Welche Aufgaben und Zuständigkeiten Archive und Archivare zu erfüllen haben, zeigt das tolle Erklärvideo des Hessischen Landesarchivs:
„Aus über 1000 langen Jahren wir Hessens Schriftgut aufbewahren“
Welche Aufgaben und Zuständigkeiten Archive und Archivare zu erfüllen haben, zeigt das tolle Erklärvideo des Hessischen Landesarchivs:
„Aus über 1000 langen Jahren wir Hessens Schriftgut aufbewahren“
auch die Bestände Rheinisches Konsistorium, das Provinzialkirchenarchiv , Militärkirchenbücher und Kirchenschaffnei Meisenheim wurden hier via Film untergebracht.
Das Gedächtnis Deutschlands – Der Barbara-Stollen from Mittelbadische-Presse.TV on Vimeo.
Klischees damals und heute – ändern sich nicht? Pfarrerstöchter und ihr „Problem“ Jungs kennen zu lernen.
Zufällig lese ich heute in der WAZ den Bericht „Pfarrerstöchter küsst man nicht“. In unserer noch zu erschließenden Sammlung fand ich ein Zeitungsausschnitt (leider ohne Datum) in dem eine Pfarrerstochter aus England bereits über dieses „angebliche“ Problem spricht. Vermutlich ist der Zeitungsbericht in den 60er Jahren erschienen, da der Minirock erst 1965 erfunden wurde.

© Foto: Axel Schneider, Süddeutscher Kirchenarchivtag 2016 im Landeskirchlichen Archiv der Ev.-Lutherischen Kirche in Bayern (LAELKB )
Am 14. bis 15. Juni 2016 fand im Landeskirchlichen Archiv der Ev.-Lutherischen Kirche in Bayern (LAELKB ) der Süddeutsche Kirchenarchivtag statt (in Nürnberg). Die Tagung eröffnete und begleitete die Archivleiterin Dr. Andrea Schwarz. Zunächst wurden 4 Gruppen gebildet, die nacheinander in die verschiedenen Bereiche des Archivs eingeführt wurden. Dr. Schwarz führte die 1. Gruppe durch den 2011 – 2013 errichteten Archivneubau und erklärte die Funktionalität des Baus. Dr. Daniel Schönwald zeigte dann den Benutzerbereich und erläuterte den Fortgang der Digitalisierung bei der Benutzung der Kirchenbücher. Archivar Peter Halicska erzählte von seiner Tätigkeit in der Archivpflege und wie bei der Betreuung der Pfarrarchive vorgegangen werden sollte. Bibliothekar Thilo Liebe sprach über den Aufbau der Archivbibliothek und den Umgang mit den Kirchenbüchereien der Gemeinden. Nach einer Pause führte uns Johannes Haslauer M.A. vom Staatsarchiv Coburg in das Kulturportal des Staates Bayern, das „Bavaricon“, ein. Schwerpunkt in diesem Jahr ist die Präsentation der Zeit der Reformation und der katholischen Reformation in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Anschließend sprach Dr. Gabriele Stüber aus Speyer über die Wanderausstellung zur Reformationsdekade „Lutherbilder aus sechs Jahrhunderten“, die am 08. März 2016 in Worms eröffnet wurde und bis 2018 in deutschen Städten gezeigt wird. Dazu gibt es auch einen reich bebilderten Katalog.
Der 2. Tag begann mit einer Andacht und Führung in der Lorenzkirche durch Touristenpfarrerin Susanne Bammessel. Zurück im Archiv setzte sich die Tagung fort mit einem Vortrag von Dr. Udo Wennemuth aus Karlsruhe über die Problematik bei der Führung elektronischer Kirchenbücher. Den letzten Beitrag lieferte Peter Halicska, der über die Notfallverbünde der Archive im Katastrophenfall (Feuer-, Wasserschäden etc.) am Beispiel des Notfallverbundes Nürnberg sprach.
Den Schlusspunkt setzte Dr. Stüber mit der Einladung an alle zur nächsten Südschienentagung in Speyer.
Von dem Düsseldorfer Pfarrer und Superintendenten i.R. Helmut Ackermann (über ihn) hat das Landeskirchliche Archiv eine Anzahl älterer Gesangbücher übernommen. Diese Sammlung erstreckte sich über das Rheinland hinaus. Eines dieser Gesangbücher enthält interessante Dokumente zur Geschichte einer Konfirmation im Jahr 1908: Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Herzogtums Braunschweig vom Jahre 1902, verlegt in Wolfenbüttel bei Julius Zwißler.
Das zweite Vorsatzblatt enthält die folgende Widmung:

