Tag der Archive 2026: Das Motto steht fest

Alle zwei Jahre öffnen Archive in ganz Deutschland ihre Türen, um Geschichte erlebbar zu machen – so auch im kommenden Jahr beim „Tag der Archive“. Das vom VdA (Verband deutscher Archivarinnen und Archivare) bekannt gegebene Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ lädt dazu ein, sich mit der Geschichten von Migration, Ankommen, Vertrautem und Fremdem auseinanderzusetzen. Gerade in einer Stadt wie Düsseldorf, die von Wandel und kultureller Vielfalt geprägt ist, finden sich zahlreiche Anknüpfungspunkte. Die Planungen für das Programm laufen bereits an – ein spannender Anlass, um erste Ideen zu sammeln, Themenvorschläge zu skizzieren.

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Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit im Fokus – Der 58. Rheinische Archivtag in Viersen

Der Rheinische Archivtag in der Festhalle Viersen

Der 58. Rheinische Archivtag fand am 26. und 27. Juni 2025 in Viersen statt. Die Veranstaltung stand unter dem Leitthema „Archive – nachhaltig und zukunftsfähig?“ und bot ein vielfältiges Programm zu aktuellen Herausforderungen im Archivwesen. Rund 200 Fachkolleg:innen aus dem Rheinland und darüber hinaus nahmen teil.

Das Team Archiv der EKiR ante portas.

Nach der offiziellen Eröffnung durch Vertreter:innen des LVR und des Kreises Viersen folgte eine Podiumsdiskussion zum Positionspapier „Eine freiheitliche Gesellschaft braucht starke Archive“.
Im Anschluss lag der Fokus auf baulichen Fragen. Besonders die Umnutzung der Kirche St. Paul zum Diözesanarchiv Aachen war ein gelungenes Praxisbeispiel für nachhaltige Archivarchitektur. Weitere Beiträge zeigten, wie sich durch Kooperationen neue Lösungen für Lagerung und Nutzung entwickeln lassen – ein Thema, das in vielen Häusern an Aktualität gewinnt.

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Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ ist gestartet

Der neue Podcast „Rheinische Kirchengeschichte(n)“ ist mit den ersten beiden Beiträgen online gegangen: Im Podcast „Der Kölner Dom wäre beinahe evangelisch geworden“ geht es um überraschende mögliche konfessionelle Weichenstellungen im 16. Jahrhundert. Unter dem Titel „Evangelische Pfarrer im KZ Dachau“ erfährt man hingegen kaum Glaubliches wie die Trauung eines inhaftierten Geistlichen im Konzentrationslager selbst.

In kurzen Episoden von drei bis fünf Minuten werden Begebenheiten und Entwicklungen aus der rheinischen Kirchengeschichte erzählt – verständlich, kompakt und mit Blick auf die Menschen dahinter.

Das neue Angebot zur Erinnerungskultur der Evangelischen Kirche im Rheinland wird kontinuierlich ausgebaut werden. Drei weitere Episoden sind bereits in der Pipeline und werden bis Sommer veröffentlicht.

Tag der Archive – Ein Jahr später: Planung für den Tag der Archive 2026 im Stadtarchiv Düsseldorf

Vor gut einem Jahr fand der letzte Tag der Archive statt, der zahlreichen Interessierten die faszinierende Welt der Archive und eine Vielzahl historischer Quellen näherbrachte. Diese Veranstaltung bot eine einmalige Gelegenheit, das wertvolle Kulturgut, das in den Archiven schlummert, zu entdecken und die spannende Arbeit der Archivare kennenzulernen.

Nun, ein Jahr später, trafen sich die teilnehmenden Archive erneut im Stadtarchiv Düsseldorf, um die Planungen für den Archivtag 2026 zu starten. Seit Jahren spielt dieser Tag eine zentrale Rolle dabei, das Bewusstsein für die Bedeutung von Archiven in unserer Gesellschaft zu schärfen, und wird auch 2026 wieder einen festen Platz im kulturellen Kalender einnehmen. Archive sind weit mehr als bloße Aufbewahrungsorte für Dokumente – sie sind das Gedächtnis der Gesellschaft. Sie bewahren Geschichte, Identität und kulturelles Erbe eines Landes. Der Archivtag soll das Verständnis fördern, wie essenziell die Arbeit der Archive ist. Besonders im Fokus steht dabei der regionale Bezug zu Düsseldorf. Ziel ist es, die Bedeutung der Archive als Orte der Erinnerung und Geschichte zu stärken und gleichzeitig der Öffentlichkeit ihre Relevanz im digitalen Zeitalter zu verdeutlichen.

Bei unserem Auftakttreffen wurden daher zunächst die wichtigsten Eckpunkte festgelegt, allen voran das Datum. Wie in den vergangenen Jahren wird es in Düsseldorf wieder eine „Woche der Archive“ geben, um allen Interessierten die Möglichkeit zu bieten, mehrere Archive und Veranstaltungen zu besuchen. Diese findet in der Woche ab dem 9. März 2026 statt. Merken Sie sich das Datum also gerne schon jetzt in Ihrem Kalender vor!

