Über Tatjana Klein

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Ergänzung zum Blogpost – Wanderausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet“

Das LVR-Landeshaus in Köln bietet vom 17.4. bis 22.6.2015 einen Einblick in die Wanderausstellung der DGPPN „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und Behinderte Menschen im Nationalsozialismus“.

Alle Informationen zur Ausstellung, dem Programmheft und den Begleitveranstaltungen finden sie auf der LVR Homepage.

Das Denkmal der „Grauen Busse“ vor dem Landeshaus in Köln-Deutz, mit dem der LVR an den Massenmord an fast 10.000 Psychiatriepatientinnen und –patienten während des Nationalsozialismus erinnert. Foto: Lothar Kornblum / LVR.

 

Eine Ergänzung zum bereits veröffentlichten Blogpost vom 25.02.2015

Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPN)

Der Bestand „Evangelischer Brüderverein“ ist nun als Findbuch online verfügbar

Der Evangelische Brüderverein

Revolutionäre Unruhen, die drängender werdende Soziale Frage und die Etablierung einer sich von kirchlichen Zwängen freimachenden Gesellschaft waren einige der Faktoren im 19. Jh., die die Erweckungsbewegung auslösten und die Formierung gesellschaftsrechtlicher Vereine begünstigten.

Beispielhaft für die Vereinsbildung im kirchlichen Bereich ist der Evangelische Brüderverein im Rheinland, der „von einem Kreis entschieden Gläubiger Männer“ am 19. Juni 1850 in Vohwinkel konstituiert wurde. Als Mitbegründer werden genannt: der Elberfelder Gymnasialdirektor Dr. Bouterwerk, der Kaufmann Friedrich Wilhelm von den Steinen (Wülrath), der Landwirt Albert Schoel (Gruiten) und der Kaufmann Karl Wilhelm Neviandt (1792-1870 Mettmann, Grafes Schwiegervater).  Den eigentlichen Anstoß dazu aber brachte der Kaufmann Hermann Heinrich Grafe aus Elberfeld (1818-1869).

Portrait Hermann Heinrich Grafe ( 1818-1869) Kaufmann in Elberfeld

Portrait Hermann Heinrich Grafe ( 1818-1869) Kaufmann in Elberfeld

Hermann Grafe stand in familiärer Verbindung zur Familie Neviandt (hugenottischer Herkunft) und war Mitinhaber der Textilfabrik Grafe & Neviandt in Elberfeld. Sein Impuls zur aktiven Erweckungsbewegung wird den tersteegenschen Einflüssen zugeschrieben. Aber auch Eindrücke aus der von Adolphe Monod gegründeten evangelischen Gemeinde in Frankreich (Eglise évangelique libre) werden in Grafes Gemeindeausrichtung vermutet.

 Hermann Grafe vor 1870, ohne Angaben

 

hier geht´s zum Online-Findbuch: Evangelischer Brüderverein PDF 443 KB

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Wanderausstellung „erfasst, verfolgt, vernichtet. Kranke und behinderte Menschen im Nationalsozialismus“

„Dann ist der Mord an uns allen freigegeben“ – aufrüttelnde Predigt des Bischofs Clemens August von Galen gegen das Euthanasieprogramm der Nazis.

Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten hat die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors eine Wanderausstellung konzipiert.

Es geht um den Mord und die Zwangssterilisation an Kranken sowie behinderten Menschen im Nationalsozialismus und die Frage der Auseinandersetzung  mit dem Geschehen von 1945 bis heute. Mit Fotos und Dokumenten zahlreicher Archive werden die Aktionen der Euthanasie im Dritten Reich reflektiert, die Akteure  der Verbrechen aufzeigt sowie an die Opfer gedacht.
Eines dieser Dokumente ist eine Predigtabschrift des Bischofs Clemens August von Galen (6 Seiten) aus dem Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland:

Predigt Clemens August von Galen in der Lambertikirche Münster Predigt Clemens August von Galen in der Lambertikirche Münster Predigt Clemens August von Galen in der Lambertikirche Münster Predigt Clemens August von Galen in der Lambertikirche Münster Predigt Clemens August von Galen in der Lambertikirche Münster Predigt Clemens August von Galen in der Lambertikirche Münster
– Bestand : AEKR 6HA 004 (Kirchenkampfakten Beckmann), B30. (PDF/ 600 KB)

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Kirchengemeinde Merzig/ Saarland sucht Quellen … Wer hat eine Idee?

,,Schwarmintelligenz, zeig mal, was du kannst.“

Eben erhielten wir auf unserer Facebookseite eine Anfrage von Hr. Klaus Künhaupt mit der folgenden Problemstellung :

“ Wir schreiben die Geschichte unserer Kirche-wo kann noch was zu finden sein?
Ich freu mich über diese Facebookseite, denn sie könnte eine weitere Möglichkeit sein, Ideen zu sammeln für folgendes Problem:
Im Archiv der Landeskirche in Düsseldorf habe ich den gesamten Bestand über unsere Kirchengemeinde (Merzig/Saarland) durchgeguckt, fotografiert und von Gemeindegliedern durchgucken lassen, die Kurrentschrift gut lesen können. Fazit: kaum ein Wort über den Bau unserer Kirche, die am 9. November 1865, also vor fast 150 Jahren, eingeweiht wurde.
Die Presbyteriumsakten sind auch verschwunden.
Also, Schwarmintelligenz, zeig mal, was du kannst. Wer hat die entscheidende Idee?“