Widmung zur Konfirmation für Rudolf Studte von Pastor Stock 1908 in: Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Herzogtums Braunschweig vom Jahre 1902 ; aus Bestand : AEKR Düsseldorf Biblitohek Hh499
Rudolf Studte
ist am weißen Sonntag 1908 (den 26. April)
in der Katharinenkirche zu Braunschweig
konfirmiert.
Text der Konfirmationsrede:
Hebr. 10.39.
Wir aber sind nicht von denen, die da
weichen!
Braunschweig, den 27. April 1908
Stock, Pastor.
Die hier erwähnte Konfirmationsrede hat Pastor Stock drucken lassen:
„Fest und treu!“ Konfirmationsrede gehalten am Weissen Sonntag (26. April) 1908 in der St. Katharinenkirche zu Braunschweig von Pastor A. Stock über Hebr. 10, 39. Braunschweig: Verlag von Johannes Neumeyer 1908, 10 Seiten
Möglicherweise hat jede(r) Konfirmierte den Druck anschließend erhalten. Jedenfalls hat Rudolf Studte die Predigt besessen und in sein Konfirmationsgesangbuch eingelegt. Es handelt sich übrigens um ein sehr schönes Gesangbuch mit einem in Jugendstilornamenten geprägten Pappeinband; die goldene Inschrift auf dem vorderen Deckel „Befiehl dem Herrn deine Wege“ und der Goldschnitt vervollständigen die Ausstattung.
Eine weitere Beilage verrät, wie das Gesangbuch aus Braunschweig nach Düsseldorf gelangte: Weiterlesen

Preisliste der Handlung des Evangelischen Stifts Koblenz aus der Zeit um 1900 mit dem Formular „Hauptbuch (Manual) nach Schema F“ im Angebot, aus Bestand: AEKR Boppard
Das Evangelische Stift St. Martin in Koblenz wurde 1844 als Kranken- und Waisenhaus gegründet. Sein Begründer, der aus Kreuznach stammende Johann Friedrich Kehr (1804-1867), war allerdings von Hause aus Buchdrucker, und so lag es nahe, dass er dem Stift ein Geschäftsmodell zugrunde legte, bei dem sein erlernter Beruf eine zentrale Rolle spielte. Neben dem Kranken- und Waisenhaus betrieb er noch eine Druckerei, eine Buchbinderei sowie eine Buch- und Schreibwarenhandlung, deren Reinerträge unmittelbar in die Finanzierung der beiden sozialen Einrichtungen flossen. Weiterlesen
Das Archiv hat das Material, die Öffentlichkeit die Information. Mit der Vernetzung beider Komponenten vervollständigt sich das Bild der Historie!

Gruppenaufnahme Predigerseminar Soest mit Beschriftung 1902-1903; aus Bestand: AEKR Düsseldorf 8SL 046 (Bildarchiv), 030_0002
Kaum war die Onlinestellung unserer Archivbilder ausgerufen (Flickr), schon erhielt ich eine Rückmeldung zu einem unserer nicht identifizierten Fotos (s.o.). Herr Michael Lavista (Pfr. in Ratingen-Hösel) wurde über die EKiR-Seite auf uns aufmerksam. Er schickte mir eine E-Mail mit den folgenden Informationen und dem Hinweis auf eine zeitliche Ungereimtheit :
„Das zweite Bild dieser Sammlung mit dem Titel Unbekannte Gruppenaufnahme mit Beschriftung 1902-1903 zeigt offenbar eine Gruppe vor dem Predigerseminar in Soest. Die Fassade im Hintergrund, insbesondere die markanten Fenster legen diesen Schluss nahe (vgl. hierzu folgende Aufnahme, dort die Fassade links im Bild!).
Anfang des 20. Jahrhunderts war ein Dr. Gotthold Müller Direktor im Soester Predigerseminar, ebenfalls kam in dieser Zeit Johannes Hymmen als Inspektor an das Seminar (Allerdings: Nach dem Personenlexikon zum deutschen Protestantismus 1919-1949 [hg. v. Braun/Grünzinger, Göttingen 2006] soll Hymmen erst 1905 an das Soester Seminar gekommen sein. Das widerspricht etwas der Jahreszahl auf dem Foto, diese Ungereimtheit kann ich mir ad hoc nicht erklären. Da müsste das Kirchenarchiv der Westfalen Aufschluss geben.).“
Ein erfreuliches Resultat der unkomplizierten Vernetzung. Vielen Dank Herr Lavista
siehe auch: