Über Uwe Hauth

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Werbung für die Anschauungstafel „Das Kirchenjahr“

Sichtungsarbeiten der unverzeichneten Sammlung K.W. Schmidt

Das Kirchenjahr, Anschauungstafel und ihre Verwendung im Unterricht, aus Bestand: AEKR Boppard Sammlung K.W. Schmidt (unverzeichnet)

Bestand: AEKR Boppard Sammlung K.W. Schmidt (unverzeichnet)

Das abgebildete Werbeblatt (DIN A5) zeigt eine Anschauungstafel des Kirchenjahres und empfiehlt ihre Anwendung im Unterricht (Rückseite).

Das evangelische Kirchenjahr beginnt wie das katholische mit der ersten Vesper zum ersten Adventssonntag und endet am Samstag vor dem ersten Advent. Es teilt die Hauptfeste und zugehörigen Festzeiten sowie einige Sonderfeste, vor allem Neujahr und Erntedank.

 

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Geläut für den Christbaum

Zubehör für den Weihnachtsbaum 1907, Evangelischer Hausfreund : Wochenbl. für Stadt u. Land Kreuznach, 15. Dezember 1907, Nr. 50, S.399, aus Bestand: AEKR Bibliothek ZK 028

Zubehör für den Weihnachtsbaum 1907, Evangelischer Hausfreund : Wochenbl. für Stadt u. Land Kreuznach, 15. Dezember 1907, Nr. 50, S.399, aus Bestand: AEKR Bibliothek ZK 028

In der Zeitschrift  „Evangelischer Hausfreund“ Wochenblatt für Stadt und Land Kreuznach fand ich in den Ausgaben Anfang des 20. Jahrhunderts, Anzeigen über Geläute für den heimischen Weihnachtsbaum. Die Zeitschrift wurde von Pfarrer Petry aus Züsch herausgegeben. Der Druck erfolgte bei R. Voigtländer. Nachfahren und die Expedition übernahm Ph. Schwab. Beide Firmen hatten ihren Sitz in Bad Kreuznach. Auch heute noch finden sich Weihnachtsgeläute an Christbäumen, wenn auch nicht mehr so häufig wie damals. In der Anzeige von 1907 findet sich noch weiteres Zubehör für den Weihnachtsbaum.

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Luxus für Federvieh

Baurechnung Hühnerhaus Lötzbeuren, Quelle: AEKR Boppard 4 KG 103B (Kirchengemeinde Lötzbeuren), Nr. 429;

Baurechnung Hühnerhaus Lötzbeuren, Quelle: AEKR Boppard 4 KG 103B (Kirchengemeinde Lötzbeuren), Nr. 429;

Bei den Erschließungsarbeiten des Bestandes der Kirchengemeinde finden sich immer mal wieder unter den Baurechnungen interessante Positionen über ausgeführte Arbeiten, so auch im nachfolgenden erwähnten Bestand. In früheren Zeiten war es üblich, dass sich Schwesternstationen selbstversorgten. So auch in der Evangelischen Kirchengemeinde in Lötzbeuren auf dem Hunsrück.  Ende des Jahres 1952 beschloss die Kirchengemeinde für die Schwesterstation einen Hühnerstall zu erbauen, damit eine Versorgung mit frischen Eiern und Hühnerfleisch gewährleistet war. Nach den vorliegenden Rechnungen des Jahres 1953 kostete der Bau des Hühnerstalls 886,15 DM. Über die Größe des Stalls finden sich keine genauen Angaben, jedoch hatte er 7 Fenster und eine gedämmte Decke. Am interessantesten ist die Position auf einer der Rechnungen des am Bau beteiligten Schreiners, man findet dort, dass die Herstellung von Hühnernestern und Sitzstangen 7,00 DM gekostet hat.

