In der vergangenen Woche fand der alljährliche Rheinische Archivtag passend zum 750-jährigen Stadtjubiläum in Ratingen statt. Dabei waren wir vom landeskirchlichen Archiv zahlreich vertreten. Die zwei Tage standen unter dem Motto „Archive und Demokratie“ und machten deutlich, dass Archive weit mehr als Aufbewahrungsorte historischer Dokumente sind. Sie sichern Transparenz, fördern gesellschaftliches Vertrauen, bewahren das kulturelle Gedächtnis und stärken demokratische Werte. Ein Schwerpunkt war dabei vor allem auch die politische Bildungsarbeit, die besonders am zweiten Tag im Fokus der Diskussionen stand.
Nach dem Eröffnungsvortrag von Volkan Baran (MdL, stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien im Landtag NRW) ging es direkt in die erste Sektion des Tages. Im Mittelpunkt stand das Spannungsfeld zwischen Archiven und Transparenz.
Das Hessische Landesarchiv beleuchtete die Frage, ob archivische Schutzfristen und Transparenz tatsächlich im Widerspruch zueinander stehen oder vielmehr einen notwendigen Ausgleich zwischen Informationszugang und dem Schutz sensibler Daten schaffen. Mit einem Blick auf die digitale Transformation widmete sich ein Folgevortrag den Anforderungen an die Sicherstellung von Authentizität und Integrität archivischer Informationen in Zeiten zunehmenden KI-Einsatzes. Die Vorträge wurden im Anschluss durch Fragen und Anmerkungen aus dem Plenum ergänzt.
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