Wenn heutzutage am 1. Mai ein buntgeschmückter Maibaum aufgestellt wird, dann ist das ein besonderes Ereignis für Jung und Alt. Meist auf einem Festplatz aufgestellt, ist der Baumstamm Mittelpunkt des Maitanzes oder des Maifestes. Heutzutage ist dies eine Tradition, die meines Empfindens nach zunehmend verschwindet und vor allem von den Menschen in der Stadt gar nicht gekannt wird.
Aber auch die symbolische Bedeutung des Maibaumes an sich ist weitgehend in Vergessenheit geraten. In vorchristlicher Zeit wurden Bäume als Symbol der Fruchtbarkeit und des immer wiederkehrenden Frühlings verehrt. So wählte man zum Frühlingsfest einen bestimmten Baum aus und versammelte sich dort, um gemeinsam zu feiern und zu tanzen.
Autorenarchiv: Annika Hansen
Narrentag – ungewöhnliche Meldungen aus dem kirchlichen Leben zum 1. April
Der erste April hat eine besondere Bedeutung als „Narrentag“. Erstmals überliefert ist die Redensart „in den April schicken“ in Deutschland 1618 in Bayern. Mit den europäischen Auswanderern gelangte diese Tradition auch nach Nordamerika. Der Ausdruck Aprilscherz bürgerte sich jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Beliebt waren Aprilscherze vor allem bei Kindern, aber auch in der Handwerkerbranche. Dort war es üblich, dass der jüngste Lehrling von den älteren Gesellen in den April geschickt wurde. Auch in Tageszeitungen machten sich die Redakteure einen Spaß und teilten anlässlich des 1. Aprils oftmals Falschmeldungen. Manchmal kam es jedoch auch vor, dass Meldungen so absurd waren, dass Leser sie für eben solche Falschmeldungen, auch „Zeitungsenten“ genannt, hielten. In der Zeitung „Das Evangelische Düsseldorf“ von 1974 wurde passend dazu ein Artikel abgedruckt. Sie können ja einmal überlegen, welche Meldungen wahr und welche frei erfunden waren.
Der erste Rosenmontagszug nach Krieg und Krise

des Stadtarchivs Düsseldorf veröffentlicht in :
Wintgens, Frank: Mit der Vergangenheit leben:
Feste und Feiern in Düsseldorf 1945-1955
Der Düsseldorfer Karneval har eine lange Tradition und ist hier kaum wegzudenken. Traurigerweise konnte Pandemiebedingt der Rosenmontagszug zwei Jahre lang nicht stattfinden. Und auch im letzten Jahr wurde er zunächst ins Frühjahr verschoben und schlussendlich auf Grund des Krieges in der Ukraine ersatzlos gestrichen.
Dieses Jahr soll alles wie gewohnt stattfinden und man erwartet einen riesigen Festumzug mit geschmückten Wagen und Kostümen. Wie auch in anderen Bereichen des sozialen Lebens kann man sich vorstellen, dass die Begeisterung und der Zuspruch der Einwohner groß ist und man rechnet mit einer Vielzahl von Teilnehmern.
14. Februar – Woher kommt eigentlich der Valentinstag ?

Am heutigen Tag fühlt man sich wie jedes Jahr erschlagen von den kommerziellen Angeboten und Werbungen zum Valentinstag.
Aber woher stammt dieses Brauchtum? Die Geschichte und Herkunft des Valentinstages ist einigermaßen kompliziert. Bischof Valentin von Terni in Italien wurde oftmals mit dem gleichnamigen Priester Valentin von Rom verwechselt und quasi zu einer Person formiert, da beide am selben Tag verehrt wurden. Der Gedenktag des hl. Valentinus am 14. Februar wurde von Papst Gelasius im Jahre 496 für die ganze Kirche eingeführt. Im Jahre 1969 wurde dieser jedoch aus dem römischen Generalkalender wieder gestrichen. Das Fest des heiligen Valentinus wurde erstmals im 14. Jahrhundert, als die Tradition der höfischen Liebe ein großes gesellschaftliches Thema war. Im 18. Jahrhunderts entwickelte sich der Tag vor allem in England zu einer Möglichkeit, seine Liebe mit kleinen Aufmerksamkeiten wie Blumen und oder Grußkarten zum Ausdruck zu bringen.
Gesamteuropäisch betrachtet ist der Valentinstag ein eher neuerer Brauch, der sich vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Kontinent ausbreitete, da er aus vorwiegend kommerziellen Gründen ab 1948 von einem Floristenverband eingeführt wurde.
Neues Findbuch online: Evangelische Akademie Mülheim an der Ruhr Bestand II
Das Teilfindbuch des Bestandes 2LR 010II Evangelische Akademie Mülheim an der Ruhr ist nun auf unserer Homepage als PDF-Datei abrufbar. Die Mülheimer Akademie diente als Konferenzzentrum und Tagungshaus und daher umfasst das Findbuch vornehmlich das Tagungsgeschehen der Akademie, sowie Veranstaltungen, Schriften und Publikationen. Darüber hinaus beinhaltet es auch einige Fotografien des Hauses (zahlreiche Außen- und Innenansichten), sowie einzelner Veranstaltungen vor Ort. Aber auch die kreativ gestalteten Gästebücher innerhalb des Bestandes sind nicht uninteressant. Lesen Sie dazu auch den Blogbeitrag aus Oktober 2022.
Jahresrückblick 2022
Wie auch in den vergangen Jahren möchten wir das Jahr 2022 Revue passieren lassen. Auf Grund der gelockerten Pandemiemaßnahmen, konnten endlich wieder Veranstaltungen in Präsenz stattfinden wie beispielsweise der 55. Rheinische Archivtag. Allgemein gab es in diesem Jahr auch vermehrt hybride Angebote die teils in Präsenz und teils online stattfanden, wie der Tag der Archive zu beginn des Jahres. Ebenso konnten wir erstmals seit 2020 wieder Praktikanten in unserem Archiv begrüßen.
Intern konnten wir vor allem unsere Onlinepräsenz auf unserer Homepage ausbauen und interessante Quellen wie die Protokolle der Kreissynoden, Amtsbücher und die Quellen des Provinzialkirchenarchivs für Benutzer zugänglich machen. Im Zuge der Novellierung des Einheitsaktenplanes haben wir zudem unser Schulungsangebot ausgebaut. Sie finden nun mehrere Lernvideos auf unserer Homepage zur Schriftgutverwaltung. Wie auch im vergangenen Jahr konnten wir unser Bildarchiv wieder kontinuierlich erweitern, ebenso unsere Findmittel im Archivportal NRW.
Insgesamt kann man sagen, fühlt es sich seit Mitte des Jahres endlich wieder wie ein „back-to-normal“ im Archiv an. Wir arbeiten fast vollständig wieder in Präsenz und können uns nun auch wieder vor Ort austauschen und Projekte die mehr als nur zwei helfende Hände benötigen, umsetzen.
Das Archiv der Evangelischen Kirche wünscht ihnen damit allen schöne und erholsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch in das Jahr 2023 !
Bücher als ein beliebtes Weihnachtsgeschenk- auch in der Zeit des Nationalsozialismus

Trotz technischer Neuerungen der letzten Jahrzehnte wie beispielsweise Computer, Tabletts und Spielekonsolen, zählen Bücher immer noch zu einem der beliebtesten Geschenke in der Weihnachtszeit. Dabei sind vor allem Thriller und Krimis bevorzugte Genres. Bei Jugendlichen sind es wahrscheinlich vor allem Abenteuererzählungen oder „Coming of Age“ Romane die die meisten ansprechen.
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