Informationsquelle Adressbuch

Quelle: Deutsches Kirchliches Adressbuch; Ein kirchlicher Führer durch die evangelischen Landeskirchen Deutschlands, 1. Ausgabe - Jahrgang 1927; Im Auftrag des Evang. Presßverbandes für Deutschland, Berlin-Steglitz

Quelle: Deutsches Kirchliches Adressbuch; Ein kirchlicher Führer durch die evangelischen Landeskirchen Deutschlands, 1. Ausgabe – Jahrgang 1927; i.A. d. Evang. Presßverbandes für Deutschland, Berlin-Steglitz

Bei der Ergänzung von Büchern, die auf unserem Buchtisch in der Archivstelle zur kostenlosen Mitnahme ausliegen, fiel mir das Buch „Deutsches Kirchliches Adressbuch“ in die Hände. Interessehalber schlug ich die Seite meiner Heimatgemeinden auf und fand dort folgende interessante Angaben (exemplarisch die Angaben für Traben.) Spalte 690; Preußen (Kirchenprovinz Rheinland); Kreisgemeinde Trarbach; Superintendent: Beumelburg, Trarbach;

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Nicht nur Glocken aus Gussstahl

Bochum 1895

Plakat des Bochumer Vereins für Bergbau und Gussstahlfabrikation; AEKR Boppard

Im 1. Weltkrieg mussten sehr viele Kirchengemeinden ihre Kirchenglocken aus Bronze  für die Rüstungsindustrie abgeben. Diese wurden dann eingeschmolzen um „Kriegswichtige Güter“ davon anzufertigen. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurden die noch erhaltenen Bronzeglocken zum Teil an die Kirchengemeinden zurück gegeben. Um nicht noch einmal die Glocken für einen Krieg abgeben zu müssen, beschafften sich einige Kirchengemeinden Glocken aus Stahl.  Die meisten Stahlglocken lieferte der Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation, dessen Glocken nicht aus Gusseisen , sondern aus Gussstahl waren, der eine sehr lange Lebensdauer hat (die Haltbarkeit wird mit 300 Jahren angegeben und da der Gussstahl nur oberflächlich Flugrost ansetzt, entsteht dadurch keine Behinderung in der Klangentfaltung, sondern diese ist nur ein Schönheitsfehler) und wie das Geläut der Evangelischen Kirche in Traben beweist, einen Klang haben, der nach Expertenmeinung dem der Bronzeglocken entspricht. In unserer Sammlung fand ich eine  Werbung des Bochumer Vereins für Bergbau und Gussstahlfabrikation. Diese Firma hatte bereits ein Herstellungssortiment und bekam viele Auszeichnungen im Ausland. Die Abbildung zeigt eine Kopie des Plakates der Firma von 1895, dass ich in der Sammlung fand.

 

Können gesprungene Glocken wiederhergestellt werden?

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Werbepostkarte der Firma Lachenmeyer – AEKR Boppard

In unserer Sammlung fand sich eine Werbepostkarte der Firma Glocken-Schweißwerk Lachenmeyer, die gesprungene Glocken wieder instandsetzt.

Eine Recherche ergab, dass es diese Firma heute noch gibt. Sie hat damals wie heute noch ihren Firmensitz in Nördlingen. Glocken aus allen Ländern werden dort in einem besonderen Schweißverfahren repariert. Die Werbepostkarte ist 1950 abgestempelt worden.

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Rückseite der Werbepostkarte Lachenmeyer – AEKR Boppard

Weitere Informationen zum Thema :

Der Deutschlandfunk brachte 2014 eine Sendung über diese Firma : Glocken – Mit der Gasflamme ans Klangdenkmal von Remko Kragt.

Pfarrertöchter

179Klischees damals und heute – ändern sich nicht?  Pfarrerstöchter und ihr „Problem“ Jungs kennen zu lernen.

Zufällig lese ich heute in der WAZ den Bericht „Pfarrerstöchter küsst man nicht“. In unserer noch zu erschließenden Sammlung fand ich ein Zeitungsausschnitt (leider ohne Datum) in dem eine Pfarrerstochter aus England bereits über dieses „angebliche“ Problem spricht. Vermutlich ist der Zeitungsbericht in den 60er Jahren erschienen, da der Minirock erst 1965 erfunden wurde.