Bei der Überschrift schimmert die Sentenz von Charles de Gaulle durch, der sich dazu bekannte, zeit seines Lebens eine gewisse feste Vorstellung seines geliebten Frankreichs besessen zu haben, „une certaine idée de la France“. „Grandeur“ à la de Gaulle bildet nun freilich keine geeignete Kategorie für ein Archiv (und schon gar nicht für das Archiv der EKiR), hingegen ist das anvertraute Archivgut durchweg „très valable“.
Als ich vor über 32 Jahren in den kirchlichen Archivdienst trat, zunächst in Koblenz, dann in Boppard und seit 2001 in Düsseldorf, hatte ich wie alle Berufsanfänger viele mehr oder minder gute Ideen für die Konzeption und Priorisierung der künftigen Arbeitsschwerpunkte. Nicht alle haben den rauen Alltag periodisch wiederkehrender Sparrunden überlebt. Sehr wohl hat sich aber bald ein fester Kern an Überzeugungen herauskristallisiert. Erlauben Sie mir in Abwandlung der Devise „Liberté, Égalité, Fraternité“ gewissermaßen als archivisches Credo zu wählen: „Fiabilité, Accessibilité, Diversité“, also Verlässlichkeit durch die Sicherung und den Ausbau der archivischen Infrastruktur, erleichterte Zugänglichkeit mittels intensivierter Erschließung sowie größtmögliche Vielfalt des Quellenangebotes auch durch gezielte Acquisitionen.
Unser Archiv kann bald sein 175-jähriges Bestehen feiern. Es war mir eine Ehre und Freude, an seiner Entwicklung für eine gewisse Wegstrecke mitwirken zu dürfen. Heute ist nun mein letzter Arbeitstag und dies ist auch der letzte von gut 200 Beiträgen im Blog. Bleiben Sie dem Archivteam an seinen beiden Standorten in Düsseldorf in Boppard weiterhin gewogen und schauen Sie auch gelegentlich in das Archivblog hinein. Adieu!