Aufbau der Landeskundlichen Dokumentation in der Evangelischen Archivstelle in Boppard

Neuer Sammlungsbestand mit Faltblättern und andere Informationen

Landeskundliche Dokumentation im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland, Archivstelle Boppard. Bestand: AEKR Boppard 8SL 085B ( Landeskundliche Sammlung)

Immer wieder findet man in Aktenbeständen oder Kirchengemeinden usw. Faltblätter von Gebäuden und Orten oder Informationen zu Veranstaltungen und vieles mehr. Da diese manchmal keinen Bezug zu dem Aktenbestand haben, werden diese nun in einem eigenen neuen Sammlungsbestand aufgenommen:  8SL 085B Landeskundliche Sammlung.

Diese Sammlung von Faltblättern, Prospekten und Informationen umfasst den Zeitraum von 1950 bis heute. Diese sind nach folgenden Obergruppen schematisch gegliedert: Kirchen und Klöster; Orte; Landesgeschichte; Burgen, Festungen und Schlösser; Landschaften; Gedenkstätten und Museen; Bibliotheken; Archive; Vereine und Stiftungen; Kirchliche Einrichtungen; Landeskirchliche Informationen; Judentum; Persönlichkeiten; Kultur- und Baudenkmäler. Die Faltblätter und Informationen können zur Ergänzung von Ausstellungen, aber auch als Vorlage für Veröffentlichungen usw. dienen. Diese Sammlung umfasst das gesamte Gebiet der Evangelischen Kirche in Deutschland und teilweise das angrenzende Ausland und den deutschsprachigen Raum, da einige der Informationen einen Bezug zu dem Gebiet der EKD bzw. EKiR haben. Der Schwerpunkt liegt aber auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland, das Teile der Bundesländer Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordrhein-Westfalen umfasst.

April Challenge #Archive30 – Tag 17: A Collection – eine Sammlung

Analoge Fotos der Fotosammlung Hans Lachmann werden laufend digitalisiert und für die Recherche und Nutzung aufbereitet.

Neben Schriftgut, werden bei uns auch analoge Fotos archiviert. So sieht es aus, wenn 1000ende Fotos im Archivregal in Fotoschachteln aufbewahrt werden. Die Fotos stammen aus dem Fotografennachlass Hans Lachmann.

Analoge Fotos aus der Fotosammlung Presseverband (8SL 069)

Die Fotos werden laufend digitalisiert, mit Metadaten erschlossen und für die Recherche sowie Nutzung aufbereitet. Im digitalen Bildarchiv Bestand 8SL 046 (Bildarchiv), können die Fotos dann nach Schlagworten durchsucht und in digitaler Form herunter geladen werden.

Aber schauen Sie selbst:
➦ Das Bildarchiv des AEKR 

Pfarramts-Poker in der frühen Neuzeit

Scherenschnitt von Wilhelm Valentin Denhard (1758-1798), 8SL063, Nr.37

Scherenschnitt von Wilhelm Valentin Denhard (1758-1798), 8SL063, Nr.37

Wilhelm Valentin Denhard war ein typischer Vertreter neuzeitlicher, reformierter Pfarrerfamilien im Rheinland: mit ausgeprägtem Traditionsbewusstsein und weit verzweigten Beziehungen zu einflussreichen Familien des protestantischen Bürgertums im Rheinland und darüber hinaus.
Sein Lebensweg ist gut dokumentiert.
Er wurde am 9. Oktober 1758 als Sohn des reformierten Pfarrers Johann Valentin Denhard in Gemarke geboren.
Er trat in die Fußstapfen seines Vaters und studierte Theologie in Duisburg und Marburg.
1778 wurde er an die Gemeinde Stolberg berufen, den Herkunftsort seiner Ehefrau Ida Gertrud Schleicher, die er im Jahr 1780 heiratete. Bis zu seinem Tod am 30. September 1798 blieb er in Stolberg – obwohl sich ihm 1791 noch eine weitere attraktive Möglichkeit bot: Die Berufung an die Hochdeutsche reformierte Gemeinde in Amsterdam.

Die Überlieferung zu dieser Berufung ist bemerkenswert dicht. Sie wirft einerseits ein interessantes Streiflicht auf die damalige Praxis bei der Pfarrstellenbesetzung, und ist andererseits ein spannender Einzelfall, denn die schlussendliche Absage Denhards kam einem Affront gleich.
Der spannende schriftliche Niederschlag dieses Pfarrstellen-Pokers, hier in Auszügen wiedergegeben, findet sich in der Sammlung Pfarrerfamilie Denhard (8SL 063, Nr. 13 u. 14). Weiterlesen