2016 eine vollständig annotierte Transkription als Online-Edition veröffentlichen. Weiterlesen