Digitales Archiv mit Schriftzeugnissen zur Reformation in Mitteldeutschland ist online

Durch einen Bericht in der Fachzeitschrift „Archivar“, Heft 1 Februar 2016, S. 10-15, wurde ich darauf aufmerksam, dass Quellen zur Reformation in digitalisierter Form online gestellt worden sind. Es handelt sich um das Projekt „Digitales Archiv der Reformation“ (www.reformationsportal.de), das Archivalien zur Geschichte der Reformation im 16. Jahrhundert in Mitteldeutschland präsentiert. Beteiligt sind Archive der Länder Hessen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Brandenburg und Sachsen und für die technische Umsetzung die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek.Reformationsportal

Digitalisiert wurden besonders wichtige Dokumente zum Verlauf der Reformation und die Protokolle der Visitationen, die in den damaligen Territorien durchgeführt wurden (ca. 35.000 Digitalisate). Am Ende umfangreicher Überlegungen über die Möglichkeiten und Notwendigkeiten der Aufbereitung der Quellen für eine breite Spanne der Interessenten vom Schüler über den Heimatforscher bis zum Wissenschaftler stand eine Präsentation in zwei Modulen: Dem Ausstellungsmodul und dem Forschungsmodul. Weiterlesen

Das Kreuz mit der deutschen Kurrentschrift

Deutsche Kurrentschrift

Deutsche Kurrentschrift, Quelle: Wikimedia Commons

Jeder, der einmal die Feldpostbriefe seines Großvaters oder ältere Kirchenbucheinträge lesen wollte, wird die Erfahrung bestätigen: Ohne ein regelrechtes Erlernen und Üben der sogenannten Kurrentschrift wird es beim bloßen Wortraten bleiben. Diese Buchstabenformen bildeten nun einmal vom 16. Jahrhundert an bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts die Grundlage aller deutschen Privat- und Behördenschreiben. Natürlich  bieten bereits VHS-Kurse und klassische Übungsbücher eine gute Trainingsgrundlage. Es gibt aber ganz aktuell auch einige neue Online-Angebote. Weiterlesen

Konfirmanden im Archiv

Konfirmanden der Friedenskirchengemeinde bei der Leseübung

Konfirmanden der Friedenskirchengemeinde bei der Leseübung

Am 30.10.2015 hatte das Archiv der EKiR Besuch von einer Gruppe Konfirmanden der Friedenskirchengemeinde Düsseldorf. 23 Mädchen und Jungen kamen zusammen mit dem Team um Pfarrerin Frauke Müller-Sterl und Jugendleiter Oliver Boeddrig am Freitagnachmittag für zwei Stunden in die Hans-Böckler-Strasse.

In kurzen Führungen durch die „Heiligen Hallen“ erhielten sie zunächst Einblicke in den unbekannten Alltag eines Archivars und die Funktionsweisen des Archivs. Natürlich durften sie auch einige alte Dokumente bestaunen wie z.B. eine Pergamenturkunde der Gemeinde Issum aus dem Jahr 1710 oder einen mithilfe von Japanpapier restaurierten Protokollband aus dem frühen 17. Jahrhundert

Anschließend konnten die Konfirmanden sich selbst als Forscher versuchen. Forschungsobjekt war die Unionsurkunde der Ev. Gemeinde Düsseldorf, mit der sich im Jahr 1824 die Lutherische und die Reformierte Gemeinde zu einer gemeinsamen evangelischen Gemeinde vereinigten. Weiterlesen

Tagungsdokumentation: Kirchliche Archive im Web 1.0 und Social Media

Am 9. November 2015 wurde ein Seminar zum Thema „Kirchliche Archive im Web“ für Ehrenamtliche und hauptberufliche Mitarbeiter/innen in kirchlichen Archiven veranstaltet.

Es wurden die Fragen erörtert:

  • Wie mache ich online auf meine Archivbestände aufmerksam?
  • User Generated Content oder: Wie gewinne ich Interessierte für kooperative Erschließungsprojekte?
  • Was muss bei archivischen Angeboten im Web 2.0 berücksichtigt werden?
  • Wie richtet man für das eigene Archiv ein entsprechendes Angebot ein?

Wer nicht dabei sein konnte bzw. das Eine oder Andere nochmal nachlesen möchte >> hier folgen die Abstracts und die Präsentationsfolien.

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Geschichte in Geschichten

Ein Praktikum im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland

 

Man kennt ihn mitunter hauptsächlich aus Geschichten – den Archivar.  Ein alter, grauhaariger Mann mit Brille sitzt in einem Ohrensessel hinter einem Schreibtisch, um ihn Türmen sich Bücher, Akten, lose Papiere auf Boden, Tischen und in zahllosen Schränken. Kontakt mit Mitarbeitern und Nutzern pflegt er selten, lieber wacht er aufmerksam über seine papierenen Schätze und ist stets darauf bedacht, diese sorgsam zu be- und verwahren. Dass dieses Bild jedoch heutzutage bereits selbst Geschichte ist, habe ich während meines Praktikums im Archiv der EKiR erfahren.

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Save the Date: Offene Archive 2.2 – Konferenz 2015

Mit einer Tagung in Siegen, im Kulturhaus LYZ, wird  am 3. und 4. Dezember 2015 die Konferenzreihe „Offene Archive 2.2“ zum Thema: „Social Media im deutschen Sprachraum und internationalen Kontext“ fortgesetzt. Die Veranstalter Stadtarchiv Speyer, ICARUSKreisarchiv Siegen-Wittgenstein und das LWL-Archivamt für Westfalen freuen sich über Ihre Teilnahme. Die Anmeldung ist seit März 2015 über das LWL-Archivamt möglich: Tel.: +49 251/ 591-3890, E-Mail: lwl-archivamt@lwl.org

Die Teilnahme ist kostenfrei.
Kontakt: Thomas Wolf, Kreisarchiv Siegen-Wittgenstein

Wer zum Thema mitdiskutieren möchte kann sich über den Twitter-Hashtag #archive20 aktiv beteiligen.

Das Tagungsblog, Programm und weitere Informationen >>

Das Plakat und der Flyer sind online.

Schriftgutlehrgang am 12.5.2015 im FFFZ Düsseldorf

Muster eines Aktenverzeichnisses

Muster eines Aktenverzeichnisses

Etwa 70 Minuten der täglichen Arbeitszeit verbringt ein Verwaltungsmitarbeiter bzw. eine Verwaltungsmitarbeiterin im Durchschnitt damit, bestimmte Informationen zu suchen, besagen Studien. Zeit, die – gerade angesichts der sinkenden Stunden- und Mitarbeiterzahlen in den Verwaltungen – sicherlich sinnvoller genutzt werden kann.  Eine gut geordnete und übersichtliche Registratur kann Abhilfe schaffen. Aber wie kommt man zu so einer Registratur? Wie kann man den wachsenden Papierbergen Herr werden? Und wie fügen sich digitale Dokumente und Emails in die tägliche Aktenführung ein?

Das Archiv der EKiR versucht Antworten zu geben: Gestern fand der jährliche Schriftgutverwaltungslehrgang statt. Weiterlesen