Über Ruth Rockel-Boeddrig

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Wie sich Geschichte manchmal wiederholt

Rundverfügung des Landeskirchenamtes zum Energiesparen beim Heizen und Lüften kirchlicher und sonstiger Gebäude, 25.6.1979, Anschreiben, aus: Bestand 6HA 032 (OKR Dr. h.c. Becker)

Fast muss man zweimal hinsehen, um sich zu vergewissern, dass die Rundverfügung des Landeskirchenamtes mit dem Aufruf zum Energiesparen beim Heizen und Lüften kirchlicher und sonstiger Gebäude aus dem Jahr 1979 stammt und nicht aus heutigen Tagen.

Sie entstand vor dem Hintergrund der zweiten Ölpreiskrise im Jahr 1979, ausgelöst durch die Verunsicherung nach der Islamischen Revolution im Iran und dem darauf folgenden ersten Golfkrieg.

Die politische Krise, die zur aktuellen Energiekrise geführt hat, ist eine andere. Die daraus folgenden Maßnahme sind aber die gleichen: Wir müssen Energie sparen!

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„Wie kriegen wir die Menschen dazu, es einfach zu machen?“ Sicherung und Bewahrung der persönlichen digitalen Unterlagen

Wie kriegen wir die Menschen dazu, es einfach zu machen? Diese Frage stellte Martin Iordanidis vom Hochschulbibliothekszentrum Köln (HBZ) ins Zentrum seines Vortrags im Rahmen der SUMMER LECTURES 2022 des LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrums am 18. August 2022 zum Thema Personal Digital Archiving (PDA). Personal Digital Archiving bezeichnet einen Zweig des großen Feldes digitaler Langzeitarchivierung, der neben der administrativen und wissenschaftlichen Überlieferung den verantwortungsvollen Umgang von Privatpersonen mit ihren persönlichen digitalen Daten in den Blick nimmt.

Iordanidis ist Mitglied in der Arbeitsgruppe PDA des nestor-Kompetenznetzwerks zur digitalen Langzeitarchivierung, die sich seit 2016 intensiv damit beschäftigt, die Thematik in die Öffentlichkeit zu tragen. In seinem informativen Beitrag hat er dazu die von ihm mitkonzipierte Website meinDigitalesArchiv.de vorgestellt.

Website meindigitalesarchiv.de (Screenshot vom 25.8.2022)
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Lernvideo 3 zum Thema Schriftgutverwaltung ist jetzt online

Im dritten Lernvideo zum Thema Schriftgutverwaltung geht es um die elektronische Parallelregistratur, die in der Übergangszeit von analoger Aktenführung hin zur volldigitalen E-Akte die Verwaltungsarbeit erleichtern soll. Die Regelungen dazu finden sich in der novellierten Schriftgutverordnung von 2021. Im neuen Video gibt es praktische Tipps zu Ablagestruktur, Dateiformaten und den Umgang mit vollen Email-Postfächern.

Einführung in die Schriftgutverwaltung – Teil 3: Die elektronische Parallelregistratur

Wir freuen uns über Feedback und Vorschläge für weitere Videothemen!

Findbuch zum neuverzeichneten Nachlass von Paul Schneider ist jetzt online

Schneider. Paul, Pfarrer. Foto aus dem Besitz von: Evamarie Vorster

Am 29. August jährt sich der Geburtstag von Pfarrer Paul Schneider zu 125. Mal. Dieses Jubiläum haben wir uns zum Anlass genommen, um seinen Nachlass, der bisher nur sehr flach verzeichnet war, noch einmal gründlich zu überarbeiten. Entstanden ist dabei ein 88 Nummern umfassendes Findbuch, das erstmals auch das umfangreiche Material zur Wirkungsgeschichte Paul Schneiders beinhaltet.

Er gilt als der erste Märtyrer der Bekennenden Kirche im Konflikt mit dem NS-Staat und nahm dadurch schon früh eine identitätsstiftende Stellung in der Evangelischen Kirche im Rheinland ein. Dementsprechend wertvoll ist sein Nachlass.