In den kommenden Monaten geht es dann in die inhaltliche Planung, um auch im nächsten Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Alle Informationen dazu finden Sie wie gewohnt auf dem Blog zum Tag der Archive.

Kirchengeschichte on Tour, oder: Forschung und Archiv im Diskurs

Am 24. Januar besuchte das kirchengeschichtliche Forschungskolloquium der Evangelisch-Theologischen Fakultät Bonn unter Leitung der Professoren Martin Keßler und Wolfram Kinzig das Archiv der EKiR. Ein anschaulicher Bericht zur Exkursion ist nun im Blog der ETF Bonn abrufbar.

World Digital Preservation Day vom 7.11.2024

https://afz.lvr.de/de/presse/meldung/meldung_33664.html
(Stand 7.11.2024)

Auch in diesem Jahr fand der „World Digital Preservation Day“, also der Welttag zur digitalen Erhaltung, statt. Dieser dient dazu, auf den digitalen Wandel und den Erhalt des kulturellen Erbes aufmerksam zu machen. Denn Digitalisierung und sich stetig wandelnde äußere Einflüsse bringen ständige Veränderungen mit sich, die sich auch auf die Aufgabenbereiche der Archivierung auswirken und Archive vor neue Herausforderungen stellen. Das LVR-AFZ beteiligt sich bereits seit vier Jahren mit einem Online-Vortrag anlässlich des World Digital Preservation Days. Das diesjährige Motto lautete „Preserving Our Digital Content: Celebrating Communities“ und gab Anlass, über nationale Grenzen hinaus auf europäische Ebene zu blicken. Aus diesem Grund referierte der Direktor des Historischen Archivs der Europäischen Union am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, Dr. Dieter Schlenker, und gewährte den Teilnehmenden einen Einblick in das Archiv und die Arbeitsweisen.
Nach einem kurzen Abriss zum Begriff der Europäischen Einigung wurde die zentrale Rolle des HAEU vorgestellt. Es handelt sich um ein Spezialarchiv zur Geschichte der Europäischen Union und der Europäischen Einigung mit der Mission, Unterlagen zu den Archiven der EU-Behörden, zu privaten Nachlässen, sowie zu Archiven anderer öffentlicher und privater europäischer Organisationen, Vereine und Stiftungen zu sammeln, aufzubewahren und den Nutzenden zugänglich zu machen. Die Bestände des HAEU umfassen 8.500 laufende Meter Papierakten (1951–1993) und 1.500 laufende Meter (1890er bis heute) an Privatbeständen. Wie in den meisten Archiven ist auch beim HAEU Digitalisierung (On Demand und digitale Langzeitarchivierung) ein großes Thema. Seit 2015 betreibt das Archiv daher eine systematische Digitalisierung mit dem Ziel, einen exklusiven Online-Zugang zu gewähren und nur in Ausnahmefällen Zugang zum Original im Lesesaal zu ermöglichen. Dabei steht das Archiv natürlich auch zunehmend vor neuen Herausforderungen, wie etwa komplexeren Suchmethoden, der Masse an Informationen, Copyright-Fragen, interkulturellem Eigentum und neuen Aggregatoren wie zum Beispiel Archives Portal Europe.
Abschließend wurden die neuen Rollen für Archivare im HAEU aufgezeigt, die sich durch die Entwicklungen der letzten Jahre ergeben haben. Nutzende haben ihre Erwartungen erhöht, und somit muss der Archivar die Rolle von Sachverwalter und Bewahrer von Kulturgut bis hin zum Promoter, Förderer und Kurator übernehmen. Hinzu kommt, dass viele der Nutzenden keine archivische Erfahrung haben, weshalb der Archivar auch eine Art Bildungsauftrag übernimmt.
Am Ende des Vortrags wurde dann noch einmal die Gelegenheit gegeben, Fragen zu stellen und in einen Austausch einzutreten. Insgesamt bekam der Vortrag viel Zuspruch von allen Teilnehmenden.

Tag der Archive in der Neanderkirche Düsseldorf

Am Donnerstag den 7.3. fand unsere Veranstaltung zum Tag der Archive in Kooperation mit der Düsseldorfer Neanderkirche auf der Bolkerstraße statt. Dort präsentierten wir an drei verschiedenen Stationen ausgewählte Quellen zur Geschichte der evangelischen Gemeinden in Düsseldorf. Getreu dem diesjährigen Motto „Essen und Trinken“ zeigten wir zudem Koch- und Backrezepte aus dem 18. Jahrhundert und haben dazu sogar ein Kuchenrezept nachgebacken. Zu den Originalquellen reichten wir diverse Reproduktionen und Transkriptionen, die die Besucherinnen und Besucher mit nach Hause nehmen könnten.
Insgesamt war es eine tolle Veranstaltung, die wir eigentlich schon für 2020 vorbereitet hatten. Damals fiel unsere Veranstaltung auf Grund der Coronapandemie leider kurzfristig ins Wasser. Daher waren wir froh, dieses Jahr noch einmal die Gelegenheit zu haben eine solche Gemeinschaftsveranstaltung auf die Beine zu stellen. Ein großes Dankeschön gilt dabei natürlich auch Pfarrerin Antje Brunotte und ihrem Team, die uns bei der Umsetzung geholfen haben.