Der Bestand ist kein Nachlass im klassischen Sinne. So enthält er, abgesehen von den Korrespondenzserien, nur wenige persönliche Unterlagen. Dafür sind die besagten Korrespondenzserien aber umso wertvoller und aussagekräftiger! Sie sind eine absolut zentrale Quelle der Paul Schneider-Forschung. Viele wissenschaftliche Arbeiten, die den Versuch unternehmen, sich der Lebens- und Glaubenswelt Paul Schneiders anzunähern, haben den Zugang über ebenjene Texte gesucht.

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Neues Lernvideo zum Thema Schriftgutverwaltung ist online

Im März ist die neue Reihe von Lernvideos zum Thema Schriftgutverwaltung mit einer Einführung in die neue Schriftgutverordnung (SGVO) gestartet. Jetzt ist das zweite Video online und diesmal geht es direkt in die Praxis und um die Frage: Wie lege ich eine Registratur an? Dazu wird das zentrale Hilfsmittel zur Schriftgutverwaltung, der Einheitsaktenplan der EKiR, näher beleuchtet und Wege aufgezeigt, wie man mit Hilfe des Aktenplans die Registratur auf die jeweilige Verwaltung zuschneidet.

Dieses Schulungsmaterial kann von Interessierten zu jeder Zeit in Anspruch genommen werden.

Einführung in die Schriftgutverwaltung – Teil 2: Anlegen der Registratur nach dem Einheitsaktenplan

Wir freuen uns über Feedback und Vorschläge für weitere Videothemen!

Neue Reihe: Lernvideos zum Thema Schriftgutverwaltung

Wie bei so vielem, macht uns Corona auch bei der Durchführung der Lehrgänge zur Schriftgutverwaltung seit zwei Jahren einen Strich durch die Rechnung.

Um Abhilfe zu schaffen bis wir auch die präsente Schulungsarbeit hoffentlich sehr bald wieder aufnehmen können, sind wir dabei, ein Online-Lernangebot zu erstellen. Das kann natürlich auch danach noch jederzeit zum Einstieg ins Thema genutzt werden. Den Auftakt macht unser erstes Video mit Informationen zur neuen Schriftgutverordnung, die am 19.1.2022 in Kraft getreten ist. Weitere sollen bald folgen. Schauen Sie doch mal rein!

Einführung in die Schriftgutverwaltung – Teil 1: Die Schriftgutverordnung der EKiR (SGVO)

Klein aber fein: Mini-Kirchenbuch im Bestand der Kirchengemeinde Kleve

Taufbuch der Ref. Kirchengemeinde Cleve 1811-1822. Aus Bestand 4KG 013 Kleve

Klein aber fein! Diese Beschreibung trifft wohl am ehesten auf das Taufbuch der Reformierten Gemeinde Kleve von 1811 zu. Gerade mal 16 Zentimeter in der Höhe und 10 Zentimeter in der Breite misst es und hat damit absoluten Seltenheitswert. Es ist auch im Bestand selbst die Ausnahme: die übrigen Amtsbücher aus Kleve haben, wie üblich, mindestens Folio-Format.

Taufbuch der Ref. Kirchengemeinde Cleve 1811-1822. Aus Bestand 4KG 013 Kleve

In sehr feiner Schrift hat Pfarrer Adolf von Essen auf 37 Seiten die von ihm Getauften aus seinen immerhin 11 Jahren in Kleve notiert, insgesamt 72 Personen. Die Einträge sind dabei keinesfalls besonders kurz gehalten. Sie enthalten alle relevanten Daten und sind alle durch Unterschrift bestätigt.

Adolf von Essen amtierte von 1811 bis 1822 in der zweiten reformierten Pfarrstelle in Kleve. Sein Taufbuch hat er offenbar parallel zu dem der restlichen Gemeinde geführt. Zumindest in Stichproben fanden sich die von ihm getauften Personen nicht im sich zeitlich überschneidenden Taufregister der Reformierten Gemeinde von 1778 bis 1829.

Taufbücher der Ref. Kirchengemeinde Cleve 1723-1777 u. 1811-1822. Aus Bestand 4KG 013 Kleve